Was ist Glück?

Was ist Glück? Womit und wodurch wird man im Leben glücklich?

Was ist Zufriedenheit? Und was heißt es inneren Frieden zu haben?

Vielleicht hast Du es selber schon bemerkt. Selbst das Streben nach lauteren Dingen, wie „etwas zu erreichen“, „Ziele zu haben“, „sich weiter zu entwickeln“ beinhaltet noch keineswegs eine Garantie glücklich zu sein oder zu werden. Wir glauben, wenn wir das erreichen, was wir lange angestrebt haben… seien es materielle Dinge oder selbst tiefere Wünsche auf seelischer- und geistiger Ebene wie Familie, Beziehung, Kinder, Freunde und spirituelle Entwicklung – dann müssten wir doch glücklich sein! Oder?
Aber Glück scheint irgendwie etwas zu sein, was relativ unabhängig von all diesen Dingen besteht von denen wir ständig glauben, dass sie uns glücklich machen.

Dem wollen wir mal nachgehen. Es ist ja nichts unerhebliches. Schließlich bringt uns ja alles nichts, wenn wir das Wichtigste nicht haben oder erreichen, nämlich, – glücklich zu sein.

Wir sind in unserer westlichen Kultur regelrecht darauf getrimmt zu glauben, dass man das Glück erstreben, erlaufen und er-hetzen kann, ja muss! Und hinterfragen das noch nicht mal!

Was für ein kolossaler Irrglaube!

Dermaßen auf unsere Wünsche konzentriert und die Erfüllung dieser als Glück annehmend, merken wir gar nicht, dass vielmehr das Wünschen an sich oft unglücklich macht!

Wenn du einen Menschen fragst, ob er glücklich ist oder nicht, dann kannst du es genau daran erkennen. Frage ihn nach seinen Wünschen… frage ihn danach, wie groß das Maß seiner unerfüllten Wünsche ist – und du erkennst – das Maß seines Unglücklichseins!

Und dabei unterscheide ich bewusst nicht, ob das „hohe“ und „ehrbare“ Wünsche sind oder ob das nur sehr materielle Wünsche sind. Freilich zeigt sich auch darin noch ein stärkeres Maß an Unzufriedenheit, wenn es auch noch sehr äußerliche und oberflächliche Wünsche sind.

Aber es ist im Grunde nicht anders wie bei jeder Sucht!

Süchtig nach Glück, könnte man uns Durchschnittsyankees also nennen. Denn das Streben nach Glück scheint die einzige legale Sucht zu sein, die uns wahrscheinlich am allermeisten unglücklich und abhängig macht, aber die wir am allerwenigsten als solche erkennen!

Hat sich unser Wunsch erfüllt, erleben wir den Glücksmoment, haben wir das „High-Erlebnis“ welches mit seiner Erreichung stark abflaut und wir am Ende noch tiefer sinken und noch deprimierter und unglücklicher sind. Warum? Weil wir jetzt merken, dass uns selbst die Erfüllung einen lang gehegten Wunsches nicht glücklicher machen konnte.

Jesus Christus sagt irgendwo im Neuen Testament diesen erstaunlichen Satz dazu. Er sagt: „Eure Art von Frieden lasse ich euch, aber meinen Frieden gebe ich euch“.

Was bedeutet das? Viele legen das so aus, als würde Jesus mit „unserer“ Art von Frieden den Frieden in der Welt meinen… das nicht vorhanden sein von Krieg also.

Andere denken, es sei damit der Friede mit den Mitmenschen, der Familie und dem privaten Umfeld gemeint. Dass man mit niemanden im Streit lebt und so.

Das mag alles zutreffen, aber ich glaube, mit „unserer Art Frieden“, die er uns lässt, meint Jesus genau diese oben genannte Art unserer Glück-Suche!

Er lässt sie uns, weil es wahrscheinlich das einzige ist was uns am Leben erhält und uns Halt gibt, wie ein Ertrinkender, der sich an einem Strohhalm festhält, – wie traurig eigentlich.

Aber was ist dann mit SEINEM Frieden, den ER uns geben will und warum finden wir ihn so oft nicht?

Eventuell, weil es ein regelrechter Gegensatz zu dieser Art von Glücksuche ist?
Kann Zufriedenheit – und dieses Wort beinhaltet das Wort „Frieden“ ja schon, – vielleicht nur derjenige im höchsten Maß bekommen, erhalten… der sein Herz frei gemacht hat, von dem „Wünschen müssen“?

Jesus ruft: „Kommt her zu mir, alle, die ihr Mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“!

Sind wir nicht Mühselig und beladen von den unerträglichen Bürden, die wir uns auflasten um „irgendwann“ glücklich zu sein? Dabei aber ständig nur weitere, unerfüllte Wünsche, erzeugen im hinterherrennen- und hetzen nach Glück?

Der Mensch, der IHN in seinem Herzen hat, erkennt nicht nur, dass ihm alle Dinge zum Besten dienen, er bekommt auch ein ganz neues Herz der Demut, Bescheidenheit und Vernunft.

Und, er ist von IHM in Liebe angenommen und aufgenommen, was ihm allein ermöglicht aus dem alten Mangeldenken auszusteigen und in die wahre Fülle zu kommen!

Vernunft gepaart mit Weisheit erkennt zutiefst, dass ein „Mehr“ nicht unter allen Umständen gut ist. Im Gegenteil. Weniger ist tatsächlich oft mehr.

Aber „weniger“ heißt in diesem Fall keineswegs Mangel zu leiden oder zu entbehren, sondern vielmehr Leichtigkeit zu erfahren.

Niemand kann sich diesen Frieden selber geben oder mit irgendwelchen spirituellen Praktiken oder Weltanschauungen erarbeiten oder sonst wie erwerben. Er ist nur enthalten in der völligen Hingabe und Selbstaufgabe an Jesus Christus. Daher ist es SEIN Friede, den nur ER geben kann.

Wer wirklich nach Weisheit strebt, erlebt eine Bewährungsprobe nach der anderen… und wer wirklich nach wahrer Liebe strebt, weiß, dass das Wesen der Liebe mit tiefsten Schmerzen einhergeht. Ein Sterben und Wiedergeboren werden nach dem anderen… das alles… ist nicht populär für heutige, verweichlichte Glückssucher und esoterischer Selbstverwirklicher!

Aber genau darin und nur darin liegt der wahre Friede des Herzens, der irgendwann so überstrahlend wird, dass selbst das Sterben ein freudiges Sterben wird!

Wer die Wahrheit liebt und die Weisheit zu seinem höchsten Glück erhoben hat, der weiß nicht nur, sondern erlebt, dass er in seine Suche nach Jesus Christus und seinem Wort seine Erfüllung gefunden hat.

Und wenn er die ganze Welt verlöre und alles was im sonst noch wichtig und wertvoll ist – er würde dennoch zufrieden sein – denn was er dazu braucht, hat er nun in seinem Herzen. Und dass kann ihm niemand nehmen!

lebenslebendig

Veröffentlicht von

lebenslebendig

seit mehr als 25 Jahren bin ich auf meinem spirituellen Weg der durch viele esoterische Richtungen wieder zurück zum Christentum geführt hat. All die Jahre hindurch hat mich das Studium sämtlichen Schriften aus dem Urchristentum nie losgelassen. Mir geht es inzwischen absolut wie in dem Gleichnis von dem Schatz im Acker oder dem, der DIE Perle gefunden hat: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ ( Matth. 13,44-45)

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