Der innere Sinn im Wort Gottes

Hast du schon mal in der Bibel gelesen?

Oder gehörst du zu denen, die im Vorhinein davon ausgehen, dass sie verfälscht sein muss und machst dir gar nicht erst die Mühe?

Die weisen Menschen in alter Zeit des frühen Mesopotamien und auch des frühen Ägyptens sowie in den Anfängen der Mesoamerikanischen Mayas und vieler weiterer hochentwickelter Kulturen hatten alle eines gemeinsam:

Sie hatten noch die erstaunliche Fähigkeit tiefe Erkenntnisse und Weisheiten in Gleichnissen und bildlichen Entsprechungen darzustellen!

Dies ist die Fähigkeit, geistige Wahrheiten in bildlichen Zusammenhängen auszudrücken, welche diesen tatsächlich entsprechen.

Uns ist diese geistige und spirituelle Art zu denken so sehr verloren gegangen, dass wir allenfalls noch bei Märchen oder Sagen auf die Idee kommen, dass dort vielleicht ein tieferer, innerer Sinn verborgen liegen könnte. Und das Wort Gottes, wie wir es nennen, nehmen wir wortwörtlich? Ihm trauen wir keinen geistigen, inneren Sinn zu?

Wenn Paulus so treffend in 2.Kor. 3,6 sagt: „Der Buchstabe tötet, der Geist ist es, der lebendig macht.“
Was hat er dann wohl damit gemeint?

Wir verhalten uns in Wahrheit mit der Bibel und ihren Texten ähnlich wie eine Gruppe Kinder der 1. Schulklasse die das gekritzel der zuvor in der Klasse befindlichen Oberstufe auf der Tafel vorfinden – nichts verstehen aber sich allenfalls darüber lustig machen.

Als einziger in der gesamten Weltgeschichte und Weltliteratur der westlichen Welt hat diesen Zusammenhang von Geist und Schrift und dass sich Gott durch sein Wort in zeitlosen Entsprechungen ausdrückt, wohl Emanuel Swedenborg aufgezeigt. Ausdrücklich verweist er dabei auf seine Berufung durch Jesus Christus und wie er daraufhin sein ganzes Leben dieser Aufgabe gewidmet hat. Sofort wurde er damit von einem der angesehensten Wissenschaftler seiner Zeit, zu einem verfolgten und verspotteten Geistseher diffamiert. Besonders von der Kirche – und das bis heute!

Aber wie Swedenborg den inneren Sinn unzähliger Schriftstellen in der Bibel aufzeigt ist selbstredend und unzählige schwierige Schriftstellen werden so erst wirklich verstanden.

Wenn da z.B. in den Psalmen geschrieben steht, dass Berge hüpften wie Widder und Hügel wie junge Schafe, dann müsste es eigentlich offensichtlich sein, dass man dies nicht wortwörtlich zu verstehen hat, oder?
Aber auch bei so unzählig vielen anderen Stellen, von denen man z.B. annimmt, dass Gott ein blutrünstiger Gott sei, der zürnt, mordet und straft. Dies alles, weil man diese Texte nicht auf geistig-seelischer Ebene, sondern nur wortwörtlich und profan versteht. Gleichzeitig aber beteuert, es sei das Wort Gottes.

Dabei ist dies alles in perfekter, göttlicher und bildhafter Sprache der Seele zum Ausdruck gebracht und welche Kämpfe sie auf ihrem Weg zu Gott auszufechten hat. Noch am ehesten vergleichbar mit dem vertieften Verständnis der Symbolik in einer professionellen Traumdeutung. Jeder Begriff und jede Gestalt und auch ganze Völker haben eine geistige Bedeutung!

Ein Beispiel will ich anführen, weil es gerade für unsere Zeit so bezeichnend ist:
Im Alten Testament in Joel 3,4 steht: “.. die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn da kommt der große und erschreckende Tag des HERRN“.
Auf diese Stelle bezieht sich Petrus in Apg. 2,14-21 viele Jahrhunderte später. Und zwar nach der Kreuzigung Jesu und seinen ersten Auftritten mit den verbleibenden Jüngern in der Öffentlichkeit. Er sagt, dass sich diese Stelle soeben erfüllt habe!

Hat sich etwa in der Zeit der Apostel die Sonne in Finsternis verwandelt und der Mond in Blut?
Nein, Petrus, vom Hl. Geist erfüllt erkannte den tiefen, geistigen Sinn dieser Stelle und konnte sie auf seine Zeit hin deuten.
Nun kommt diese Stelle aber auch in Mt. 24,29 vor, wo Jesus sie in Bezug auf SEINE Wiederkunft anführt und sagt: “Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.”
Seit 2000 Jahren lesen die Christen nun dieselbe Stelle und kommen nach wie vor nicht auf die Idee, diese geistig zu verstehen? Esoteriker vermuten einen Polsprung und fundamentalistische Christen warten auf ein äußeres Naturphänomen, obwohl Jesus in Joh. 6,63 sagt: “Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.”

Worte die weder von Christen noch von Esoterikern verstanden werden. Warum?
Weil eben unter “Sonne” die Liebe, unter “Mond” der Glaube der sich verdunkelt und unter “Sterne” tiefe Erkenntnisse verstanden werden, die vom Himmel fallen, bzw. im Menschen nicht mehr vorhanden sind!

Diese Zeit ist JETZT und erfüllt sich wieder vor unseren Augen! Und wieder schauen wir auf die Bibel herab, als wären dies damals primitive Gottesvorstellungen gewesen oder Theologen glauben, dies seien Annahmen einer patriarchalen, primitiven Kultur gewesen.

Dabei bezeugen alle, die das so sehen auf paradoxer Weise genau den Sinn und Inhalt dieser Bibelstelle – ohne es je selber zu erkennen und zu verstehen.

Das ist die unfassbare größe Gottes und SEINES Wores worüber Jesus mit den Worten frohlockt: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast“ (Mt. 11, 25-27)

Diesen Unmündigen, deren Herzen wieder geöffnet sind, offenbart ER es heute wie damals und sie können diese Worte verstehen!

Die ältesten Verehrungen Gottes gehen auf die Anbetung der Sonne zurück. Wer aber glaubt, dass diese Menschen so primitiv gewesen wären, dass sie glaubten, die Sonne sei Gott – der irrt sich. Erst später kamen dann die Götzendiener, die den geistigen Sinn dieses Vergleiches nicht mehr verstanden und die Sonne an sich anbeteten.

Die Menschen damals aber konnten in ihrem Herzen fühlen, dass die Liebe und Weisheit Gottes sich in Licht und Wärme der Sonne in perfekter ENTSPRECHUNG ausdrückt. Sie sahen darin nicht nur ein Bild, sie waren sozusagen im Bilde.

Sind wir das heute noch?

Wie sich die Sonne zur Erde und allem was wächst und gedeiht verhält, so verhält sich die göttliche Liebe und Weisheit tatsächlich zum Menschen und seinem geistigen Wachstum. Daraus konnten sie also alle Weisheiten ableiten und wer geöffnete Augen dafür hat, – kann es auch heute noch.

Wir können dies heute wieder durch Jesus Christus! Die Urchristen, welche das Entsprechungswissen noch hatten, bezeichneten daher Jesus auch als den Logos Gottes! Logos war für sie bei weitem nicht das, was wir heute gemeinhin mit „Wort“ übersetzen, sondern eben genau diese Entsprechung der äußeren, natürlichen Welt, zur Geistigen! Sie wussten und erkannten, dass alle Dinge, ja die ganze Welt in Entsprechung auf IHN hin deutet!

Aber davon wissen wir heute kaum noch was. Am allerwenigsten scheinbar diejenigen, die sich heute Christen nennen. Sie legen das Wort Gottes so profan wie möglich aus. So, als hätte es in den letzten Jahrhunderten einen Wettbewerb gegeben, wer das Wort Gottes am primitivsten und buchstäblichsten auslegen kann.

Die frühen Christen der ersten 2 Jahrhunderte taten dies jedenfalls nicht. Im Gegenteil, wie man in den vielen Schriften der sogenannten frühen „Kirchenväter“ nachlesen kann. Denn ihr Sinn und ihr Herz waren dem Geistigen und Überirdischem zugewandt. Sie waren im Herzen sehend und nicht blinde Blindenführer.

Sie wussten, was es heißt, dass der Buchstabe bzw. das buchstäbliche Verständnis tötet. Ihr Sinn war dem Logos Gottes, war wirklich Christus zugewandt! Und daher war ihr Blick nicht an den Buchstaben verhaftet und gebunden, sondern vom Geist Jesu erfüllt und zum Himmel erhoben – der ihnen nicht verschlossen war.

Ganz gegensätzlich ist es heute. Die Verlaufsrichtung scheint umgedreht. Der Blick nicht zum Himmel erhoben, sondern zur Erde gerichtet. Und die entsprechende Weltanschauung verkehrt nun das Geistige ins Primitive. Am Ende gibt es so nur noch Götzen und nur noch profane und materielle Fehlschlüsse aus denen alle Irrtümer hervorgehen die biblisch begründet werden.

Aber da stehen wir heute. Christen ebenso wie Esoteriker. Letztere studieren die naturwissenschaftlichen Dinge und sprechen von Quantenphysik und der modernen Physik und schließen so auf das Geistige.

Wie soll das funktionieren? Wie soll man das Frühere über das Spätere finden? Wie die Ursache über ihre Wirkung?

Im übertragenen Sinn kann so ein Ergebnis nur sein, wie z.B.: Dass ich eine Glühlampe mit 10000 Watt installiere und mich davon bestrahlen lasse, um erleuchtet zu werden. Oder dass ich mich einer enormen Temperatur aussetze, um von Liebe durchdrungen zu werden!

Ganz ähnlich sind die Fehlschlüsse jener, die entstehen, wenn sie auf die Dinge der Natur blicken und Rückschlüsse auf Gott ziehen. Sie öffnen das Herz nicht, sondern es kommen falsche Weltanschauungen heraus die auf Abwege führen.

Weil eben das Geistige das eigentliche Leben ist und das Materielle nur eine ENTSPRECHUNG dazu!

Gott ist seit aller Zeit ein Gott der Offenbarung! Und nur ER kann das Herz öffnen. Er offenbart sich jedem einzelnen Menschen, der guten Willens ist. Und erst wenn das Herz wieder geöffnet ist, wird die Ordnung wieder erkannt und die falsche Ordnung, die auf den Kopf steht, wird wieder richtig gestellt.

Erst müssen Herz und Augen geöffnet sein, erst dann kann gefühlt und gesehen werden – niemals umgekehrt.

Und nur so wird auch die Heilige Schrift und ihr innerer Sinn wieder erkannt.

Der Weg dahin mag durch noch so viele Irrtümer führen. Denn es gibt viele, die uns  pausenlos ihre primitiven Weltbilder verkaufen wollen.

Aber es erweist sich die Verheißung Jesu als wahr: „Wer sucht, der findet!“ Denn wer aufrichtigen Herzens ist, wird nach und nach alles wieder in Frage stellen, was im vorgegaukelt wird und wurde. ALLES! Bis er sich wieder umwendet – immer wieder, zu Jesus Christus! Damit die Verlaufsrichtung immer wieder stimmt

Daher ist es auch nicht an mir zu überzeugen. Denn derjenige, der ein offenes Herz hat, wird jeden anderen erkennen, der es auch hat. Und das genügt mir.

Ich glaube daran, dass in Jesus von Nazareth Gott Mensch geworden ist! Und ich fühle zuinnerst, dass diese Erkenntnis allem voran DIE Sache eines offenen Herzens ist!

So viele das auch leugnen mögen und ich jene regelrecht rufen höre, die von unten nach oben interpretieren: Warum war er dann ein Mann und keine Frau – oder androgyn? Warum nennt ER Gott seinen Vater und nicht Mutter? Und viele weitere unzählige Märchen, die tagtäglich geboren werden, wie jene, von aufgestiegenen Meistern und dass Jesus auch nur einer von ihnen ist.

Ich weiß nur eins: Die, die alles fehlinterpretieren, werden dies auch weiterhin tun.

Jesus selbst hat indes alles längst aufgeklärt. Er bezeichnet sich vielfach in den Evangelien als den „Bräutigam“ und die „Ecclesia“ (wortwörtlich: „die Herausgerufene“) als seine Braut.
Aus Ecclesia wurde später Kirche und eine Gemeinschaftszugehörigkeit. Das ist aber damit überhaupt nicht gemeint. Gemeint sind, wie gesagt, die „Herausgerufenen“.

Diese allein sind in der Entsprechung der „Mutter“ oder auch die „Braut“ und allein Gott ist der „Vater“ oder auch „Bräutigam“. Denn was sie alle gemeinsam haben ist: Dass Gott sich ihnen offenbart hat!

Denn ER, Jesus, der Logos Gottes allein ist es, der die Herzen öffnen und die Braut heimführen kann! Verstehst du diese Entsprechungsworte?

 

lebenslebendig

Veröffentlicht von

lebenslebendig

seit mehr als 25 Jahren bin ich auf meinem spirituellen Weg der durch viele esoterische Richtungen wieder zurück zum Christentum geführt hat. All die Jahre hindurch hat mich das Studium sämtlichen Schriften aus dem Urchristentum nie losgelassen. Mir geht es inzwischen absolut wie in dem Gleichnis von dem Schatz im Acker oder dem, der DIE Perle gefunden hat: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ ( Matth. 13,44-45)

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