Die esoterisch- gnostischen Wurzeln der Frauenfeindlichkeit

Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, dass die Abwertung der Sexualität und Weiblichkeit aus dem Christentum stammt und dort seinen Ursprung hat.

Vielmehr ist das genaue Gegenteil der Fall.

Dies kann man aber nicht erkennen, wenn man nicht weiß, dass erst in späterer Zeit viele gnostische Ideen in das Christentum eingedrungen sind, welche dies beinhaltet haben und wenn man im Weiteren nicht weiß, dass die Abwertung der Materie und der Körperlichkeit mit der Abwertung von Sexualität und Weiblichkeit in einem engen Zusammenhang stehen.

Doch dazu später mehr.

Fakt ist, dass die heutigen christlichen Kirchen, ob Katholisch, Evangelisch oder Freikirchlich von einer sehr abwertenden Haltung, vor allem gegenüber der Sexualität geprägt ist, welche nur noch ausgehend von der Gnosis, inzwischen vielmehr mit einer „Verkopfung“ des Glaubens zu tun hat dessen Grundtenor ist:
Die Welt und die Menschen sind unheilbar böse und verdorben. Das Ausmaß der Verdorbenheit sei so groß, sagen sie, dass weder gute Handlungen noch eigene Bemühungen der Liebe unter Anbindung an das Göttliche daraus befreien können, sondern nur der Glaube. Der Glaube an die Kirche und deren Macht (Absolution). Weitergeführt in der Evangelischen Kirche und in den Freikirchen durch das lutherische „allein durch Glaube“ (sola fide), welches das selbe aussagt.

Allein der Umstand, dass noch kaum jemand an die Kirche glaubt, mildert das nur wenig ab. Denn diese Haltung hat unsere Kultur über Jahrhunderte hindurch gebrägt und prägt uns unbewusst weiter. Nach wie vor ist es in uns verankert ein möglichst asketisches und arbeitsreiches Leben zu führen, und sich den Verführungen der Welt, vor allem der Sexualität und der Frau als Verführerin, zu entziehen und zu entsagen.

Das Kalkül der Kirche als sie im frühen Mittelalter am Zenit ihrer Macht war, war klar. Schneide den Menschen von der Erde, der Natur, ab indem du die gesamte Schöpfung nicht Gott, sondern dem Teufel zuschreibst und er verliert seine natürlichen Wurzeln.

Askese und möglichst viel Arbeit lässt ihn dann nur mehr über das tägliche Überleben nachdenken und die Verteufelung der Sexualität, verbaut ihm schließlich den Zugang zur Gefühlswelt, zur Intuition und Anbindung nach oben. Anstelle schöpferischer Fähigkeiten treten Schuldgefühle, Abhängigkeiten und Orientierungslosigkeit. Kurzum, genau die Art von Menschen, welche die Kirchen braucht um ihre „Schäflein“ auf Dauer von ihnen abhängig zu machen.

Dann kam die Zeit der Aufklärung und der Glaube schien plötzlich für viele als überholt. Aber mit der verständlichen Ablehnung der Kirchen schüttete man sozusagen das „Kind mit dem Bade“ aus. Der Mensch scheint doch zutiefst religiös bzw. spirituell zu sein. Sexuelle Revolution und Frauenbewegungen und eine massenhafte Hinwendung zu östlichen Religionen waren das Ergebnis. Ein Freiheitskampf gegen die Abwertung der Weiblichkeit, der Sexualität und der Engstirnigkeit begann.

Wer heute noch das Wort Christentum in den Mund nimmt, gilt nach wie vor als Verräter an diesen Freiheitswerten.

Aber das Pendel ist längst in das andere Extrem ausgeschlagen. Und wie so oft, ist das dann nur wieder die Kehrseite der selben Medaille. Was entstanden ist, ist ein neuer Fundamentalismus in den christlichen Kirchen auf der einen Seite und ein neues aufflammen der Materie-Feindlichkeit in der Esoterik und NewAge Bewegung, aufgrund der Vermischung mit östlichen Philosophien, auf der anderen Seite.

Vor allem die Demiurgen-Lehre der oben erwähnten Gnosis feiert pseudo-wissenschaftlich und pseudo-physikalisch unterlegt ihre Renaissance. Der Kern dieser Lehre ist schnell erklärt: Man geht in der Regel von einem ur-geschaffenen Erzengel Luzifer aus, der aufgrund seines „Aufstandes gegen Gott“ vom Himmel gestürzt wurde und dadurch die materielle Welt entstand.

Dieser einst helle Geist (Luzifer) und dessen Abwendung von Gott führte sozusagen zu einer Verhärtung und Verdichtung bei ihm, was die Materie entstehen ließ. Daher auch die Auffassungen in manchen spirituellen Zirkeln von einem „guten“ und einen „bösen“ Gott.

Neuerdings wird diese Idee eher physikalisch unterlegt und sieht dann in etwa so aus: Eine urgeschaffene Energie ist zunächst (Licht = Energie) und die Reduktion des Schwingungsniveaus führte zur Entstehung der Materie (gefrorener Geist) um Selbsterkenntnis-Prozesse (Ego = niedere Energie, weil das Kreisen um sich selbst, was gleichgesetzt wird mit Erkenntnis) zu ermöglichen.

Wieder andere plappern einfach nach, was sie in ähnlicher Weise hören oder lesen. Und glauben ohne näher darüber nachzudenken „nur“ an die eigene Göttlichkeit und dass ihr göttlicher Geist ein Funken aus dem unendlichen Meer des göttlichen Geistes ist, der in der „bösen“ Materie gefangen, verhaftet, verdunkelt oder zumindest in einem völlig eingeschränkten Bewusstsein (Matrix) gehalten wird.

Gemeinsamer Grundtenor ist: Dass es die Materie zu überwinden und zu transformieren gilt.

Das gilt damit auch für den Körper aber auch für die Weiblichkeit und die Sexualität. Auch ihr wohnt unbewusst mit dieser Weltanschauung etwas Niedriges und Abwertendes inne, welches es auf dem Weg zum Geist zu überwinden gilt. Diesmal nur unter dem Banner der vermeintlichen Freiheit und Selbstverwirklichung abseits der kirchlichen Moralvorstellungen ohne zu erahnen, dass sie einmal im Kreis herum in der selben Abwertung endet.

Solange das aber so ist, wird es nie einen Frieden zwischen den Geschlechtern und damit in der Natur und in der Welt geben!

Diese Vorstellung der Gnosis (Selbsterlösung durch Erkenntnis der eigenen Göttlichkeit) und damit auch die Vorstellung vom Aufstieg und der Erlösung der Materie, wie einige apokryphe Schriften, die Nag-Hammadi-Schriften und Teile der Qumran-Rollen bezeugen, entwickelte sich nach der Auferstehung Jesu regelrecht zu einer Gegenbewegung heraus um, so scheint die Absicht, das „Licht der Welt“ und SEINE Erlösertat wenn möglich wieder zu verdunkeln.

Die zugrundeliegende Hauptanschauung damals wie heute ist das „Gott-sein-wollen“ des Menschen. Daraus resultiert dann die Selbsterlösungs-Lehre, die Vorstellung eines „höheren Selbst“, eines „göttlichen Bewusstseins“ bzw. des „göttlichen Funkens“ oder „göttlichen Geistes“ in uns, welcher in der Materie gefangen ist.

Damit bildete diese Vorstellung nicht nur eine etwas abgewandelte Lehre, sondern den Gegensatz zum jüdisch-christlichem Erlösungsverständnis, der ersten Apostel um Jesus Christus und der jungen Christengemeinde, ab. Jener, die noch Zeugen der Kraft und Weisheit waren die aus der Anerkennung Gottes durch Jesus Christus und deren echter Hingabe und Demut entsteht: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir, der in meiner Schwachheit mächtig ist“.

Die ersten Christen (und das beginnt schon bei Johannes, dem sogenannten „Lieblingsjünger“ Jesu) erkannten dies und bezeichneten diese Lehren als den „Gegenchristus“ nicht weil sie polemisieren wollten, wie es heute geschieht, sondern weil sie aufmerksam machen wollten, dass diese Vorstellung dem Glauben an Jesus Christus diametral entgegenläuft. Also eine echte entgegengesetzte Richtung darstellt, die sie mit Anti-christlich zurecht bezeichneten. Wohl wissend, dass auch die Gnostiker Jesus verehrten. Aber nur als Lehrer und Wiederbringer der Selbsterlösungslehre. Daher bestritten diese, dass ER tatsächlich am Kreuz gelitten hat (Doketismus).

Es machte die Vorstellung eines echten Erlösers nach ihrer Überzeugung ja auch keinen Sinn.

Die Anmaßung der Selbsterlösung ähnelt stets dem bekannten Bild von Münchhausen, der sich selber am Schopf aus dem Sumpf zieht. Aber der Größenwahn sich das Göttliche selber zuzuschreiben hat immer dann ein Ende, wenn das Leben zeigt, dass es auf diese Weise nicht aufgeht. Das „Damoklesschwert des Fluches“ bleibt sozusagen über einem hängen. Was bleibt auch von einer Spiritualität, wenn ihr das Merkmal echter Hingabe und Demut fehlt?

Darüberhinaus vermindert die Selbsterlösung und das Kreisen um sich selbst jeden echten Austausch und jede intensivere Kollusion zwischen den Geschlechtern.

Man muss wissen, die Wechselwirkung der Geschlechter oder auch zu anderen Menschen ist, von dieser Logik her, auch weder wichtig noch entscheidend, ja letztlich störend. Zumindest jeder Austausch der mehr sein will als wiederum die gegenseitige Ermahnung, sich selbst zu lieben, bis hin, sich selbst zu erlösen!

Wo echte Partnerschaft und echter Austausch erst anfängt, ist er hier schon zu Ende.

Der endlos narzisstische und das Ego aufblähende Tanz um das goldene Kalb (welches sinnbildlich für das „selber Gott sein“ steht), geht dabei immer nur scheinbar in neue Bahnen, aber doch nur selben Kreis – und es wäre schön, wenn am Ende dieses „Rausches“ nur ein riesiger Kater zurückbleiben würde und nicht oft ein Leben voller Beziehungsabbrüche, welches nicht selten sogar im Selbstmord endet.

Von diesem Tanz und dieser „Berauschtheit“ ist längst kein kleiner Teil der Eso-Szene betroffen, sondern inzwischen praktisch ausnahmslos die gesamte Esoterik und NewAge-Szene, deren besonderes Merkmal nicht von ungefähr auch die Beziehungsunfähigkeit ist.

Für alle aber die in diesem endlosen Reigen der Selbsterlösung inzwischen liegen geblieben sind – während die Anderen egoistisch und munter über sie hinwegtrampeln, – noch eine Sicht, die so einfach wie urchristlich und erlösend sein kann:

Die materielle Erde ist neutral, sie ist weder gut noch böse und sie ist auch kein verdichteter göttlicher Geist, der in seiner Schwingung wieder angehoben oder gar erlöst werden müsste. Sie ist eine Entsprechung zum Geistigen und kein „schlechterer“ Geist.

Im Gegenteil. Unsere Erde ist eine „Pflanzschule-Gottes“ und ganz und gar Gottes gute Schöpfung!

Dafür braucht es nichts weniger als einen Aufstieg in eine „5. oder 12. … Dimension“ oder eine Erhöhung der Schwingung bis hin, dass sich diese wunderbare Schöpfung in Geist auflösen sollte.

Das Einzige was es aber hierfür braucht, ist sehr wohl eine Erhöhung der Liebe von erkalteten Herzen aufgrund des immer noch mehr zunehmenden Egoismus auf dieser Welt (nicht zuletzt aufgrund des Selbsterlöser-Wahns)! Und ein liebe- und hingabevolles Herz an den persönlichen und einzigen Gott, Jesus Christus, der der Friede und die Liebe selbst ist!

Der dich durch und durch fühlen und erleben lässt, dass ER tatsächlich auch heute noch alles unter Kontrolle hat, dass ER tatsächlich das Alpha und Omega ist und nur ER den Fluch einer falschen Weltanschauung mit der ganzen Folge von Besessenheiten und unerträglichen Lasten von uns nehmen kann!

Übergib IHM, der LIEBE, dein Leben und lass dich darauf ein „nur“ Gefäß für die durchfließende Liebe Gottes sein zu wollen (es war eh nie anders) und reinige dieses Gefäß, welches voll ist vom Selbst-Gott-sein wollen und seinen Dämonen und werde wieder Kind… lerne wieder was Demut und Hingabe heißt und was es heißt, die Knie zu beugen und um Vergebung zu bitten. In IHM ist nie eine Anklage!
Wenn Jesus in dein Leben tritt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Denn ER ist die wahrhafte und pure Liebe!

Hier sollte eigentlich der Schlusspunkt stehen.

Aber eine Frage scheint in diesem Zusammenhang noch offen: Was hat es nun mit dem Übergang in das Wassermanns-Zeitalter auf sich und dem allgemeinen Umbruch, welcher statt zu finden scheint?

Das endende Fische-Zeitalter war das „Offenbarungs-Zeitalter“. Und tatsächlich war das gesamte Fische-Zeitalter auch von Offenbarungen geprägt.

Aber jedes Zeitalter hat seine Blüte- oder Hochzeit und fällt danach in seinen Gegensatz ab. Der Gegensatz des Fische-Zeitalters ist vereinfacht gesagt, die heute vorherrschenden christlichen Kirchen mit allen ihren irrtümlichen Ausprägungen.

Dass tatsächlich jedes Zeitalter in seinen Gegensatz abfällt, ist wenigen bewusst. Daher ist es weder dienlich noch förderlich auf das Wissen anderer, alter Kulturen, zurückzugreifen die ebenfalls ihre Blütezeit längst hinter sich haben.

Ein einfaches Denkbeispiel klärt dies auf: Nimm alles was du von der katholischen oder evangelischen Kirche weißt (in ihrer dunkelsten Geschichte bis jetzt) und verkehre es in das genaue Gegenteil: Du wirst das Urchristentum in seiner Blüte sehen!

Gott ist offenbar geworden. Diese Wahrheit bleibt und wird nie ganz verdunkelt werden können, im Gegenteil, sie wird jetzt im Wassermanns-Zeitalter in einer neuen und ganzheitlichen Blüte erstrahlen!

Das Wassermanns-Zeitalter ist das Informations-Zeitalter. Es wird davon geprägt sein (und ist es bereits), dass es überall hin Licht ins Dunkle bringt. Dass alles was verborgen war, alles was im Dunklen gedacht, geplant und beabsichtigt wurde, erkannt wird. Und damit nicht zuletzt, dass auch alle Fehlprägungen, die es im Christentum gab, offenbar werden.

Es wird damit eine neue, umfassendere und ganzheitlichere Spiritualität möglich werden, aber auch die immense Gefahr in der Mittelmäßigkeit und Überflutung der Informationen stecken zu bleiben.

Das Wassermans-Zeitalter und seine Herausforderungen haben somit längst begonnen.

Während alte Götter und uralte Religionen wie aus ihren Gräbern zu neuem Leben erwachen und noch erwachen werden, so wird auch der „Offenbarungs-Gott“ der Christen, der einzig wahre Gott, Jesus Christus, nicht nur neu „erwachen“ sondern in einem ganzheitlichen, tiefen Geistigen Sinn, offenbar werden! Das ist fürwahr eine andere Dimension und das ist auch gemeint, mit SEINER Wiederkunft!

Die Bandbreite an Wissen und Möglichkeiten wird nie höher sein als jetzt, aber auch die Gefahr davon überflutet zu werden und in der Orientierungslosigkeit zu enden, wird nie größer sein als jetzt.


Laufe nicht Gefahr vor lauter Informationen jemand zu werden, der lesend nicht liest und hörend nicht hört, sondern überflutet und eingelullt wird und damit „schläft“, anstatt zu wachen, wie Jesus für diese Zeit anmahnt. Denn SEINE Wiederkunft ist wahrhaftig das unfassbar größte Ereignis UNSERER Geschichte!

Veröffentlicht von

lebenslebendig

seit mehr als 25 Jahren bin ich auf meinem spirituellen Weg der durch viele esoterische Richtungen wieder zurück zum Christentum geführt hat. All die Jahre hindurch hat mich das Studium sämtlichen Schriften aus dem Urchristentum nie losgelassen. Mir geht es inzwischen absolut wie in dem Gleichnis von dem Schatz im Acker oder dem, der DIE Perle gefunden hat: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ ( Matth. 13,44-45)

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