Gott sein, Schöpfer sein?

An alle SELBST Gott sein Wollenden und „alles finde ich in mir Gottheiten“ und die, die es noch werden wollen.

Aber auch an alle die von diesen „ESO-Kult-Gurus“ und ihren verkürzten „Wahrheiten“ und ihrer „ESO-Liebe“ beherrscht und unterdrückt werden.

Wacht endlich auf!

Höheres Selbst, Selbstverwirklichung, Selbstliebe, Selbstbeweihräucherung und alle Arten von „Selbst-“ bis hin zu „Du selbst bist Gott“!

Alles andere ist also folglich – nur noch Resonanz- bzw. Spiegelgesetz!?

Diese Grundirrtümer sind so alt wie die Menschheit!

Eine Vorstellung die ohne einen Erlöser-Gott auskommt, in einer Zeit, in der die Menschheit nach nichts mehr lechzt, als nach Erlösung!

Um die Arglosen zu täuschen wird Gott von den Eso-Gurus daher allenfalls noch erwähnt um das Gesamtpaket besser vermarkten und verkaufen zu können.

Dieser Wahn verbreitet sich aber in unserer Zeit auch deshalb wieder sehr schnell, da er auch dem Geld und den Machthabern der „neuen Weltregierung“ dient, die längst erkannt haben, dass viele Menschen spirituellen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind und vor allem:

Dass narzisstische und „selbst“-bezogene Menschen am leichtesten zu lenken und zu manipulieren sind!

Was dient dazu mehr als diese so „freigeistig“ wirkende Idee, die inzwischen bewusst oder unbewusst von allen Handlangern wie den Medien, Politkern, Wissenschaftlern bis hin zu allen möglichen Selbstfindungs-Seminar-Anbietern begründet und untermauert wird?

Der weitere Grund warum sich diese Vorstellung so rasend schnell verbreitet ist noch viel simpler und profaner:

Weil es in Wahrheit die „Religion“ derer ist, die NICHTS glauben!

Jeder Egozentriker und Narzisst ist darin das Naturtalent schlechthin. Er braucht also nur noch auf den „spirituellen Zug“ aufzuspringen. Denn er anerkennt schon längst nur einen Gott. SICH SELBST! Ohnehin schon ständig kreisend um sich selbst und in der Liebe zu sich selbst!

Daneben gibt es aber natürlich auch die vielen Suchenden die in der Eso-Szene wider besseren Wissens nach der Entfaltung ihrer eigenen Göttlichkeit suchen. Sie lesen, finden und sehen ja kaum was anderes und werden entsprechend vom Zeitgeist angesteckt und verführt.

Dazu fehlen natürlich inzwischen auch innere Werte und was Bescheidenheit, Demut und wahre Größe wirklich ist, ja was Spiritualität eigentlich ist.

Insofern genügt es vielen nicht sich dem Strom der lebendigen Liebe zu öffnen und „nur“ Gefäß sein zu wollen, durch das die göttliche Liebe fließt wie ein lebendiger Strom und wie es so viele Mystiker und große Gestalten des Glaubens noch vorgelebt haben.

Selber nicht nur Geschöpf sondern auch Schöpfer zu sein fasziniert offenkundig mehr als die wahre Liebe und jede Form von Sensation scheint wohl anziehender zu sein als die nüchterne Wahrheit. So werden die Verblendeten zu Betrogenen und Betrügern zugleich.

Jede Religion und spirituelle Richtung macht im Verlauf ihrer langen Existenz diese diametrale Verwandlung durch. Von den Erkenntnissen der Weisheit aus der lebendigen Beziehung zu Gott – hin zu dem Etikettenschwindel einer Verehrung des Selbst unter dem Deckmantel des Namen Gottes. Nur wenn man genau hinschaut, sieht man jeweils noch die alten Ansätze, die dann später mehr und mehr überschrieben und angepasst wurden.
So in allen alten Religionen wie auch inzwichen leider im Christentum.

Alles verdreht und verkehrt um dem Ego, dem Kommerz und einigen Wenigen zu dienen.

Da die Idee der Selbsterlösung nie aufgeht, jagt ein Heilsversprechen das andere – und das soll es ja auch! Hat sich doch darum herum ein riesiger Markt gebildet. Die am meisten abstrusen Ideen setzen sich durch ihren Sensationsgehalt besonders gut durch und zeigen innerhalb der Bewegung eine Entwicklung zum Wahnhaften.

Der Ur-Wahn der Menschheit – selber Gott zu sein – zeigt sich nur als das was er im Kern ist. Die Urmutter des Wahn-Sinns schlechthin!

Es ist ja nicht nur so, dass hier eine Vorstellung oder Überzeugung nicht aufgeht. Nein, diese Haltung ist nicht nur wahnsinnig – sie hat auch einen enormen Preis:
Sie verbaut den Zugang zum wahren ERLÖSER-Gott, zu Jesus Christus, am nachhaltigsten im Leben.

Wer sich mit dem Urchristentum beschäftigt, findet daher eine sehr breite Auseinandersetzung genau über dieses Thema. Denn schon sehr früh im Christentum gab es diese Abspaltungen, die mit dem Überbegriff „Gnosis“ bezeichnet wurde und wird. Selbst die Apostel Jesu wurden noch zu ihren Lebzeiten mit dieser Bewegung konfrontiert, die sie in ihren Briefen als „Gegenchristen“ oder „Antichristen“ bezeichneten.

Erst wenn man versteht, dass damit die Selbsterlösung gemeint ist, erkennt man auch, dass dies in keinster Weise polemisch gemeint war.

Was könnte dem Glauben an den ERLÖSER auch diametraler gegenüber stehen als der Glaube an die Selbsterlösung! Daher die Bezeichnung Anti-Christ oder Anti-Erlöser, da sie das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus diametral aufhebt.

Über deren Lehre zeugen die sogenannten apogryphen (apogryph = verborgen) Schriften, u.a. aus den Funden aus Nag-Hammadi und den Qumran-Schriften. Das „Apogryphe“ bzw. Geheime bezog sich schon damals wie heute auf Erkenntnisse, deren Ziel war: Entdecke, dass du selber Gott bist! Ein großer Geist, ein aufgestiegener Meister, eine hohe Inkarnation! Im Grunde dasselbe wie heute in der Esoterik und NewAge Bewegung!

Auf diese Weise entstanden neben den 4 Evangelien eine Menge neuer Evangelien und Episteln und alles was man von Jesus wusste wurde dahingehend umgedeutet und der eigentlichen Kraft beraubt. Gnosis heißt: „Erlösung durch Erkenntnis“.

Die Logik ist einfach: Wenn das Göttliche in mir verborgen liegt – ist ja schon alles da, dann fehlt ja nur noch Eines: Dass ich (es wieder) erkenne, dass ich göttlich bin bzw. dass das Göttliche in mir wieder erwacht! Und wie erwacht es? Durch die Selbsterlösungs-Erkenntnis! Dass dies allein genügen soll, ja muss, liegt schon an sich in dieser Logik und wurde damals wie heute geglaubt.

Wirkung, Energie und Kraft müssen aus mir selbst kommen, aus dem eigenen, erwachten Göttlichen – das ist die unabdingbare Schlussfolgerung! Daher geht es in der Gnosis auch nur um diese Art von „Erkenntnis“ und nie um eine Erlösung durch einen Erlöser – welcher Art auch immer!

Aufgestiegene Meister (und so wurde von ihnen auch Jesus verstanden) offenbaren dann einzig und allein nur noch den Erkenntnisweg um auch anderen zu ermöglichen, das EIGENE Göttliche wieder zu erwecken und zu finden.

So weit die Idee.

Nun aber zum praktischen Leben: Was ist, wenn du so in Not bist, dass du nur noch schreien kannst! Rufst du dann nach dir selber? Oder nach einem kalten, unpersönlichen Universum welches nur nach naturwissenschaftlichen und physikalischen Gesetzen funktioniert? Konsequent wäre das nach dieser Vorstellung. Denn nach dieser kann Hilfe ja nicht von „aussen“ kommen, sondern allein der eigene, göttliche Geist kann und soll zum Durchbruch kommen – nicht zuletzt aufgrund der Not und Bedrängnis. – Und die Selbsterlösungs-Erkenntnis ist ja schon vorhanden.

Oh Mensch! Wie tief musst du noch fallen, bis du Hilfe annehmen kannst? Wie sehr in Bedrängnis kommen, bis du Hingabe leben und einen Gott anerkennen kannst?

Das ist auch genau das, was die Vorsehung Gottes diesen Menschen ununterbrochen aufzeigt. Eine Not um die andere um endlich um Hilfe ausserhalb dieses egozentrischen in sich abgeschlossenen Systems zu rufen! Und zwar zunächst mal egal ob von einem Mitmenschen oder von Gott kommend. Liebe findet statt wo Du-Bezug ist und nicht Selbstbezug.

Und was gibt es Befreienderes in einer Notsituation oder wenn alles über einem zusammenbricht und man überhaupt keine Kontrolle mehr hat als – loszulassen! Aber eben nicht nur loszulassen, sondern bewusst Kind sein zu dürfen seinem Schöpfer gegenüber.
Alles andere ist krank und zeigt sich schon in der Struktur der Seele an sich, wie sie auf Überforderungssituationen reagiert.

Eben nicht damit, zu einem „Gott“ zu erwachen, sondern damit, zu regredieren!

Wir geraten in unsere „Kindebene“ zurück in der auch alle unsere Verletzungen und Abspaltungen liegen! Nun werden unsere alten Verletzungen und Abspaltungen weiter verstärkt, der Graben zu unserem „Erwachsenen-Ich“ noch mehr vergrössert. Unsere Verletzungen zu traumatischen Erfahrungen noch tiefer eingegraben.

Was, bitte soll da Heilsam sein? Was soll daran auch nur im entferntesten ein Durchbruch in eine vermeintliche, eigene Göttlichkeit sein?

Das Erwachsenen-Ich, welches krampfhaft und gewaltsam versucht die Situation zu kontrollieren, „trampelt“ vielmehr sein eigens „Kind-Ich“ tot und wird zum eiskalten, abgespaltenen Egomanen und Narzissten – oder psychotischen Persönlichkeit! Das ist das wahre Ergebnis dieser gefährlichen Eso-Psycho-Gott-Spielchen!

Umgekehrt ist es, wenn das Erwachsenen-Ich bewusst sein Kontrollverhalten gegenüber einer grösseren Macht aufgibt und seinen Schöpfer anerkennt in Demut und Liebe, weil es Ihm gegenüber es endlich selber Kind sein darf.

Denn darin liegt wahre Größe und Stärke die es dem Erwachsenen-Ich erst ermöglichen für sein Kind-Ich da zu sein, ja sich mit dem inneren Kind wieder zu vereinigen und die Liebe Gottes ungehindert fließen zu lassen!

Sie kann nun fließen wie durch einen Kanal von oben bis unten durch. Das „Kind-Ich“ wird endlich vom „Erwachsenen-Ich“ in die Arme genommen, weil das „Erwachsenen-Ich“ sich endlich behütet und beschützt in die noch höheren Arme Gottes fallen lassen kann!

So fügt sich alles in allem und in seine Ordnung. So kann Liebe und Heilung fließen – und zwar in einer Macht und Kraft, wie es ein lebensfremder „Selbst-Gott- Sein-Mensch“ nicht ansatzweise erfahren kann.

Ist das Schicksal, dass uns im Außen ereilt, wirklich dahingehend zu begreifen, dass wir es uns selber kreiert haben? Oder widerfährt es uns nicht vielmehr, weil es uns am allermeisten zum Reifen und Wachsen dient? Und wüsste ich bereits, was mir zum Reifen und Wachsen dient, hätte ich die Lektion nicht schon gelernt?

Nur eine übergeordnete Liebe kann uns dies über das Leben aufzeigen!

Wir dürfen wie Kinder WERDEN, nicht wie Kinder bleiben.

Manche verwechseln das. Jesus sagt aber nicht, bleibet wie die Kinder, sondern WERDET wie die Kinder! Es ist vielmehr ein Kind-Sein in Demut und ohne Hochmut und Anmaßung!

Diese Art von kindlicher Unschuld ist mächtig, mächtiger als alle „Götter“ und „Gott-Funken-Haben-Wollenden“ in dieser Welt zusammengenommen. Es verwundert also nicht, dass gerade jene, die diesem „Gott-Sein-Wahn“ besonders anhängen eine Kontroll-Verlust-Situation nach der anderen erleben und Situationen, die wie „verflucht“ wirken. Das Leben zeigt auf diese Weise die enorme geistige Entfremdung auf und wie sehr diese einer liebevollen Vorsehung Gottes entgegenwirkt! Eine Vorsehung, die pausenlos aufzeigt, dass wir endlich heim kommen dürfen in die liebevollen Arme Gottes!

Letztlich stellt sich also nur noch die Frage: Ist dir ein schmeichelnder Irrtum mehr Wert als die wahre Liebe? Willst du wirklich Erlösung ohne Liebe, ohne Liebe zu Gott?

Wenn du noch sehr neu bist auf deinem spirituellen Weg, erkennst du das in aller Regel nicht. Auch nicht, wie wenig dieser Irrtum aufgeht. Du erlebst Zeichen und Wunder und überall erleuchtete und heilige Menschen. So kannst du dich flüchten von dieser bösen Welt in eine scheinbar heile Welt „der Götter“ und alles schmeichelt deinem Ego! Endlich nimmst du dein Leben selber in die Hand, – denkst du, – bist selber Gott! Selber Schöpfer! Du kannst demnach selber kreieren! Du kannst endlich Macht haben, über dich und andere, und die Umstände, denen du dich schon so lange hilflos ausgeliefert siehst. Es wirkt alles zunächst so erwachsen, so reif, so eigenverantwortlich.

Und dann kommen natürlich jene hinzu, die aufgrund ihres selbstbewussten Auftretens die Massen begeistern und durch das Sammeln von Suggestiv-Kräften von dieser wiederum bestärkt werden. Sie scheinen erlöst, glücklich und beinahe vollkommen zu sein.
Allerdings immer nur so lange, wie du nicht hinter die Kulissen schaust und schauen kannst – oder es vielleicht gar nicht (mehr) willst?

Hat dich vielleicht der Geist des Hochmuts bereits erfasst und du hältst dich selber für eine hohe Inkarnation?

Will doch in diesem Wahn-Spiel jeder ein großer Geist sein und insgeheim denkt natürlich jeder von sich selbst am Größten! Eine Denkweise in der Übermenschen auf Untermenschen herab schauen wie es die Geisteshaltung im „Dritten Reich“ beinahe noch übertrifft!

Höher entwickeltes und weniger hoch entwickeltes Leben. So klassifizieren – wenn auch unausgesprochen – jene ihre Mitmenschen, die sich aufgrund ihrer „scheinbar“ unzähligen Inkarnationen als etwas Besseres wähnen!
Erkennst du nicht, dass so eine Gesinnung zutiefst herzlos und menschenverachtend ist?

„Der und der muss noch leiden, weil er ein niedrige Inkarnation ist. Hilfeleistung wäre sogar schädlich, weil er so nicht reift.. . “ Diese und ähnliche herzlose Worte aber dafür eingepackt in viel Licht und Liebe gedönns!

Es ist das was in der Bibel mit der Bezeichnung: „Engel des Lichts“ genannt wird. Des falschen Lichts, des Lichts der Verblendung, weil ihre Verstellkunst, besonders „liebevoll“ zu erscheinen, ihr Erkennungsmerkmal ist.

Jeder, der einem „höheren Selbst“, einem „göttlichen Funken“ oder „göttlichen Geist“ in sich huldigt, gehört diesem Geist und diesen Geistern an – ausnahmslos! Ihre Auswirkungen im Leben sind Fluch und Unfreiheit in unzähligen Variationen! Ebenso ausnahmslos ist auch jeder davon betroffen, der sich nicht ganz bewusst davon freispricht. Und davon freisprechen kann wahrlich nur der wahre Gott. Der persönliche und liebende Gott!

Den Gott, den vielfach leider auch die Kirchen nicht erkennen, sondern ebenfalls den Weg zu IHM verbauen. Den wahrhaften Erlöser Jesus Christus! ER darf völlig neu entdeckt werden! Das ist seine versprochene Wiederkunft! Und ER sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr die Reben. Der Bleibende in mir und ich in ihm, dieser trägt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun“ (Joh.15,5). Wohl dem der dies erkennt, lebt und bezeugt!

lebenslebendig

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lebenslebendig

seit mehr als 25 Jahren bin ich auf meinem spirituellen Weg der durch viele esoterische Richtungen wieder zurück zum Christentum geführt hat. All die Jahre hindurch hat mich das Studium sämtlichen Schriften aus dem Urchristentum nie losgelassen. Mir geht es inzwischen absolut wie in dem Gleichnis von dem Schatz im Acker oder dem, der DIE Perle gefunden hat: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ ( Matth. 13,44-45)

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