Die Teufelskrücke

Es war einmal ein Apotheker, dessen Geschäfte liefen mehr schlecht als recht da, die Menschen in jener Gegend im Allgemeinen sehr gesund und glücklich waren.
Da überlegte der Apotheker Tag ein Tag aus, was er wohl tun könnte um sein Geschäft einträglicher zu machen. Als er, wie jeden Tag, an die nahegelegene Quelle ging um sein Morgenbad zu nehmen, erschrak er gedankenversunken sehr, als hinter ihm plötzlich ein schwarz gekleideter Mann am Ufer saß, der eine ebenso schwarze Krücke in der linken Hand hielt.
Der Apotheker war kaum aus dem Wasser gestiegen, als dieser ihn auch sogleich harsch ansprach: „Nimm meine Krücke, damit ich mich daran aufrichten kann!“ Der Apotheker griff nach der Krücke und just in dem Moment, als sich die dunkle Gestalt daran aufrichten wollte, entglitt sie ihm auch sogleich aus seiner nassen Hand. Da schrie der wütende Alte: „Kein Wunder, dass dein Geschäft schlecht läuft du ungeschickter Tölpel und Quacksalber!“
Da wurde der Apotheker ungehalten und wollte schon nach der Krücke greifen als sie der wütende Alte sogleich mit eisernen Griff umfasste und der Apotheker erschrocken davon abließ. Da wandte sich der Apotheker angewidert ab und wollte schon seines Weges gehen als ihm der Schwarze hinterher rief: „Verkauf mir deine Seele und du sollst reich sein!“ Der Apotheker hingegen wandte sich erstaunt um und rief; „Ich glaube weder an Gott noch Teufel und ebenso wenig an eine unsterbliche Seele, was willst du mir schon anbieten, du traurige Gestalt!“
Da rief der Schwarze: „Na dann, nur zu, was hast du zu verlieren? Unterschreibe hier und dann wirst du schon sehen!“ Sogleich griff er nach einer alten Pergamentrolle aus seiner schwarzen Jacke und streckte sie dem verblüfften Apotheker entgegen. „Hier unterschreib und ich beweise es dir!“ Da unterschrieb der Apotheker mit einem verschmitzten Lachen und sagte: „Dann nur zu, dann tue was du kannst oder nicht kannst“ und kaum hatte er dieses ausgesprochen, da verschwand die düstere Gestalt mit einem lauten Knall und dem Apotheker wurde kurzzeitig doch ein wenig Angst und Bange.

So lief er den Weg zurück und schüttelte fortwährend den Kopf und murmelte: „Ei was bin ich bloß verrückt, ich muss am helllichten Tage halluziniert haben.“

Am nächsten Tag erinnerte sich der Apotheker kaum noch an diese zweifelhafte Begegnung, von der er auch niemandem erzählte, um nicht als verrückt angesehen oder belächelt zu werden. Draußen vernahm er dabei das übliche Marktgetümmel auf dem nahegelegene Marktplatz, das wie jeden Samstag seinen Lauf nahm. Erst nach einiger Zeit bemerkte er, dass ein Marktschreier besonders laut und eindringlich von sich aufmerksam zu machen schien. Da wurde auch er neugierig und weil ohnehin, wie immer, kein Kunde in seinem Geschäft war, schloss er dies kurzerhand zu und folgte der laut von sich aufmerksam machenden Stimme durch das Getümmel einer inzwischen sehr aufgeregten Menge.
In Hörweite angelangt sah er schließlich einen gut gekleideten Mann mittleren Alters der laut rief: „Wenn ihr euch nicht vorseht, werdet ihr alle von dieser um sich greifenden, neuen Krankheit angesteckt werden und viele von euch werden daran sterben! Soeben wurden im Nachbarort wieder viele Leichen aufgelesen, die diese eigenartigen schwarzen Stellen am ganzen Leib haben…“. Da rief einer, „das ist die Pest!“ Er aber rief zurück, „ja… und nein, es ist viel schlimmer als die Pest, da es eine ganz neuartige und ohne eindeutige Symptome um sich greifende, sehr böse Krankheit ist von der man bisher nur weiß, dass sie sehr ansteckend ist und sich sehr schnell verbreitet!“

Da waren viele schockiert, andere aber meinten, „ach, lass diesen „Schlechtwetterpropheten, es wird schon nicht so schlimm werden.“

Auch der Apotheker wollte sich soeben abwenden, da durchfuhr ihn ein Stich im Herzen als er sah, dass der Herold mit derselben schwarzen Krücke die Bühne verließ, die er gestern bei dem alten unheimlichen Mann sah.
Mit einem beklemmenden Gefühl ging er wieder zurück zu seiner Apotheke und wollte dem Geschehen keine weitere Aufmerksamkeit schenken. Bedächtig drehte er das Schild an der Innenseite seiner Tür von „Geschlossen“ wieder auf „Geöffnet“ und betrat das alte aber schöne Haus mit seinem sehr stilvollen Mobiliar der alten Apotheken um die Jahrhundertwende. Der unvergleichliche Geruch von Medikamenten der in der Luft lag schien selbst von den großen Fenstern mit ihren vielen Sprossen längst aufgesogen und durchdrungen zu sein. Schon sein Vater war Apotheker und hatte dies alles mit viel Liebe und Herzblut aufgebaut. Dieser war damals sehr bekannt und beliebt gewesen in der Stadt. Sein Sohn hingegen wollte niemals Apotheker werden. Er liebte vielmehr schnelle Autos und hübsche Frauen und sah in der damals noch gut gehenden Apotheke nur eine gute Erwerbsquelle. Aber diese Zeiten haben sich geändert. Selbst seine teuren Autos musste er inzwischen verkaufen und seine Frau mitsamt den Kindern hatte ihn aufgrund der vielen Affären längst verlassen. Einsam und mürrisch geworden, kreisten seine Gedanken nur noch um das eine Thema: Wie könnte er mit einer besonderen Idee wieder zu Wohlstand gelangen um wieder ein besseres Leben zu haben. Er hatte schon viele Salben und Medikamente mit reißerischen Namen wie „Ewige Jugend“ oder „Allheilmittel für jede Krankheit“ entwickelt. Aber die Menschen wussten inzwischen längst, dass all diese „Medikamente“ außer ihre abgehobenen Versprechen nichts bewirkten. Der lieblose Empfang seiner Kunden und deren wenig sachkundige Beratung tat dabei das übrige.

Angewidert kratzte er das Mindestablaufdatum von seinem teuersten Mittel um es erneut zu platzieren, als plötzlich eine sehr bestimmend klingende Stimme hinter seinem Rücken ertönte: „Herr Doktor Netsord, spreche ich mit ihnen persönlich?“
„Ja“, wandte sich der erstaunte Apotheker um, der das Klingeln an der Tür überhört haben musste. „Ja, was kann ich für sie tun?“, stammelte er ein wenig als er an der schwarzen Krücke erkannte, dass es derselbe Mann war der kurz zuvor auf dem Marktplatz zu sehen war.

„Ich habe einen Großauftrag für sie!“

„Hier ist eine Liste aller Ingredienzien und die genaue Anleitung wie sie verarbeitet werden müssen. Bekommen sie das hin?“ Der Apotheker etwas perplex über diese Herablassung überflog den Zettel flüchtig und antwortete nickend; „Ja, das dürfte kein Problem sein! Wieviele Einheiten davon wünschen sie?“
„Auch das steht am Ende der Liste“!, sprach der zunehmend ungehaltene Kunde, der seine Worte ständig mit einem nervigen Klopfen seiner Krücke zu befestigen bzw. zu erhärten schien.

Der Apotheker erblaßte. „Was? Eintausend Einheiten?!!“, während er im Kopf sogleich das zu verdienende Geld grob überschlug.

„Ja!“, antwortete der Gast mit ruhiger und gefasster Stimme: „Und wenn sie bis zum Ende des Monats liefern können, werden sie noch einen viel größeren Auftrag von mir erhalten“!
„Es ist mir eine Ehre ihnen zu Diensten zu sein, Herr… ähm…“ wollte er noch um seinen Namen fragen als dieser schon sein linkes Bein hinter sich herziehend, humpelnd die Apotheke verließ.

Nun stand er da, wieder alleine in der Apotheke und mit gemischten Gefühlen über diesen seltsamen Auftraggeber. Soll er den Auftrag annehmen oder doch ablehnen? Schließlich musste er in Vorkasse gehen und hatte noch nicht einmal den Namen seines Kunden?
Schon tentierte er den Auftrag abzulehnen als er anhand der Liste aber sah, dass er all die Bestandteile sogar in ausreichender Menge vorrätig hatte. Auch wenn diese zum Teil vom Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen waren. Er hätte also nichts zu verlieren und bekäme sein altes Zeug los, das, wie er mit Erstaunen feststellte, er nur deswegen in so großer Menge da hatte, weil vieles davon zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt wurde. War er doch inzwischen sogar schon dazu übergegangen als Apotheker Rattengift zu verkaufen. Ein einträgliches Zusatzgeschäft das bessere zu laufen schien als Medikamente, die ohnehin keiner haben wollte.

Der Teufel mit dem Krückstock hingegen zog währenddessen in jeden Ort der umliegenden Stadt und heroldete dort dasselbe. Ein großer Teil der Menschen geriet so in Angst und Panik andere aber sagten: „Was ist das für ein Mann und was für eine neue, ansteckende Krankheit soll das sein? Sie sterben an mangelnder Ernährung und schlechter Hygiene!“ Und so gerieten sie in Streit und es entstand eine Kluft zwischen den Menschen und keine der beiden Extreme schien recht zu haben.

Am Ende des Monats aber kam der Teufel nicht wie versprochen in die Apotheke um seine Bestellung abzuholen, sondern ging schnurstracks zum Bürgermeister der Stadt, dem er folgendes berichtete: „Geehrter Herr Bürgermeister, wie sie vielleicht schon gehört haben macht eine neue, seltsame Krankheit von sich reden. Ich bin Arzt und habe viel darüber geforscht und einiges über diese Krankheit herausgefunden und möchte ihnen dabei gerne meine Ergebnisse mitteilen.“
Der Bürgermeister reagierte sofort entnervt und sprach: „Was für eine neue Krankheit, hier gibt es keine neue Krankheit! Ich muss mich jetzt meinen Geschäften widmen. Ich wünsche ihnen noch einen guten Tag, Herr Doktor!“
Da sprach der Teufel: „Na, wenn das so ist werde ich zuerst zu dem Bürgermeister des Nachbarortes gehen, dem wohl mehr an der Gesundheit seines Volkes gelegen ist. Ich habe nämlich einen Test entwickelt aufgrund dessen diese Krankheit sehr früh erkannt und behandelt werden kann und in ihrer Stadt viele Todesfälle vermeiden kann. Ich hoffe, ihre Bürger tragen es ihnen nicht nach, wenn sie erfahren, dass im Nachbarort der Bürgermeister früher und somit als erster fürsorglich gehandelt hat. Noch allerdings könnten sie der Erste sein!“

Da wurde der Bürgermeister nachdenklich und sagte: „Nun gut, stellen sie ihre Ergebnisse und diesen Test auf dem heutigen Markttag vor. Ich werde dafür kurz anwesend sein und ihr Vorhaben mit ein paar Worten einleiten.“

Zufrieden humpelte daraufhin der Teufel aus dem Rathaus und geradewegs in die gegenüberliegende Apotheke. „Herr Netsord, Herr Netsord!“, rief er noch ehe er an der Theke angekommen war, „haben sie meine Bestellung fertig?“ Etwas schüchtern trat der Apotheker aus dem Hinterzimmer hervor: „Ja, es ist alles fertig und die Rechnung habe ich beigelegt…“, als ihn der Teufel sofort unterbrach und sprach: „Ich habe eine Aufgabe für sie, die ich fürstlich belohnen werde!“ Der verdutzte Apotheker wirkte verunsichert, aber der Teufel ließ sich nicht unterbrechen bis er ihm seinen neuen Auftrag bis ins Detail erklärt hatte.

Am nächsten Tag war Markttag und es stand nicht nur der Teufel, sondern auch der Apotheker und der Bürgermeister neben ihm auf der Bühne.

Sogleich ergriff der Bürgermeister das Wort: „Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer hochangesehenen Stadt, in der Pflicht und der tiefen Sorge über die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Bürger möchte ich sogleich das Wort an unseren verehrten Herrn Doktor weitergeben, der von mir als Fachmann dafür beauftragt wurde.“ Da trat der Teufel vor und sprach: „Wie ihr wisst habe ich aufgrund meiner Forschungsarbeit schon sehr früh von dieser neuen, heimtückischen Krankheit erfahren und davor gewarnt. Und zwar noch ehe andere Fachleute oder Ärzte ihre Aufmerksamkeit darauf gerichtet haben. Ich bin seitdem nicht untätig geblieben und habe alle meine Zeit und Energie darauf verwand diese teuflische Krankheit zu besiegen. Am Ende ist es mir nun gelungen einen Test zu entwickeln, der die Symptome dieser heimtückischen Krankheit früh erkennt und ein Medikament, welches frühzeitig verabreicht diese Krankheit und ihren verheerenden Verlauf zum Stoppen bringt oder zumindest ihre tödliche Gefährlichkeit entscheidend abmildert.“

Spätestens jetzt war es auf dem gesamten Marktplatz still geworden und alle Bürger harrten gespannt den weiteren Ausführungen.

Da trat sogleich der Apotheker hervor und grüßte ebenso frenetisch seine Mitbürger und sprach: „Ich will euch nun hier und sofort den Test vorführen, den bitte jeder Bürger ab sofort so oft wie möglich durchzuführen hat und auch den hier nicht Anwesenden in anteilnehmender Fürsorge beizubringen moralisch verpflichtet ist!“
Daraufhin stellte sich der Apotheker mit breiten Beinen ganz vorne auf die Bühne und streckte die Arme links und rechts vom Körper weg. „Stellt euch bitte so hin und schließt die Augen. Streckt nun den Miteilfinger aus und führt eure Arme bei geschlossenen Augen langsam zueinander bis sich die beiden Finger korrekt in der Mitte treffen!“
Die Bürger die viel zu eng aufeinander da standen, konnten diese Übung kaum ausführen als der Apotheker sogleich ergänzte: „Sollte es dem einen oder anderen nicht gelingen, dass sich die Finger korrekt in der Mitte treffen, so besteht zumindest die Befürchtung, dass schon eine leichte Störung im Bewegungsablauf des Körpers vorliegt, welcher dieser Krankheit symptomatisch vorausgeht. Weitere auffällige Symptome sind: Appetitlosigkeit und Magenschmerzen, Atemnot, Gliederschmerzen, Hautausschläge, Schwindel, Nervosität und/oder Durchfall!“
Da lachten in der hinteren Reihe ein paar Burschen lauthals auf: „Was ist das denn für ein blödsinniger und kindischer Test!! Hahaha… nach der 5. Halbe habe ich mit diesem Test auch immer Schwierigkeiten, ein Wunder, dass ich noch lebe!“
Sogleich aber drehte sich eine Frau mit hochrotem Kopf wütend um und schrie:

„Könnt ihr Idioten nicht einmal ernst sein und euch nicht nur um euch selbst drehen, sondern auch mal Verantwortung für andere hier übernehmen??“

Daraufhin herrschte ein aufgebrachtes und wildes Durcheinandergeschrei unter den Bürgern und die Meinungen schienen sich zu spalten.
„Halt, Halt!! Rief der Teufel mit besorgter Stimme! Seid solidarisch zueinander in dieser schweren Zeit und helft einander! Wer auch immer Symptome aufweist oder jemand kennt der diese aufweist, ist menschlich verpflichtet diesen in die Apotheke zu schicken und gegebenenfalls auch selber bei entsprechenden Anzeichen ohne zu zögern das eigens dafür entwickelte Mittel vorbeugend einzunehmen! Wenn alle mitmachen und solidarisch sind, schaffen wir das! Ich wünsche allen Bürgern dieser Stadt viel Glück und bleibt gesund!“

Eine ähnliche Show zog der Teufel und sein Apotheker mit dem jeweiligen Bürgermeister in jeder Stadt im Umkreis ab, mit dem Unterschied, dass dort das Medikament auch gleich zum Verkauf angeboten wurde.

Schon in wenigen Tagen waren die 1000 Einheiten vergriffen und die Bürger mussten vertröstet werden, was diese aber nur noch ängstlicher und aufgebrachter machte.

In der Stadt zeigte sich nach und nach ein Bild des Grauens und des Schreckens! Kinder und Alte, die vor Angst und Hunger zitternd den Test nicht bestanden und verpflichtet wurden das todbringende Mittel einzunehmen, anstatt eine warme, gesunde Mahlzeit verabreicht zu bekommen. Menschen, die tot in den Gräben lagen und um die sich keiner kümmerte – übersät mit schwarzen Flecken. Und viele Menschen, die Angst hatten ihren Mitmenschen zu begegnen und sich in ihren Häusern und Wohnungen verbarrikadierten. Und nicht zuletzt: Alte und Behinderte, um die sich keiner mehr kümmerte.

Diejenigen aber, die mehr und mehr diesen Schwindel durchschauten und aufklären wollten, wurden von den immer ängstlicher und panischer werdenden Mitbürgern zunehmend auch immer entschiedener abgelehnt und als unsolidarische Egoisten gehasst, verraten und als Gefahr für die Volksgesundheit verfolgt, verurteilt und eingesperrt!

Nur der Apotheker konnte sein Grinsen im Gesicht kaum verbergen. Er und auch der Bürgermeister waren innerhalb kurzer Zeit enorm reich geworden und verschrieben sich immer mehr dem Ziel für diese „ehrbare Sache“ auf krummen Wegen gerade zu schreiben.
Ein sportliches Auto nach dem anderen schaffte sich der Apotheker inzwischen an, doch als er durch die Stadt fuhr, wurde ihm gewahr, was für ein elend diese inzwischen ergriffen hatte.
Weit und breit war keine Frau zu sehen die nicht ausgemergelt, krank oder hässlich aussah. Er drehte eine Runde nach der anderen bis er endlich eine wunderschöne Frau am Gehsteig sah, die anmutig die Straße runter lief. Mit seinem gewinnenden Lächeln machte er auf sich aufmerksam und beteuerte, dass er sie hinfahren würde wo auch immer sie wolle. „Wohin ich will“, wiederholte die Angebetete? „Ja, wohin du willst!“, beteuerte er abermals. Sie stieg ein und lachend und jubelnd fuhren sie los – immer schneller und jauchzender! Bis der Apotheker ein eigenartiges Klopfen an seiner Seite vernahm und schrill aufschrie! Es saß der Teufel mit seiner Krücke auf seinem Beifahrersitz! Der Apotheker geriet sogleich mit seinem viel zu schnellen Wagen außer Kontrolle und zerschellte damit am nächsten Baum.

Am nächsten Morgen fand man nur den Apotheker tot in seinem verwüsteten Wrack und neben ihm eine schwarze Krücke liegen.

Erst viele Jahre später wurde das Ausmaß des unglaublichen Verbrechens aufgedeckt und aufgeklärt. Nur wenige überlebten das Inferno und der Schrecken stand allen Überlebenden noch ins Gesicht geschrieben.

Von da an wurde das Thema Angst zum Pflichtfach an allen Schulen und wie Menschen seit aller Zeit mit Angst manipulieren und manipuliert werden und auf welche Ansätze dabei zu achten ist.

Auch wurde erkannt, dass „die Teufelskrücke“, wie man diesen obersten aller Tricks des Teufels von da an nannte, schon lange Zeit zuvor unbemerkt das Christentum eingenommen hat und somit vom Obersten bis zum Untersten durchdringend sich offenbarte und die Menschheit ins Verderben stürzte. Dort hieß die Krücke „Trinitäts- und Rechtfertigungslehre“, welche zuvor und über eine lange Zeit eine ähnliche Verwüstung in den Seelen der Menschen anrichtete. Siehe dazu: https://lebenslebendig.wordpress.com/2021/04/07/corona-christentum/

Es ist Sonntag Morgen. Ein Schüler steht bei aufgehender Morgensonne auf dem Schulplatz und trägt zum Schulabschluss folgende Worte an seine Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Die Teufelskrücke und ihre verheerenden 7-fachen Folgen:

Die erste Krücke ist: Dass Euch Angst gemacht wird!
War Angst jemals ein guter Ratgeber?

Die zweite Krücke ist: Dass Angst aus einer Mücke einen Elefanten machen kann oder aus einer leichten Krankheit eine schwere und sehr schwere Krankheit machen kann.

Die dritte Krücke ist: Wenn Ihr Eurer Intuition und den Signalen Eures Körpers zu wenig traut!

Die vierte Krücke ist: Wenn Ihr nicht unterscheiden könnt zwischen Menschen, die Lügen und Menschen die lauter und ehrlich sind und lieber auf die hört, die hetzen und böse sind.

Die fünfte Krücke ist: Cui bono. Wenn Ihr nicht die Frage stellt, wer ist Nutznießer bestimmter Ereignisse oder Handlungen und Verbrechen?

Die sechste Krücke ist: Wenn Ihr Widersprüche Widersprüche sein lässt und nicht selber forscht und die Wahrheit sucht, sondern lieber auf Obrigkeiten hört und euch auf diese blind verlasst.

Die siebte Krücke ist schlussendlich: Wenn Ihr mehr auf Menschen als auf Gott, mehr auf das körperliche Leben als das seelische und mehr auf Angst, als auf Liebe anzusprechen seid!

Nie wieder! Darf ein so großes Unheil der Menschheit widerfahren!


Mit diesen Worten endete das Referat und nach einer Schweigeminute legten tief bewegt und ihm Andenken an ihre Verstorbenen Eltern, Brüder, Schwestern, Tanten und Onkeln und Großeltern die Kinder und Lehrer, an diesem letzten Schultag des Jahres, mit weinenden Augen Blumen zu deren Gräbern nieder!

lebenslebendig

Ist selber denken gefährlich?

Ist selber denken gefährlich? Weil es so leicht geworden ist die Massen zu verführen? Weil Schwurbler, Querdenker und allerlei wirre Ideologien das Internet überflutet haben und dieser „Virus der Falschinformationen“ vielleicht gefährlicher ist als das Corona-Virus?

Davor haben inzwischen viele Angst. Meinungsfreiheit und Pluralität der Meinungsvielfalt scheint plötzlich ein Problem zu sein, dem die Menschen, dem der einfache Bürger einfach nicht gewachsen ist. Es braucht in dieser Zeit wieder Zensur und so etwas wie eine „Meinungshoheit“ des Staates.

Zumindest in dem Maße, wie gezielte Falschmeldungen aus dem Netz verbannt und zensiert werden können. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ (Rosa Luxemburg) – dies können wir uns in diesem Falle leider nicht mehr leisten. Nicht, wenn Meinungen wie ein „böses Virus“ werden. Total durchtrieben und gefährlich mit allen Tricks der Manipulation. Dagegen waren die Propagandisten des dritten Reichs ja noch „Schuljungen“. So unglaublich gefährlich wie Falschmeldungen heutzutage sind und wie unglaublich schnell sie sich im Internet verbreiten!

Wer so denkt verharmlost nicht nur die Propagandisten des dritten Reichs, er bekundet gleichzeitig es gäbe eine echte Alternative zur Freiheit des Andersdenkenden. – Und diese Ansicht ist tatsächlich das EINZIGE gefährliche in unserer Zeit!

Was alle, die so argumentieren aber vor allem vergessen oder verdrängen ist, die Realität und das tatsächliche Leben mit all seinem politischen und gesellschaftlichem Geschehen jeden Tag und wie es sich in der Zukunft gestaltet.

Keine Idee von Schwurblern oder Querdenkern kann in der Bevölkerung eine Mehrheit finden, wenn sie der Realitätsprüfung im Leben, wie man das auch aus der Psychotherapie kennt, nicht standhält. Ansonsten müsste man unterstellen, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eines gesunden Menschenverstands ermangelt bzw. zu dieser Realitätsprüfung einfach nicht in der Lage ist. Dann fragt sich allerdings, warum sie dann noch wählen soll?

Dieses kritische Gefühl „hier stimmt was nicht“ oder „ich kann zwar nicht den Finger direkt darauf legen, aber ich hab hier ein ungutes Gefühl“, sind unsere wichtigsten Anzeiger um überhaupt im Weiteren auch faktenbasiert die Dinge zu hinterfragen. Das zeigt sich bei der Arbeit mit Menschen die in eine Sekte geraten sind und beim Ausstieg therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Nicht ein neues Meinungsdiktat über das alte, nicht eine neue Bevormundung über die alte, ja nicht ein „Umerziehen“ ist gefragt, sondern das Gegenteil. Einen Raum zu schaffen, in dem jede Anschauung WERTFREI nebeneinander bestehen kann und darf, um den Menschen wieder in seine gesunde Mitte zu bringen und damit auch wieder in die Realtität zurückzuholen.

Also nicht ein weniger, sondern ein MEHR an Meinungsfreiheit ist hier nötig und nicht ein weniger sondern ein MEHR an Pluralität und Wertfreiheit ist hier nötig!

Ein Staat, der anfängt seine vermeintlichen „Sektenanhänger“ und „verirrten Schäfchen“ damit zurückzugewinnen indem er selber ein Meinungsdiktat einführt und die vermeintlich Bevormundeten selber bevormundet, stellt sich damit selber auf die Stufe eines Sektenführers der andere Sektenmitglieder abwerben will. Die Wahrheit bleibt so auf beiden Seiten auf der Strecke.

In dieser Zeit befinden wir uns heute. Die Herausforderung des Einzelnen, sich in diesem Meinungswirrwarr eine eigene Meinung zu bilden, ist daher nicht kleiner geworden, gewiss nicht!
Aber sie ist auch das einzige, aber wirklich einzige „Alternativlose“ unserer Zeit!

Selber denken, sich selber eine Meinung bilden hat nämlich keine Alternative, außer die der Unmündigkeit und der Bevormundung.

Denkverbote und Stimmungsmache gegen „Andersdenkende“ behindern diesen Prozess nicht nur, sie sind ebenso das Einzige was diesen Prozess nachhaltig stört und gar unmöglich macht.

Ob es der Staat ist oder die Medien in diesem Lande. Sie kommen dieser Herausforderung nicht nur nicht nach, sondern versagen hier kläglich!

Wer sich hingegen an diesem Prozess der gesunden Meinungsbildung beteiligen will ist herzlich dazu eingeladen ohne Stimmungsmache und mit nicht weniger Meinungsfreiheit, sondern mehr Meinungsfreiheit – und Vielfalt daran teilzunehmen. Wer bei diesem Prozess eigene Interessen verfolgt oder gar interessensgebunden ist, also an einer wertfreien Hinterfragung und Wahrheitsfindung gar kein Interesse hat, ist dazu ausdrücklich NICHT eingeladen!

Und dabei ist egal und muss es egal sein, welche „Obrigkeit“ sich zu so einem Fehlverhalten und damit Missbrauch an der Demokratie hinreißen lässt!

Aber wie sollte man das unterscheiden können? Wie können wir sicher sein, dass selbst einflussreiche Medien oder Politik keine bestimmten Interessen verfolgen mit denen sie die Menschen in eine bestimmte Richtung pushen oder drängen wollen?

Wir können es immer erkennen an der Stimmungsmache!

Ein seriöser und wirklich an der Wahrheit interessierter Prozess kommt immer ohne sie aus. Mehr noch! Er ist interessiert sich WERTFREI mit der Meinung des anderen auseinanderzusetzen ohne sie vorher schon diskreditieren zu müssen. UND er ist in diesem Prozess auch ergebnisoffen und stellt nur beide Seiten einer Sicht dar, OHNE Partei ergreifen zu müssen oder auch nur im Geringsten zu wollen!

Wer nach wie vor der Meinung ist, dass Politik und Medien das im vollen Umfang tun, kann gerne weiterschlafen und es sich weiter bequem machen im Vertrauen auf den „Vater Staat“ und aller anderen Obrigkeiten denen er vertraut. Den Anspruch ein mündiger Bürger zu sein hat er dann jedenfalls schon deshalb nicht, weil er sich an die Meinung von Stimmungsmachern hält und eben nicht an eine umfassendere Wahrheit oder einen unbquemen Wahrheitsfindungs-Prozess beteiligt, wie oben beschrieben!

Wenn politische Parteien ganz offen Werbung und Stimmung betreiben mit allen Tricks der psychologischen Einflussnahme, um unser „Kreuzchen“ auf dem Wahlzettel zu bekommen, um viele „Schäfchen“ hinter sich zu sammeln, so wissen wir oder sollten es zumindest langsam wissen, dass wir sehr genau hinschauen müssen und die erwähnte „Realitätsprüfung“ nicht außer acht lassen dürfen.

Ist aber hier jemand der Überzeugung, man sollte diesen Prozess den Bürgern nicht mehr zutrauen und ein Meinungsmonopol schaffen, was hier auf jeden Fall gedacht und nicht mehr gedacht bzw. gewählt und auf keinen Fall mehr gewählt werden darf?

Ja, vielleicht noch besser, nur noch eine Partei zuzulassen, die sich selber dazu beruft oder verpflichtet, wertfrei und unabhängig das einzig richtige und der Wahrheit verpflichtende Wahrheitsmonopol zu vertreten? Die das zum Mittelpunkt in ihrem Wahlprogramm erhebt und damit von vornherein jede Einflussnahme ausschließt oder zumindest vorgibt, diese auf ein Minimum zu reduzieren?

Jeder der Angst hat, dass dieses „Virus der Falschinformationen“ im Internet gefährlich überhand nimmt und Denkverbote und Zensur daher in Ordnung sind, muss sich von der Konsequenz her früher oder später für so eine Partei aussprechen. Für den gibt es allein schon von der Logik her gar keine andere Konsequenz und Alternative!

Dann muss auch eine Realitätsprüfung im aktuellen Leben und wie sich die Dinge in der Zukunft gestalten gar nicht mehr stattfinden. Ein Gefühl „hier stimmt etwas nicht“ braucht es nicht mehr. Man kann getrost sein, dass daran mit Sicherheit die Schwurbler und Querdenker schuld sind mit ihrer gefährlichen und ansteckenden „Virus-Meinung“. Ohne sie wäre längst alles in Ordnung und Politik und Gesellschaft ein Paradies von lauter wohlwollenden und guten Menschen, die nur unser Bestes wollen. Schuld sind nur die Feinde des Systems, die man mit aller Härte verfolgen muss!

Schade, dass es so ein Partei nicht oder noch nicht gibt, die dieser neuen Herausforderung Rechnung trägt.

Gibt es sie wirklich nicht oder vielleicht doch schon?

Doch es gibt sie! Und wie es sie gibt!!
Es ist die Zentralkommunistische Partei Chinas. Und wer sich schon mal etwas näher mit dieser neuen und besseren Weltordnung befassen will, kann sich z.B. schon mal auf einer kürzlich erschienenen Reportage auf ARTE damit auseinandersetzen und anfreunden. Sie lautet: „Die neue Welt des Xi Jinping“ | Doku | ARTE. Der Link auf Youtube dazu: https://youtu.be/14iOompvyEk

Viel Spaß und Freude in dieser idealen Welt aller „Faktenchecker“, Vordenker und Wahrheitsmonopolisten in Gegenwart, „Realität“ und Zukunft!

lebenslebendig

Die unfassbare Dimension der Liebe und jeder geistigen Entwicklung

Es fällt mir schwer einen Anfang zu finden, bei dem was ich heute beschreiben will. Es ist zu groß, zu heilig und zu umfassend, als dass es in Worte zu fassen wäre. Es ist das Unscheinbarste und Verborgenste und gleichzeitig das was jedem widerfährt und jeder kennt und jeder erlebt. Es ist das Zentralste und der Dreh- und Angelpunkt allen Bestehens und Entstehens und doch so kaum bewusst. Es ist so schlicht und einfach und doch gibt es keine Superlative mit der man es würdig zum Ausdruck bringen könnte. Ich möchte sagen, es ist das Kernprinzip des Universums, das „Gottes-Prinzip“ wenn man es so nennen möchte, aber es ist viel mehr als nur ein Prinzip oder eine Ordnung oder ein Gesetz. Es ist das „Sterben und Auferstehen“ in unserem Leben und Mensch-Sein!

Viele denken sofort an das Christentum und an das Kreuz, aber es ist älter als das Christentum. Es ist so alt wie das Universum. Einfach weil es die göttliche Ordnung allen Bestehens und Entstehens ist und jede Entwicklung in der sichtbaren Welt ebenso kennzeichnet wie die Entwicklung des geistigen Menschen. Ohne dieses Prinzip gibt es keine Entwicklung. Egal welchen Glaubens oder Weltanschauung wir sind, ob Esoteriker oder Christ ob Hindu oder Buddhist, dieser Ordnung kann sich keiner entziehen. Sie ist so unumstößlich und hart wie das Gesetz der Schwerkraft und so leicht und wundervoll wie der Kreislauf von Tag und Nacht, Sommer und Winter. Nichts, aber auch gar nichts besteht kontinuierlich, alles stirbt und aufersteht. Das ist das ganze Leben der äußeren Natur, aber auch unserer inneren Natur und geistigen, spirituellen Entwicklung.

Wenn wir in der Natur das ständige Vergehen und Werden in immer neuen Dimensionen sehen, so sind wir dennoch so naiv zu glauben unsere geistige Entwicklung sei davon ausgenommen. All unser Bemühen und unser ganzer Verstand ist tatsächlich auf Kontinuität von Entwicklung ausgelegt und wir glauben daher zuinnerst: Wenn wir das und das tun entwickeln wir uns und wir entwickeln uns immer weiter wie in einer Art Spirale nach oben. Wir gestehen höchstens ein, dass es Rückschläge geben mag und wir manchmal vielleicht ein paar Schritte zurückfallen, aber auch das wird wieder als eine Art Umweg zurecht definiert und alle Umwege als notwendige Wege erkannt und wir glauben fest an so etwas wie eine kontinuierliche geistige Entwicklung!

Und dann ist es plötzlich so weit, das Leben zeigt uns sein Prinzip, seine Ordnung und sein Gesetz – die Tür oder das Tor des „Sterbens und Auferstehens“ ragt vor uns auf und wir verstehen die Welt nicht mehr.

Ich habe mich so bemüht und war auf einen so guten Weg und ich hab schon so viel gelernt und gemeistert und jetzt..? Jetzt scheint als stünde ich wieder ganz am Anfang, ja mehr noch, als wäre all mein Bemühen nur ein Tropfen auf einen heißen Stein gewesen, ja noch mehr, als wäre es völlig verkehrt und unsinnig gewesen, ja, als wäre ich mir selber nur im Weg gestanden mit all meiner Anstrengung!

Wenn du an dein eigenes „Gott-Sein“ glaubst und einer Entwicklung zum eigenen Göttlichen hin, mag es dir besonders schwer fallen dieses Prinzip zu sehen, ja es überhaupt nur wahrzunehmen! Wieder ganz am Anfang zu stehen will man sich da mit der Zeit nicht mehr eingestehen, aber noch viel weniger, dass alles Bemühen nur eine riesige Lüge, ein riesiges Ablenkungsmanöver war.

Und so fällt es schwer die Knie zu beugen und es fällt schwer zu sterben ohne immer wieder einen Strohhalm festzuhalten, der den Verstand doch wieder beruhigt und im alten Leben gefangen hält. Etwas, dass das Sterben und Loslassen verhindert. Das Sterben und Loslassen der eigenen Überzeugungen und des eigenen Weltbildes!

Auf der anderen Seite stehen die „Christen“, die meinen dieses Prinzip verstanden zu haben und die Hände in den Schoß legen. Sie machen aus diesem Prinzip einen Absolutheitsanspruch, so als könnte man eine göttliche Ordnung für sich pachten und beanspruchen.

Nein, das Leben braucht Bemühen, es braucht den Willen zur Entwicklung, den Willen zur Verbesserung, zu Innovation und dem Streben zum Besseren!

Wer meint, er kommt nur mit „Sterben und Auferstehen“ voran ohne überhaupt in die Ohnmacht zu kommen, die nur dann möglich ist, wenn man sich auch ganz und gar bemüht hat, der hat noch weniger verstanden als jeder Esoteriker, der auch ein „Kaufmann“ ist, aber wenigstens ein ehrlicher!

Das Prinzip der Liebe lässt nichts erkaufen. Entweder man tut etwas aus tiefstem Herzen und ohne Absicht auf Gewinn oder man lässt es.

Erst in dem Moment wo wir dastehen mit NICHTS in unseren Händen und alles in ihnen zerrinnt, wird all unsere Liebe mit Feuer geprüft. Es bleibt nur was echt ist. Alles stirbt,aber das Wenige was selbstlose Liebe war wird auferstehen – in eine neue Dimension!

Wir sind durch das Tor des Sterbens und Auferstehens gegangen ohne es zu wissen. Gott selber hat uns an diesem Punkt der Sackgasse, in dem es keine Kontinuität mehr gibt, sondern wo das Leben völlig zum erliegen und zu einem Bruch kommt, herausgenommen und in eine neue, höhere Dimension gehoben.

Wenn wir esoterisch oder fernöstlich geprägt sind und an unser „Gott-Sein“ glauben, werden wir im Nachhinein sagen, wir haben uns weiterentwickelt. Dass Gott uns in SEINE Hand genommen hat und uns weiterentwickelt hat, ja in eine neue Dimension gehoben hat, bleibt uns verborgen. Wie ein gütiger Vater bleibt er im Hintergrund bei seinem Kind, das glaubt ganz ohne IHN auszukommen.

Auf der anderen Seite stehen wieder die vielen Christen, die sich schwer tun mit dem selber laufen, mit dem Verantwortung übernehmen für sich uns die eigene Entwicklung, obwohl viele von ihnen das Gegenteil sagen: „Ich falle 1000 mal am Tag und ohne Jesus könnte ich nicht leben“!
Aber vielleicht ist 1000 mal an einem Tag zu viel! Vielleicht kannst du mit all deiner Anstrengung erreichen, dass du 999 mal nicht fällst aber dafür das eine mal voll und ganz auf deine Nase.

Gott will unser Bemühen! Er will unsere Anstrengung, alles zu tun um heil und geheilt zu werden! Er will keine verweichlichten, dauerjammernden Kinder die jede Verantwortung ständig auf IHN oder auf das Schicksal abschieben oder gar auf einen rechtfertigenden Glauben: „Gott hat schon alles getan, ich muss es nur noch glauben und glaubend daran festhalten“!
(Siehe dazu: https://lebenslebendig.wordpress.com/2018/11/23/benoetigt-der-glaube-gute-taten/)

Wer nichts wagt, wer nichts beginnt, wer nur zaudert und vernimmt und – immer wieder nur vernimmt… wo die Taten nicht den Worten folgen, bleibt nur Verwüstung .. und der zweite Tod.

Wie „Sterben und Auferstehen“ das wichtigste Prinzip in jeder geistigen Entwicklung ist, so sehen wir gleichzeitig auch, dass wir das nicht in der Hand haben. Wir haben es nicht in der Hand zu sterben, wir kontrollieren den Tod nicht und noch weniger was danach ist!
Das allein zeigt auf wie widersinnig die Vorstellung vom eigenen „Gott-Sein“ ist und die Vorstellung, dass wir nur unser göttliches Wesen entwickeln und erwecken müssen. Es mag sein, dass wir durch all unser Bemühen auch gewisse geistige Fortschritte machen und Veränderungen erreichen. Das ist auch alles gut und schön, aber wir sollten darüber nicht vergessen, dass die eigentlichen Entwicklungen solche waren wo wir „gestorben“ sind, wo wir eben nicht weitergekommen sind und wo wir eben nicht stark und göttlich waren, sondern – das Gegenteil!
Da wir aber den Tod nicht kontrollieren und schon gar nicht den, der uns noch bevorsteht und noch weniger die Entwicklung, die daraus erwächst, sollten wir wieder verstehen lernen, wir sehr wir nur Gefäß der göttlichen Liebe sein können, das uns am meisten dann erfüllt, wenn wir uns eben NICHT göttlich wähnen oder gut oder gereift oder selber stark!

Ja, dass das Leben unaufhörlich zeigt, dass es auf einen Schöpfer hin ausgerichtet sein will und vor allem auch Hingabe braucht um sterben und loslassen zu können. Das alles ist nur möglich wenn wir die Liebe zu Gott nicht zu einem Egotrip machen und nur zur Selbstliebe, sondern zur höchsten Form der Liebe, zu einem DU! Liebe will DU-Bezug, Austausch und Wechselwirkung! Aber wie sollte das möglich sein wenn wir unseren Schöpfer nicht außerhalb unseres Selbst anerkennen?

Aber auch das mag sich schon wieder zu theoretisch anhören, denn praktisch ist es noch viel tiefschichtiger: Wer kann sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen? Und wer braucht nicht die liebende Hand seines Schöpfers wenn er wirklich alles loslässt und in Angst und Verzweiflung vor dem Unfassbaren steht, das ihm widerfährt? Wieder ganz Kind seines Schöpfers zu sein ohne selbst auch nur irgendetwas sein zu müssen – wer diese Gnade erlebt, kann fruchtvoll sterben und wahrhaft loslassen. Für ihn wird es eine heilbringende Auferstehung geben. Wahrhafte Heilung, wahrhafte Erlösung ist nicht anders möglich. Wahrhaft große Schritte in der geistigen Entwicklung sind nicht anders möglich und beinhalten gleichzeitig das erlebbare Zeugnis, dass Gott wirklich existiert und zuinnerst trägt dies auch die Erkenntnis in sich, dass man selber ganz gewiss nicht Gott ist, sondern ganz aufgehen kann und darf in den einen Gott, der mit dem Bild des Kreuzes eben dieses Kernprinzip zum Ausdruck gebracht hat und damit SEINE Gottheit bezeugte: Jesus Christus!

Ob das die Kirchen erkennen oder nicht ist dabei nicht die Frage, aber es ist Zeit, dass wir Menschen, die sich geistig entwickeln wollen, dieses Prinzip in unserem Leben wieder erkennen und erfahren, weil es unabhängig von allem Glauben oder Wissen oder Weltanschauungen existiert und unser Sein und Dasein gestaltet. Ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht.

lebenslebendig

Corona & Christentum

Das höchste Gut des natürlichen Menschen ist seine Gesundheit. Das ergeben Umfragen in sämtlichen Ländern der westlichen Welt. Entsprechend erfolgreich im Vergleich mit vielen anderen Industriezweigen ist daher die Pharmaindustrie. Ihre Produkte haben sozusagen die dringendste und stärkste Nachfrage.

Was aber hat das jetzt mit dem verfälschten Christentum zu tun?

Wenn man es sehen will, sehr viel. Denn es steht in absoluter Entsprechung zueinander. Was beim verfälschten Christentum auf geistiger Ebene passiert, passiert in dieser Welt auf der natürlichen und materiellen Ebene.

Bleibt zunächst noch zu klären, in wie weit und in welcher Form das Christentum verfälscht wurde bzw. ob das überhaupt geschehen sei und ob es sich dabei wirklich um entscheidende Abweichungen vom Urchristentum handelt?

Da ich dies schon in vielen Schriften aufgezeigt habe und auch dass es sich keineswegs nur um geringe Abweichungen handelt, sondern um eine völlige Umkehr, ja eine tatsächliche diametrale Abweichung zum Ursprung, soll hier nicht näher darauf eingegangen werden. Siehe aber dazu u.a.:

Nun aber zur Corona Krise und wie diese Ausmaße angenommen hat und noch annehmen wird, wie es aus geistiger Sicht weder ein Zufall sein kann noch ohne größeren Zusammenhang.

Ich werde darstellen, dass der „Trick“ der Pharmaindustrie und wie dieser entwickelt wurde absolut der „Trick“ der Christenheit ist und wie dieser entwickelt wurde. Dies kann aber nur der sehen, der Abstand hat zu unserem heutigen Pseudochristentum, wie ich es leider in diesem Zusammenhang nennen muss.

Zunächst zum Trick der Pharmaindustrie und wie dieser in den letzten Jahrzehnten perfektioniert wurde, wohl aber schon so alt ist wie diese Industrie selber.

  1. Eine Krankheit wird ungenau und unspezifisch, aber abgegrenzt und keineswegs ganzheitlich definiert.
  1. Es wird nicht auf individuelle Symptome oder überhaupt auf den Menschen eingegangen sondern ein Test entwickelt, der diese Krankheit „hopp“ oder „top“ definiert. Also nur positiv oder negativ. D.h. entweder absolut nicht davon betroffen oder absolut ganz davon betroffen.
  1. Die Krankheit wird wesentlich gefährlicher dargestellt als sie ist. Entweder tödlich oder zumindest chronisch-progredient.
  1. Entsprechend wird ein starkes Gegenmittel gerechtfertigt und schwere Nebenwirkungen in Kauf genommen.
  1. Erst die schweren Nebenwirkungen führen tatsächlich genau zu dem schweren Verlauf der prognostiziert wurde.
  1. Der Patient wird im Teufelskreis der selbsterfüllenden Prophezeiung gehalten und dauerhaft medikamentös abhängig gemacht ohne dieser Endlosschleife zu entkommen bzw. diese auch nur ernsthaft zu hinterfragen. Angst und herbeigeführte Symptome und deren dauerhafter Impfung (sprich Behandlung) halten die Selbstrechtfertigung aufrecht bis zum Tod. Der Schwindel fliegt damit nie auf!

Nun die geistige Entsprechung dazu oder das Urbild zu diesem Abbild auf materieller Ebene. Was im Geistigen das Heil ist (oder die Bewahrung vor der Hölle) bzw. die geistige Gesundheit, ist auf materieller Ebene die körperliche Gesundheit. Insofern steht dies in absoluter Entsprechung zueinander.

Der Trick der Pharmaindustrie ist nicht, wie sich schnell zeigen wird, der Trick einer weltlichen Organisation, sondern der Trick des Christentums, ja des verfälschten und schon lange Zeit von Gott abgewandten Christentums. Dieser Trick wurde seit langem entwickelt und durchdringt seither den gesamten Westen und seine Politik und Gesellschaft durch und durch. Auf einen einfachen Nenner gebracht und ausgedrückt ist das: Die Perfektion der Scheinheiligkeit.

Anhand der 6 Punkte werde ich jetzt darstellen, dass es tatsächlich dieses Urbild ist, welches in seinem Abbild zum Ausdruck kommt und welches, nebenbei gesagt, auch das Tier beschreibt, welches in der Offenbarung vorkommt und damit ausgedrückt wird. Aber dies bräuchte eine nähere Beleuchtung. Ich verweise dabei auf Swedenborg der dies in seiner „Enthüllten Offenbarung“ ausführlich und eindeutig biblisch auslegt.


1. Eine Krankheit wird ungenau und unspezifisch, aber abgegrenzt und keineswegs ganzheitlich definiert.
Entsprechung:
Psychische Symptome werden unspezifisch und pauschal dem Teufel zugeschrieben ohne ganzheitlich oder individuell auf den Menschen und seine Psychologie einzugehen.

2. Es wird nicht auf individuelle Symptome oder überhaupt auf den Menschen eingegangen sondern ein Test entwickelt, der diese Krankheit „hopp“ oder „top“ definiert. Also nur positiv oder negativ. D.h. entweder absolut nicht davon betroffen oder absolut ganz davon betroffen.
Entsprechung:
Nur wenn du Christus annimmst kommst du in den Himmel, anderenfalls in die Hölle!

3. Die Krankheit wird wesentlich gefährlicher dargestellt als sie ist. Entweder tödlich oder zumindest chronisch-progredient.
Entsprechung:
Dem Menschen wird Angst gemacht mit Drohpredigten und Angst vor der Hölle um den Bedarf zu verstärken.

4. Entsprechend wird ein starkes Gegenmittel gerechtfertigt und schwere Nebenwirkungen in Kauf genommen.
Entsprechung:
Die Rechtfertigungslehre wird zum alleinigen Gegenmittel erklärt und die Bibel buchstäblich und fundamentalistisch ausgelegt.

5. Erst die schweren Nebenwirkungen führen tatsächlich genau zu dem schweren Verlauf der prognostiziert wurde.
Entsprechung:
Der Mensch, der die Bibel und Gott auf diese Weise missbraucht, gerät tatsächlich in Gefahr sein geistiges Leben zu verlieren bzw. befindet sich in der typischen Krankheitssymptomatik einer Sekte.

6. Der Patient wird im Teufelskreis der selbsterfüllenden Prophezeiung gehalten und dauerhaft medikamentös abhängig gemacht ohne aus dieser Endlosschleife zu entkommen bzw. diese auch nur ernsthaft zu hinterfragen. Angst und herbeigeführte Symptome und deren dauerhafter Impfung (sprich Behandlung) halten die Selbstrechtfertigung aufrecht bis zum Tod. Der Schwindel fliegt damit nie auf!
Entsprechung:
Der Mensch wird mit Angst und Irrtümern in einer Endlosschleife gehalten und bekommt dauerhaft als einzig und wirksam erwiesene Pille die Rechtfertigungslehre verabreicht. Damit wird er weltfremd aber wirksam abhängig gehalten und bei jedem möglichen Hinterfragen oder gar abfallen vom Glauben mit Angst geimpft und mit Euphorie (kurzfristiger Besserung) am Leben und Laufen gehalten.

Man kann also erkennen, dass der „Trick“ der Pharmaindustrie der Trick des Pseudochristentums seit Jahrhunderten ist. Klar erkennen kann man es allerdings nur, wenn man davon Abstand hat. Das ist jedoch entscheidend, wenn man dem „Tier“ in der Offenbarung wirksam begegnen will. Denn es verkörpert in erster Linie den Auswuchs eines abgefallenen Christentums. Dies allein wird in der Offenbarung behandelt. Weltliche und materielle Dinge kommen darin nicht zum Ausdruck, sondern geistige und zeitlose Dinge wie es dem Wort Gottes entspricht.

Um diesen fehlenden Abstand vor allem für Christen zu ermöglichen, die guten Willens sind, will ich die 6 Punkte noch einmal darstellen. Aber diesmal mit dem Urchristentum und wie es allen diesen 6 Punkten diametral WIDERSPRICHT:

1. Eine Krankheit wird ungenau und unspezifisch, aber abgegrenzt und keineswegs ganzheitlich definiert.
Entsprechung:
Psychische Symptome werden unspezifisch und pauschal dem Teufel zugeschrieben ohne ganzheitlich oder individuell auf den Menschen und seine Psychologie einzugehen.
Urchristentum:
Die Urchristen sahen den Menschen unabhängig von seinem Glauben und ganzheitlich und individuell vor Gott stehend und sprachen dessen Verhängnis im Leben spezifisch an.

2. Es wird nicht auf individuelle Symptome oder überhaupt auf den Menschen eingegangen sondern ein Test entwickelt, der diese Krankheit „hopp“ oder „top“ definiert. Also nur positiv oder negativ. D.h. entweder absolut nicht davon betroffen oder absolut ganz davon betroffen.
Entsprechung:
Nur wenn du Christus annimmst kommst du in den Himmel, anderenfalls in die Hölle!
Urchristentum:
Weder der Glaube noch ob jemand Christus annimmt oder nicht entscheidet über Himmel und Hölle, sondern allein die Taten und das Herz eines Menschen und inwieweit er das Böse mit Gottes Hilfe meidet und aus sich entfernt. Es gibt kein schwarz oder weiß, sondern viele Abstufungen und in Gottes Haus sind viele Wohnungen. Einem Christen steht es nicht zu zu urteilen ob jemand in den Himmel oder in die Hölle kommt. Und nicht Gott wirft in die Hölle, sondern der Mensch sich selbst!

3. Die Krankheit wird wesentlich gefährlicher dargestellt als sie ist. Entweder tödlich oder zumindest chronisch-progredient.
Entsprechung:
Dem Menschen wird Angst gemacht mit Drohpredigten und Angst vor der Hölle um den Bedarf zu verstärken.
Urchristentum:
Der Mensch wird keinesfalls mit Angst, sondern mit Liebe allein erreicht! Nicht die Drohpredigt, sondern die Frohbotschaft stand im Mittelpunkt der Verkündigung. Dem Menschen wurde nicht eingeredet pauschal böse oder verloren zu sein, sondern dass er mit Hilfe Jesu, dem Erlöser, Erlösung erfährt. Egal welcher Religion, Gesinnung oder welchem aktuell bestehenden Problem er im Leben auch gegenübersteht.

4. Entsprechend wird ein starkes Gegenmittel gerechtfertigt und schwere Nebenwirkungen in Kauf genommen.
Entsprechung:
Die Rechtfertigungslehre wird zum alleinigen Gegenmittel erklärt und die Bibel buchstäblich und fundamentalistisch ausgelegt.
Urchristentum:
Es gibt keine „Pille“ keinen seligmachenden Glauben oder sonstigen Trick oder Hokuspokus um von den Sünden frei zu werden! Allein das stetige Bemühen und sich gegenseitig dazu ermuntern die Sünde mit Jesu Hilfe zu besiegen führt Schritt für Schritt schließlich irgendwann zur gänzlichen Heilung.

5. Erst die schweren Nebenwirkungen führen tatsächlich genau zu dem schweren Verlauf der prognostiziert wurde.
Entsprechung:
Der Mensch, der die Bibel und Gott auf diese Weise missbraucht, gerät tatsächlich in Gefahr sein geistiges Leben zu verlieren bzw. befindet sich in der typischen Krankheitssymptomatik einer Sekte.
Urchristentum:
Der Mensch der Schritt für Schritt das Böse meidet mit Jesu Hilfe erfährt durch Jesus immer mehr und intensivere Heilung und wird in alle Weisheit geleitet und damit immer freier und ungebundener. Der geistige und innere Sinn der heiligen Schrift eröffnet sich ihm.

6. Der Patient wird im Teufelskreis der selbsterfüllenden Prophezeiung gehalten und dauerhaft medikamentös abhängig gemacht ohne aus dieser Endlosschleife zu entkommen bzw. diese auch nur ernsthaft zu hinterfragen. Angst und herbeigeführte Symptome und deren dauerhafter Impfung (sprich Behandlung) halten die Selbstrechtfertigung aufrecht bis zum Tod. Der Schwindel fliegt damit nie auf!
Entsprechung:
Der Mensch wird mit Angst und Irrtümern in einer Endlosschleife gehalten und bekommt dauerhaft als einzig und wirksam erwiesene Pille die Rechtfertigungslehre verabreicht. Damit wird er weltfremd aber wirksam abhängig gehalten und bei jedem möglichen Hinterfragen oder gar Abfallen vom Glauben mit Angst geimpft und mit Euphorie (kurzfristiger Besserung) am Leben und Laufen gehalten.
Urchristentum:
Der wahre Christ erfährt das was ERLÖSUNG im vollen Wortsinn bedeutet und umfasst! Er wird immun gegen Impfungen mit Angst und bösem Gewissen, vor allem seitens der Pseudochristen. Seine Beziehung zu Jesus Christus ist nicht von Gefühlen abhängig, sondern tragend und dauerhaft und allein mit seinem Frieden begleitet. Er erkennt den Geist hinter allen Dingen und ihm ist Macht gegeben durch Jesus Christus im Himmel und auf Erden! Durch IHN und mit IHM in alle Ewigkeit!

lebenslebendig

Wer nicht an Jesus glaubt, kommt in die Hölle?

Jeder der nicht an Jesus Christus glaubt, kommt in die Hölle!
Und zwar egal ob er ein guter oder schlechter Mensch war“.

Woher kommt diese anmaßende, grausame und so viele Menschen abstoßende Sicht der „Christen“?

Sie leitet sich vollständig aus der von der Kirche erfundenen Rechtfertigungslehre ab, welche besagt:

Jesus Christus ist „stellvertretend für unsere Sünden gestorben und wir können nichts zu unserer Erlösung beitragen, als zu glauben“!

Abgeleitet wird diese Sicht wiederum seit Luther aus den Briefen des Apostel Paulus in denen dieser von „Gesetzeswerken“ spricht die nicht gerecht machen. Paulus meinte als Jude natürlich mit „Werken des Gesetzes“ die Thora bzw. die 5 Bücher Mose die von den Juden „Das Gesetz“ genannt wurden und werden.

Übersetzt auf unsere Zeit heißt das so viel wie: Sich an Gebräuche und Überlieferungen zu halten, die man äußerlich hält, wird keinen Menschen erretten.

So weit also die spezielle jüdische Erklärweise des Paulus, deren Missverständlichkeit Petrus damals schon erkannte und warnte, diese und andere Stellen falsch zu verstehen, siehe dazu 2. Petr. 3.16. Ein Umstand der voll und ganz eingetreten ist, wie man bis auf den heutigen Tag sehen kann.

Denn spätestens seit Luther werden diese und ähnliche Aussagen des Paulus dazu missbraucht sie auf ALLES zu beziehen was Handlungen sind, bis auf den reinen Akt des Glaubens an die stellvertretende Erlösertat Jesu.

Mit anderen Worten heißt das: Auch alles „Gutes tun mit Hilfe Gottes“ wird darin eingeschlossen! Es gibt also für den Christen keinen Auftrag mehr, etwas Gutes zu tun bzw. das Böse mit Hilfe Gottes zu überwinden, außer glaubend an die schon geschehene Erlösertat Jesu festzuhalten und „die Sünde“ unter „sein Kreuz“ zu legen.

Kommt es weiterhin zu bösen Neigungen, muss einfach wieder dieser Glaubensakt durchgeführt werden, bis die Sünde oder böse Neigung verschwindet. – So weit die Theorie.

Verschwindet sie nicht, liegt es an der mangelnden Anbindung an einer Kirche oder Gemeinschaft von Gläubigen, die für einen beten oder die Kraft zur Freisprechung von den Sünden im Auftrag Jesu bewirken können. – So die Konsequenz die gefolgert wird.

Damit verwaltet das Monopol der Erlösung auch bei der evangelischen Kirche oder den Freikirchen abermals die Kirche, so wie es schon bei der katholischen Kirche der Fall war. Wieder wird behauptet, dass ohne sie kein Mensch selig werden kann. Nur dass in diesem Fall keine Ersatzhandlung mehr nötig ist, sondern nur noch das Festhalten an einen rechtfertigenden Glauben innerhalb einer dies glaubhaft suggerierenden, gläubigen Gemeinschaft.

Natürlich lässt sich Gott nicht spotten und die Sünden verschwinden dadurch nicht. Aber viele erleben zumindest einen vorübergehenden Effekt aufgrund der Gruppensuggestion, die aufgrund dieses Glaubens stattfindet und werden damit geblendet. Es wird eine „heilige Stimmung“ geschaffen und schöne, erbauliche Lieder gesungen, die die Gefühlswelt ansprechen und die damit scheinbar Heil suggerieren! Da dieser Effekt nicht von Dauer ist, braucht es immer wieder „Impfung“.

Bevor auch nur ein Finger gerührt wird, um mit Gottes Hilfe gegen die Sünde zu kämpfen, wird dieser Rechtfertigungs-Glaube nur immer noch mehr überbetont! Und allein von der Logik dieses Glaubens ist es auch so, dass jedes selber-Bemühen diesen Glauben auch in Frage stellen würde. Denn die Erlösung, so wird gefolgert, ist ja schon geschehen und sie ist vor allem stellvertretend schon geschehen, also OHNE dass man dazu etwas beitragen kann und soll. Denn mit dem eigenen Bemühen bekundet ja jeder regelrecht den Unglauben an dieses STELLVERTRETEND!

Diese Sache hat nur einen Haken. Dieses Wort „stellvertretend“ gibt es in sämtlichen urchristlichen Schriften EBENSOWENIG wie in der GESAMTEN Bibel des alten und neuen Testaments!

Das scheint aber Wenige zu stören. Ist es doch das bequemste, rechtfertigendste, wenn auch scheinheiligste „Ruhekissen“ für Sünden geworden, welches es je gegeben hat!

Jeder Christ nimmt bis auf diesen Tag lieber diesen bequemeren und erfundenen Weg der Kirchen an, als ganz einfach und simpel gegen die Sünde im Namen Jesu zu kämpfen. Getan wird aber weiterhin so, und viele lassen sich blenden. Denn mit Worten wird viel von Kämpfen gesprochen, aber immer innerhalb dieses stellvertretenden Glaubens, der dies gleichzeitig aushebelt.

Ganz anders die gegenseitige Ermunterung der Urchristen. Sie war machtvoll stärkend und nicht Dergestalt an irgend eine Art von Glauben festzuhalten, sondern ganz direkt mit Jesu Hilfe die Sünde zu überwinden. Punkt. Insofern war diese Lehre mit einem Satz gesagt!

Würde dies noch praktiziert wäre die alleinige und gegenseitige Ermunterung auch heute noch allein die Kraft und die Ausdauer der „seelischen Muskeln“ zu bewirken um immer erfolgreicher gegen jede Art von Sünde in der eigenen Seele vorzugehen, die mit Jesu Hilfe, wenn der Mensch wirklich Willens ist, auch vollständig besiegt wird!

Einen anderen Weg wird es in Ewigkeit nicht geben und wenn man sich noch so viel selber belügen will oder Ersatzhandlungen vornehmen will.

Denn dies allein ist und bleibt der urchristliche UND biblische Kontext: Jesus Christus hat den Tod und alle Sünde und alles Böse ÜBERWUNDEN! Damit auch WIR in SEINEM Namen überwinden können!

Entgegen diesem wahren, erlösenden Glauben wurde mit der Zeit ein: „Christus hat unsere Sünde STELLVERTRETEND von uns genommen und JEDER ist erlöst, der nun allein nur an diesen Glauben festhält“.

Die Konsequenz dieser scheinbar leichten Verdrehung ist wie oben erwähnt – diametral.

Auch Heilsgwissheit wird nicht mehr durch das Tun des Willens Gottes erlangt, sondern nur noch durch Suggestion.

Mehr Scheinheiligkeit geht nicht. Es wurde sozusagen die Scheinheiligkeit selber zur Religion erhoben! Dieses „Tier“, wie jede Art von Sündenrechtfertigung in der Offenbarung genannt wird, ist so mächtig, dass die gesamte westliche Welt von ihrem verwüstenden Geist geprägt ist. Ihre gesamte Politik und ihre scheinbare Demokratie!

So findet sich auch dort und in der gesamten Politik des Westens dieser Absolutheitsanspruch auf der natürlichen und materiellen Ebene wieder. Wir sind die Guten und die Anderen die Bösen und unter dem Deckmantel erhabener politischer Ziele und schöner Worte wird Tod und Elend über die ganze Welt gebracht!

Aber das wäre ein eigenes Thema.

Für einen jeden, der es sehen will ist es offenbar, dass so eine ehemalige Lebensreligion zu einer Glaubensreligion umgeformt wurde in der nicht mehr das Leben und die Werke im Vordergrund stehen, was diese Welt so dringend nötig hätte, sondern ein Christentum in dem nur noch dieser vom Teufel verdrehte Glaube im Vordergrund steht.

Damit sind auch Glaubensstreitigkeiten und Fanatismus und jede Art von Engstirnigkeit die logische Konsequenz! Denn wenn allein der richtige Glaube selig macht und nicht das Tun des Guten, bekommt dieser auch ein ganz anderes Gewicht gegenüber dem Leben und dem Tun. Ja, er wird damit zum alles Entscheidenden. Wie das Leben aussieht spielt dann freilich irgendwann gar keine Rolle mehr.

Und dass dieser Rechtfertigungsglaube die guten Werke wie von selbst bringt, wie immer wieder gesagt wird, ist eine besonders satanische Verdrehung der Wahrheit, die so freilich niemals aufgehen kann. Aber dies bezeugt allein Gott selbst im Herzen eines jeden einzelnen Christen!

Wie anders und geradlinig war hingegen das Urchristentum. Allein die WERKE zählen und das von Sünden und Süchten erlöste Herz!

Ihnen war klar, dass dies vielmehr eine Sache des ernsthaften und aufrichtigen Herzens war, als das des jeweiligen Glaubens. Auf dieses Bemühen bauten sie auf, egal welcher Religion oder Überzeugung jemand angehörte. Sie wussten, dass die Erlöserkraft durch Jesus Christus der entscheidende I-Tupfen auf jeder Religion ist, ja dass dies jede Religion in eine neue Dimension erhebt und von oben her nach unten hin umgestaltet.

Denn was fehlte war in jeder Religion nicht der Glaube, sondern die Kraft das Gute auch wirklich zu tun. Das Geglaubte auch wirklich umsetzen zu können, ja von der Sünde und den Süchten auch wirklich frei werden zu können! Auf dieser Lebens- und Erlebensebene sprachen sie die Menschen an.

Sie stritten nicht mit den Menschen über den richtigen Glauben, noch weniger hinderten sie ihr ernsthaftes Bemühen darin, sondern gaben ihnen nur etwas zusätzliches: Den Glauben an Jesus Christus, dem Mensch gewordenen Gott, der ihnen nun auch das Gelingen und die Kraft gibt das jeweils geglaubte auch umzusetzen!

Durch diese wahrhafte Kraft wurde bei ihnen nach und nach schließlich alles verwandelt und umgestaltet… auch der frühere Glaube!

Die Wahrheit ist: Jeder der guten Willens ist, hat IHN, damals wie heute, immer schon der WAHRHEIT nach erkannt in seiner Gottesbeziehung. Hat er dann von Jesus Christus gehört, hat er diese WAHRHEIT mit Freuden aufgenommen!

Dies war damals so, ist heute so, und wird immer so bleiben!

„HERR, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen“, sprach Simeon vom HERRN erfüllt als er bei der Beschneidung Jesu im Tempel zugegen war (Lukas Kap. 2 Vers 30).

Er konnte von einem „stellvertretenden Deal“ als Jude weder etwas wissen noch erkennen dass dieser etwa geplant wäre. Und hätte er dies geahnt, hätte er es niemals für eine Wahrheit gehalten oder auch nur im Geringsten als solche angenommen! Denn in diesem Menschen war kein Falsch, wie es in der heutigen Christenheit ist. Er war ein echter Mann Gottes der Jesus erkannt hat in Kraft und Wahrheit aus dem Wort Gottes wie unzählige Juden vor ihm OHNE den Namen Jesu auch nur gehört zu haben! Sie waren geistige Menschen, die das Wort GEISTIG verstanden und nicht primitiv und buchstäblich wie so viele heutige Christen. „Christen“ die kein Problem hätten über Simeon zu sagen, dass er in die Hölle komme würde weil er das stellvertretende Erlöserwerk Jesu nicht angenommen hat. „Christen“ die damit heute ebenso gegen den Hl. Geist sündigen, wie es damals die Pharisäer taten (Mk 3,29; Mt 12,31–32).

Das Wort GUTEN WILLENS war bei den Urchristen entscheidend, egal welcher Religion jemand angehörte. Das LEBEN war somit entscheidend und nicht der Glaube, den jemand im Kopf herumgetragen hat.

Daher steht auch in Lk. 2,14 dass Jesus gekommen ist für die Menschen GUTEN WILLENS!

Nicht um einen einfachen Weg zu Gott aufzuzeigen, wie das heute geschieht, sondern um ÜBERHAUPT einen Weg zu Gott aufzuzeigen. DAS WAR DIE FROHBOTSCHAFT Gottes die allen Völkern (also ALLEN, welchen Glaubens auch immer) verkündet wurde!

NIEMAND wurde mit einem Absolutheitsanspruch (ohne Jesus kommst du in die Hölle!) vor dem Kopf gestoßen und auch NIEMAND wurde aufgrund seines bloßen Glaubens als erlöst bezeichnet sondern ALLEIN aufgrund SEINES LEBENS welches sich in TATEN UND WERKE bezeugte!

Ein anderes Zeugnis kann und wird es in Ewigkeit nicht geben!

Insofern wurde das Christentum auch als allumfassend (katholisch) bezeichnet, weil es der Schlüssel JEDER Religion und Gottesverehrung war.

Dass sich auf diesen Begriff später die katholische Kirche bezogen und begründet hat und folglich alle Wahrheiten verkehrt hat, ist ein anderes Thema.

Würde die Christenheit wieder zurückkehren zu dieser urchristlichen Wahrheit gäbe es keine Lehrstreitigkeiten, weil wieder allein das LEBEN im Vordergrund stehen würde. Die Christen wären nicht fanatisch, engstirnig und verurteilend, sondern tolerant, weise und liebend!

Und, – sie würden ERLÖSUNG erfahren!

Aber das nur mal so ganz nebenbei.

Jesus wird nicht, ER ist WIEDERGEKOMMEN!

lebenslebendig

Trinitätslehre

Wo war es nicht so? Wo war jemals etwas Heiliges, Großes und Geistvolles, wo es nicht nur eine Frage der Zeit war, bis sich Machtstrukturen bildeten, bis Eitelkeit und Geld die einstmals heiligen, kleinen und noch tiefgläubigen Zirkel in riesigen Verbänden organisiert und verwässert hatten, wo sich Alphatiere, Machtmenschen und Narzzisten an die Spitze setzten?

Wir schreiben das Jahr 328 n. Chr. zur Zeit des Kaisers Konstantin. Nur ein auserlesener Kreis von Bischöfen wird zum Konzil von Nicäa zugelassen.

Zweifellos kluge Leute, die endlich greifbare, verbindliche Dogmen in die so „unerträglich“ vielfältige Christenheit bringen wollen.

Vielleicht ist es immer ein Ausdruck von menschlicher Macht, Kontrolle und Einfluss dem Lebendigen gegenüber auszuüben. Dem Inspirierten und Unberechenbaren in Gottes Schöpfung nicht mehr zu trauen. Wohl ist es aber der Ausdruck dessen, was Machtmenschen wohl immer selbst verloren haben. Nämlich die Lebendigkeit in Gottes Führung, weil sie nicht mehr loslassen sondern haben wollen, nicht mehr Hingabe leben sondern Herrschen wollen und irgendwann vielleicht auch nicht mehr glauben können.

Die besonders Gelehrten unter ihnen verstehen sich auf wissenschaftliche Begriffe und „tiefsinnige“, fundierte und intelligent hergeleitete Begründungen. Sie tragen ihr ausgedehntes Wissen gerne zur Schau und einige verstehen sich sogar darauf, diesem den Anschein von Demut und Eifer für Gott und der gerechten Sache zu geben.

Unterscheiden können dies, wie die Spreu vom Weizen, allenfalls und allezeit nur die echten, ernsthaften Christen.

Zur Zeit des besagten Konzils entstanden jedenfalls viele solcher Begründungen, oft benannt nach ihren Begründern wie: Athanasianer, Arianer, Doketisten, Manichäisten, Adoptianisten, Marcellianer, Sabellianer, Modalisten, Subordinatianisten, Patripassianer, Monarchianer und später die Makedonianer, Pneumatomachen, Altnizänern und viele mehr. Und viele philosophische und pseudophilosophische Begrifflichkeiten wie: Ein-Hypostasen, Drei-Hypostasen, Subordination, Emanation und so weiter.

Es gäbe dagegen nichts einzuwenden, wenn da einfach Gelehrte sind, die sich gerne in ihrer Eitelkeit ergehen und über Dinge streiten, die ein reines Gedankenkonstrukt sind und dem sprichwörtlichen Vogel gleichen, den man seziert und in alle Einzelteile zerlegt um nach seinem Leben zu suchen. Aber sie gehen in ihrer Macht meist auch dazu über anderen diese Erkenntnisse aufzudrücken und gemeinverbindlich zu machen. Es ist der Sauerteig der Pharisäer, vor dem schon Jesus eindringlich warnte und der ansteckend, durchsäuernd und verführend ist. Denn oft kann man Dinge nicht in Worte fassen, spürt vielleicht nur, dass da etwas nicht stimmt. Und nicht selten gibt es auch gar keine Worte für das heilige, tiefe, wortlose Verstehen des Geistigen, inspiriert vom Heiligen Geist. Es ist dann verführerisch doch den Begrifflichkeiten zu verfallen und sich auf’s „Glatteis“ führen zu lassen, in die Welt der Gedankenkonstrukte derer, die sie ersonnen haben.

Wie viele Christen mögen zur damaligen Zeit geschwiegen haben, geschwiegen und gebetet haben. Das Unabwendbare wie dunkle Gewitterwolken heraufziehen gesehen haben? Auch wenn sie sicher noch viel mehr gesehen haben in Gottes Vorsehung, das sie wiederum getröstet hat. Es muss jedenfalls sehr weh getan haben mitanzusehen wie „Obrigkeiten“ mit theologischen oder philosophischen Spitzfindigkeiten versuchten Gott zu ergründen. Ohne Bezug auf das Wort Gottes und ohne Bezug auf eine tiefere, geistige Entsprechung aus dem Leben und Erleben eines lebendigen Christen.

Die frühchristlichen Apostel und Apologeten haben dies ganz bewusst nicht getan, da bin ich inzwischen der festen Überzeugung. Leider wurde und wird ihnen das so ausgelegt, als hätten sie das Thema noch nicht durchdrungen oder verstanden. So jedenfalls immer wieder die herablassende, theologische Sicht auf die ersten Christen und ihr mangelndes Verständnis der Trinitätslehre.

Die frühen Christen wussten: Die Erfahrensebene, dass Jesus Christus die sichtbare Seite Gottes ist, offenbart sich jedem Christen ganz von selbst und ohne das Geheimnis vorwegzunehmen. Es geschieht auf unaussprechliche Weise wenn nicht der Mensch vor seiner Zeit in dieses eindringt, sondern über die Taufe durch die Apostel Jesu und unter Anleitung durch den Heiligen Geist ernsthaft seinen Weg geht.

Das Urchristentum war eine Weisheits- und Lebensreligion und keine Glaubensreligion wie sie dies heute ist.

Demensprechend bringen die ersten Christen in vielen ihrer Schriften das sogenannte Logosverständnis zum Ausdruck. Eingebetet in das Wort Gottes, ja als Ausdruck der Weisheit und Erkenntnis aus dem Wort Gottes. Im Johannesevangelium und auch anderswo ist dieser Ausdruck exemplarisch für das Erfahren mit und nicht „über“ Gott. Ein abstraktes Wissen „über“ Gott konnte es (und kann es) für einen lebendigen Christen nicht geben oder wurde als Sakrileg empfunden.

Was besagt dieses urchristliche Logosverständnis? Der schönste und am häufigsten wiederkehrende Logos-Ausdruck in der Urchristenheit und auch im Judenchristentum ist der Begriff vom „Licht der Welt“ oder auch das lebendige Wasser oder das lebendige Brot das vom Himmel kommt usw. Der hellenistsich-philosophische Begriff „Logos“ eignete sich dabei für die ersten Christen, um einen Anknüpfungspunkt für Nichtjuden zu haben. Er wird zum Ausdruck für das erleuchtende (Licht) und tiefere Verständnis des Wortes Gottes (innerer Sinn des Wortes Gottes) welches das Leben durch Gott für den Christen bedeutet. Die unsichtbare Seite (Liebe) drückt sich über die sichtbare Seite (Weisheit, Licht) in der ganzen Schöpfung aus wie Sonne (Wärme = unsichtbar) und ihre Strahlen (Licht = sichtbar). Während also der Vater unsichtbar ist, wie die Wärme der Sonne, so ist der Sohn sichtbar, wie das Licht der Sonne. Aber es ist EINE Sonne und nicht etwa zwei. Die Wärme entspricht der Liebe und das Licht entspricht der Weisheit. Gott ist nicht nur Liebe sondern Liebe & Weisheit, die sich über Vater (unsichtbar) und Sohn (sichtbar) zum Ausdruck bringt.

In all dem wurde die menschliche Gestalt immer als göttlich verstanden und betrachtet. Gott kam nicht in unsere Gestalt, sondern wir sind in SEINER! Das ist wichtig zu verstehen, da in der jüdischen Überlieferung Gott als der eigentliche Mensch verstanden wird, auch wenn es nicht möglich war IHN zu schauen und zugleich zu leben (2.Mo. Kap. 33, 18; 5.Mo. Kap. 34,10-12)

Daher sind wir das Abbild Gottes in dieser Gestalt, die wir sozusagen missbrauchen, wenn wir sündigen. Da wir sie dann nur noch äußerlich, aber nicht mehr innerlich erfüllen. Am umfassendsten und am klarsten auf den Punkt gebracht ist das urchristliche Logos Verständnis und überhaupt das Wissen über die Entsprechungen im Wort Gottes, wie es die Urchristen hatten, in unserer neueren Zeit von Emanuel Swedenborg zum Ausdruck gebracht worden. Ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auf meine weitere Webseite: www.emanuel-swedenborg.de Wenn ich mich also irgendwie bezeichnen wollte, dann als Swedenborgianer oder als jemand, der über das umfassende Studien der urchristlichen Schriften auf Swedenborg gekommen ist. Und dort alles noch ausführlicher und vertiefter wiedergefunden hat.

lebenslebendig

Die Perle im Acker

Es war einmal ein alter, tüchtiger Kaufmann der ständig auf der Suche nach kostbaren Perlen war. Er kaufte und verkaufte sie und erfreute sich an den strahlenden Augen der glücklichen, neuen Perlenbesitzer. Und manchmal, wenn er erkannte, dass jemand Perlen ebenso liebte wie er aber nichts hatte um zu bezahlen, schenkte er diese nicht selten dem Perlenliebhaber sogar, so gutherzig und gerecht war er.

Eines Tages erfuhr er, dass in einem ihm bekannten Acker in seiner Nähe eine unglaublich wertvolle Perle verborgen liegen soll. Sogleich machte er sich auf den Weg, verkaufte alles was er hatte, zog in eine einfache Hütte und erwarb diesen Acker.

Damit ihn niemand beobachten und möglichst kein Dieb auf ihn aufmerksam werden konnte, grub er nur ganz früh am Morgen auf seinem neu erworbenen Acker nach der Perle, noch bevor die Sonne mit ihren ersten Strahlen seine verschwitzte Stirn trocknen konnte. So verging Tag für Tag und Woche um Woche, und der suchende Kaufmann begann schon zu zweifeln. Hat ihn sein untrüglicher Instinkt diesmal verlassen? Auch die harte Arbeit machte ihm sehr zu schaffen, da er diese als Kaufmann nicht gewohnt war.

Doch eines Tages, als er besonders tief grub und die aufgehende Sonne soeben den Schweiß auf seiner Stirn zu trocknen begann, ertönte ein heller Klang, der anders war als der der vielen Steine. Und siehe da, die Erde öffnete sich und die schönste Perle lag vor ihm die er je gesehen hatte!

Vorsichtig bedeckte er sie sogleich wieder mit Erde, damit sie nur ja niemand sehen konnte, prägte sich aber die Stelle genau ein und ging voller Freude in seinem Herzen heim.

Dort angekommen überlegte er lange, wie er die Perle in seiner einfachen Hütte so verstecken könnte, dass sie weder Dieb noch Räuber je finden würden. Und welches Versteck er sich auch ausdachte, keines schien im sicher genug zu sein und welches er auch zubereitete, keines war ihm gut genug. So verging Tag für Tag.

Es wurde Herbst und schon kalt in der Hütte als der alte Perlenhändler plötzlich verstarb, noch ehe er die wertvolle Perle hätte bergen können.

Da er weder Kinder noch Verwandte hatte war nun unklar, wer die alte Hütte und das unscheinbare Grundstück erben sollte. So wurde die Angelegenheit an den Stadtrat übergeben.

Doch noch ehe dieser darüber tagen konnte, entstand schon eine große Unruhe in der Stadt.

Denn es hat sich inzwischen weit über die Grenzen des Landes herumgesprochen, dass der allseits bekannte und beliebte Kaufmann verstorben sei. Räuber und Diebe des ganzen Landes machten sich somit heimlich auf dem Weg, in der Hoffnung reiche Beute zu machen. Denn wie die Leute nun mal sind, hat sich nicht nur herumgesprochen, dass der berühmte Kaufmann verstorben sei, sondern auch, dass er der reichste Mann des Landes gewesen sein soll und im Besitz der größten und schönsten Perle war, die die Welt je gesehen hatte.

Manche wurden daraufhin so dreist, dass sie sich fälschlicherweise sogar als Erben ausgaben um so in den Besitz der Hütte zu kommen. Andere wiederum versuchten bei Nacht und Dunkelheit in die verlassene Hütte einzudringen. Alle einte aber Eines: Die Gier nach dieser wertvollen Perle. Aber so viel sie auch suchten, sie fanden sie nicht.

Frustriert und gereizt zogen viele der Diebe und Räuber in die nahegelegene Stadt und setzten dort ihren Raubzug fort. Die Plünderungen nahmen schließlich so überhand, dass sich dort Angst und Schrecken unter den Bürgern ausbreitete. So gelangte die Sache schließlich zu den Ohren des Königs. Dieser aber ließ sofort den Stadtrat einberufen und drängte auf eine Lösung, aber niemand vermochte ihm diese zu geben.

Da beriet sich der König im engsten Kreis seiner Minister und griff schließlich zu einer besonderen List. In der Schatzkiste des Königs befand sich ein wertloses Diadem. Es sah zwar wertvoll aus, war aber gleichwohl nur aus Eisen, welches wie Gold glänzte. An der Stirn hatte es sogar 3 kleine Perlen, mit denen es geschmückt war, aber auch diese waren bis auf die mittlere, nur aus Glas.

Dieses ließ der König nun heimlich in der Hütte verstecken.

Die List ging auf. Schon in der folgenden Nacht fanden mehrere Räuber das Diadem und freuten sich über alle Maßen über den ersehnten Fund.
Aber dennoch waren sich die Räuber auch uneinig, ob das wohl diese besagte, wertvolle Perle war? Und sie gerieten darüber in Streit. Einige meinten, wie soll es die Perle sein wenn sie doch aus drei besteht und nicht aus einer. Wieder andere erkannten: „Es ist die Perle! Denn nur eine davon ist echt“!

Doch noch während sie stritten wurden sie auch schon von den Wachleuten des Königs verhaftet, welcher dieser heimlich unweit der Hütte versteckt platziert hatte. Sofort nahmen diese das Diadem an sich und übergaben es dem König der sogleich verlauten ließ: „In der viel umstrittenen Hütte des Perlenbesitzers wurde eingebrochen und die begehrte Perle entwendet! Sie besteht in Wahrheit aus einem Diadem mit 3 Perlen und nicht nur einer! Aber die wertvolle Perle wurde noch rechtzeitig von den Wachleuten gesichert und in die Obhut des Königs übergeben und als echt anerkannt!“

Diese Kunde ließ der König überall verbreiten und siehe da, es kehrte wieder Ruhe im ganzen Land ein.

Und bis heute hat sich der Glaube erhalten, dass die besagte Perle des berühmten Perlensuchers nur dieses wertlose Diadem wäre wiewohl es nur die beschwichtigende List des Königs war, der so wieder Ruhe in sein Land bringen konnte.

Die Sehnsucht nach der echten Perle blieb indes bei den Wenigen weiterhin bestehen. Ebenso die Sehnsucht nach den ehrbaren Qualitäten eines echten Perlenhändlers, wie unser edler Kaufmann es war, der nicht nur Perlen liebte, sondern alles daransetzte, die schönste und erhabenste unter ihnen auch zu finden. Vielleicht wird dies von manchen erahnt, wenn sie an der Stelle der Hütte stehen wo heute eine schlichte Gedenkstätte steht, die von dieser Geschichte erzählt. Und wenngleich es wenige sind bei denen sich die Wahrheit erhalten hat, dass die Perle immer noch verborgen sei, so gibt es diese doch. Und vielleicht gibt es eines Tages auch wieder echte, ehrbare Perlensucher, die alles daransetzen sie zu finden.

Kommentar zur Geschichte

Die Sehnsucht nach der Wahrheit treibt uns alle mehr oder weniger an und um. Gibt es wirklich so wenige Menschen, die suchend und hinterfragend sind? Oder ist es vielleicht eher so, dass zwar viele hinterfragend sind, aber dies nur soweit bzw. solange keine unbequemen Fragen gestellt werden?

Ich glaube es ist normal, dass wir vor allem in unsicheren Zeiten noch mehr als sonst unseren kleinen Rückzugsort brauchen, unsere kleinen Wahrheiten und Wertmaßstäbe, die uns Halt geben und Sicherheit. Wir haben es uns darin gemütlich eingerichtet und reagieren empfindlich, wenn von außen jemand kommt und daran rüttelt. Das betrifft auch unseren Glauben.

Religionen, Kirchen und Glaubenssysteme geben Halt. Zumindest solange sich jeder an die stillschweigende Übereinkunft hält, deren Wahrheiten nicht in Frage zu stellen. Um Einigkeit zu demonstrieren wird dann nicht selten die Welt da draußen entsprechend dunkler dargestellt.

Wenn wir Jesus lebendig nachfolgen ist das anders. Er ist keine Kirche oder Religion. Er ist der Lebendige und uns immer Wandelbare. ER sagt: Er habe keinen Stein, wo er sein Haupt hinlege, als IHN ein Mann fragt ob er IHM nachfolgend dürfe, aber entsprechend der Antwort, die Jesus gibt, wohl eher nur diese Sicherheiten im Glauben suchte.

Dieses alles-loslassen-können gehört zum lebendigen Christsein wie die Luft zum atmen. Alle Dinge zu haben als hätte man sie nicht, wie es Paulus in 1.Kor. 7,29-31 so gut zum Ausdruck bringt. Jesus kann man dadurch nicht verlieren sondern immer nur in der Tiefe neu gewinnen. Auch wenn es um die Anschauungen über IHN und SEINE Erlösung geht. – Ja, gerade da!

Wer wirklich liebt, der hinterfragt. Es kann ihm ja auch nicht egal sein, wenn es das Wichtigste in seinem Leben ist!

Nur die Wahrheit hat Kraft. Das betrifft schon viel weniger wichtige Dinge als den Glauben. Ob es Freunde, Eltern oder auch nur Arbeitskollegen sind. Wenn ich weiß, was Menschen antreibt so zu handeln wie sie handeln, kann Verständnis und Liebe wachsen. Ja, man kommt diesen Menschen in jedem Fall näher.

Um wie viel mehr betrifft das die Wahrheit über Gott und seine Erlösung? Bin ich bereit unbequeme Fragen zu stellen? Bin ich bereit wirklich zu suchen und anzuklopfen – aus Liebe und Begeisterung für die Wahrheit?

Jesus wartet darauf. Er verheißt es uns mit den Worten: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“. Matth. 7,7 ; Luk. 11.10

Ja! Diese wahren, ehrbaren Perlensucher (Wahrheitsucher) wünscht sich Gott! Menschen denen keine Mühe zu groß und kein Aufwand zu viel ist um in die Tiefe vorzudringen. Die in Geist und WAHRHEIT anbeten! Joh. 4,23-24

Die Lüge kann uns nicht frei machen. Und wenn wir in Bezug auf Gott und Erlösung in Unwahrheit (oder Scheinwahrheit) sind, wie sollte sie uns frei machen?

„So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ sagt Jesus in Joh. 8,31-32.

Die Wahrheit über die Erlösung beginnt mit der Anschauung über Gott. Gibt es wirklich 3 Personen in Gott? Und sandte Gott-Vater wirklich den Sohn als Sühneopfer? Weil der Vater Gerechtigkeit anrechnen musste und nicht barmherzig sein konnte usw.? Wie wurde das im Urchristentum gesehen, als es noch keine Trinitätslehre gab? Die Trinitätslehre entstand erst im Jahre 328 n. Chr.

Ist das das Diadem welches anstelle der Perle gerückt ist? Mit allen weiteren verheerenden Folgen für die Wahrheit, die uns allein frei machen kann und könnte?


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Was ist der Unterschied zwischen dem Urchristentum und dem Christentum heute?

Wenn man sich viele Jahre mit diesem Thema auseinandergesetzt hat weiß man, dass der Unterschied nicht einfach in der Abweichung von ein paar nebensächlichen Auffassungen liegt.

Es ist nicht übertrieben wenn man sagt, dass es sich um ein gänzlich anderes Christentum handelt, welches tatsächlich in den Hauptpunkten diametral dazu gegensätzlich ist. Aber dazu gleich.

Das Urchristentum ist einfacher, klarer und absolut leicht verständlich. Man muss wissen, dass die ersten Jünger und Heidenchristen meist sehr einfache Leute waren die in der Mehrzahl weder lesen noch schreiben konnten.

Eine Trinitätslehre oder Rechtfertigungslehre, worauf heute das gesamte Christentum aufbaut, wäre diesen Menschen kaum vermittelbar gewesen, und wenn hätten sie diese wohl allein intuitiv als unsinnig bzw. scheinheilig erkannt und abgetan.

Die Frohbotschaft der Apostel Jesu bestand nicht darin, einen leichten und bequemen Weg zu Gott aufzuzeigen, sondern überhaupt einen möglichen Weg zu Gott aufzuzeigen.

Jesus von Nazareth ist der verheißene Erlöser, der Messias und das Licht der Welt welches für alle Menschen guten Willens eine Möglichkeit geschaffen hat, echte Erlösung und Errettung zu erlangen. Das war der Kontext der Frohbotschaft!

Was nützt es dir als gläubiger Jude, wenn du dich streng an die Thora hältst aber dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?
Was nützt es dir Anhänger des Baal oder des Jupiter oder der vielen Götter der Hellenen, wenn du dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?

Völlig gegensätzlich zum heutigen Christentum sagten die Apostel damals nicht. „Dein Bemühen der Sünde zu entfliehen war unnötig oder gar falsch“, sondern im Gegenteil – es war nicht genug!

Jesu Botschaft war auch hier klarer und unmissverständlicher:
Deine Liebe zu Gott muss in völliger Hingabe münden! „Wer auch nur den Pflug in die Hand nimmt und zurückschaut, ist nicht geschickt für das Reich Gottes“! Luk. 9,61-62. „Es gibt letztlich keinen Stein worauf der Sohn des Menschen sein Haupt legen kann“. Matth. 8,20. Das Loslassen betrifft uneingeschränkt das ganze Leben. „Ja, wer nicht Vater und Mutter und sogar seine eigene Seele hasst, wird das Leben nicht ererben“! Matth. 10,37 ; 16,25 ; Luk. 14,25-27 ; 17,33. ; Mk. 8,35

Jesus fordert also absolute Hingabe und absolutes Loslassen und absolute Lebensübergabe. Sobald auch nur ein wenig zurückgehalten wird, ein kleines Leben, das man für sich behalten will, kann dieser Weg nicht gelingen.

Zuvor war der Weg zu Gott trotz allem Bemühen nicht mehr möglich. Jetzt ist die Tür einen Spalt geöffnet durch Jesus Christus und es ist daher möglich, aber nur wenn das Bemühen noch verstärkt, die Hingabe grenzenlos, und das Halten der Gebote Jesu ständig erkämpft wird – an SEINER Hand, bis hin zum Sieg über die Sünde, Schritt für Schritt und in schier endlosen Anläufen!

Nochmal: Nicht das war die frohe Botschaft, dass ein leichter Weg zu Gott geschaffen wurde, sondern, dass ÜBERHAUPT ein Weg zu Gott geschaffen wurde!

Seit Johannes (den Täufer) wird dem Himmelreich Gewalt angetan (versuche von der Sünde frei zu werden) und nur die Gewalttätigen werden es ererben! Matth. 11,12

„Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden“. Matth. 7,13-14.

Jesus macht im gesamten Evangelium keinen Hehl daraus, wie entschieden der Kampf aufgenommen werden muss um an SEINER Hand und mit dem GANZEN Bemühen, das uns möglich ist, schließlich auch die Gnade zu erlangen von der Sünde frei zu werden.

Dies setzt also voraus, dass wir ALLES daransetzen was in unserer Macht steht damit Gott alles daransetzt was in SEINER Macht steht.

Jesus ist als erster Adam allem abgestorben (gekreuzigt) durch diese schmale Tür hindurchgegangen damit auch wir nun IHM nachfolgen und gekreuzigt absterbend hindurchgehen!

ER ist der EINZIGE und ERSTE der alles Böse überwunden hat und kann es nun auch in unserer Seele überwinden, wenn wir IHM nachfolgen.

Das ist zusammengefasst in einem Satz das gesamte Christentum!

Jesus nachzufolgen meint ebenso den Weg ans Kreuz zu gehen und nicht wie es heute verkündet wird: Jesus ist stellvertretend schon für uns gestorben, wir müssen es nicht mehr, er hat es getan. Der Kreuzestod bleibt uns erspart, das Absterben der Sünde bleibt uns erspart, das unentwegte Kämpfen bleibt uns erspart, das ständig alles loslassen bleibt uns erspart, die echte Hingabe zu ihm bleibt uns erspart, das Halten seiner Gebote bleibt uns erspart ..

ja, das alles bleibt uns erspart. Aber es bleibt uns auf diese Weise auch die Erlösung erspart, das frei werden von den Sünden und Dämonen und das Eingehen in das Reich Gottes, das bleibt uns damit auch erspart.

Nein, wir können als Christen nicht hergehen und die Gnade in Anspruch nehmen aber unseren Teil, alles zu tun was uns möglich ist, nicht einhalten und nicht tun.

Erst wenn wir gegen die Sünde, Süchte und bösen Geister kämpfen als würden wir ganz aus uns selber kämpfen, aber doch in dem Wissen, dass wir es ganz aus Gott, ja ganz aus Jesus Christus tun, wird sich uns die Gnade immer und immer wieder eröffnen und wir werden Wunder über Wunder erleben.

Jesus gibt uns diesbezüglich das Gleichnis von den zwei Söhnen die im Weinberg arbeiten sollen, wo der eine sagt, er will nicht, aber geht dann doch. Der andere sagt er will, aber geht dann nicht. Jesus stellt dann die einfache Frage: Wer ist es der den Willen des Vaters tut? Matth. 21,28-31.

So viele Christen sind schwer belastet von psychischen Krankheiten, Süchten und Abhängigkeiten und legen doch die Hände in den Schoss weil sie aufgrund des falschen, beschwichtigenden Christentums meinen, sie würden schon alles tun.

Andere suggerieren sich Heilsgewissheit indem sie sich in Euphorie beten oder in Gemeinschaft eine heilige Stimmung schaffen und erbauliche Predigten anhören. Dieser positive Effekt hält eine Weile an und dann ist wieder alles beim Alten.

Einige kommen dann auf die scheinheilige Idee, dass die Sünde gar nicht Sünde ist, wenn sie im Glauben und in Gott getan ist usw. Scheinheiligkeit, Hartherzigkeit und Fanatismus sind dann die am klarsten in Erscheinung tretenden Früchte, die dabei zu sehen sind.

Der einfache, klare und schwere Weg des Urchristentums bleibt verborgen. Aber es ist nur der zunächst schwere Weg der letztlich leichter ist als der leichte Weg durch die Hintertür, der nicht gangbar ist.

Es ist keine Frage, dass es beschwerlich ist mit Jesu Hilfe immer und immer wieder gegen die Sünde anzugehen. Dass man oft müde ist und entmutigt und oft entkräftet und hoffnungslos. Aber nicht der schnelle Sieg, sondern das immer wieder aufstehen und weiterkämpfen führt letztlich zum Sieg über jede Sünde mit Jesus Hilfe!

Das ist gänzlich so wie mit dem trainieren von Muskeln. Am Anfang scheint alles unglaublich beschwerlich bis es leichter wird und am Ende sogar Spaß macht. Unsere „seelischen Muskeln“ wollen genau so trainiert werden und sie werden trainiert mit dem Überwinden in Jesu Namen! Bis es immer leichter wird. 1. Joh. 5,3

So ist der Weg gangbar und voller Wunder und Einweihungen in die Geheimnisse Gottes!

Klarer und schöner wie in dieser urchristlichen Schrift aus dem sehr frühen Christentum kann dieses Wunder kaum ausgedrückt werden:

Ich sprach zu ihm: ‘Herr, groß, gut und herrlich sind diese Gebote und können das Herz des Menschen erfreuen, der sie zu halten vermag. Ich weiß aber nicht, ob diese Gebote von einem Menschen befolgt werden können, denn sie sind sehr hart.’ Er antwortete mir: ‘Wenn du dir vornimmst, dass sie befolgt werden können, so wirst du sie leicht befolgen, und sie werden nicht hart sein. Wenn aber in deinem Herzen der Gedanke Platz greift, dass sie von keinem Menschen befolgt werden können, wirst du sie auch nicht befolgen. Für diesen Fall aber sage ich dir: Wenn du sie nicht befolgst, sondern außer acht lässt, werden weder du noch deine Kinder noch deine Familie Rettung erlangen; denn du hast dir ja selbst schon das Urteil gesprochen, dass diese Gebote von keinem Menschen befolgt werden könnten.’“

Denn wie der Schmied, wenn er sein Werkstück ständig hämmert, schließlich fertig wird mit dem, was er sich vorgenommen, so wird auch die Mahnung zum Rechten, wenn sie täglich laut wird, schließlich mit allem Bösen fertig. Werde nur nicht müde, zu ermahnen deine Kinder; denn ich weiß es: wenn sie von ganzem Herzen Buße tun, werden sie in die Bücher des Lebens zu den Heiligen geschrieben werden.
(Aus: „Hirt des Hermas“ Kap. 46,5-6 und 3,2)

Der Segen unseres HERRN JESUS CHRISTUS allen Menschen guten Willens, lauteren und aufrichtigen Herzens sind, die Wahrheit suchen und ihr Leben IHM übergeben und weiterhin übergeben und SEINE Gebote tun!

lebenslebendig

NoFap

Was ist Männlichkeit?

Alle Märchen und Sagen dieser Welt in denen am Ende ein Mann oder Jüngling die Königstochter oder Jungfrau erobert, sprechen und erzählen davon. Von der wahren Männlichkeit.

Oft ist der Jüngling zunächst aus niederem Stand, während die junge Frau eine Tochter des Königs oder hohem Stand ist.

Das sind alles Entsprechungen zum Geistigen, die einen tiefen Sinn haben und worauf ich noch zu sprechen komme. Vor allem, dass der Jüngling Widerstände zu überwinden hat, Drachen oder gefährliche Tiere töten muss oder schwierige Rätsel lösen und andere Gefahren meistern muss.

Warum?

Übertragen auf das Innere, die geistige Welt, die Seelenebene, sind diese Herausforderungen, die Drachen, die Rätsel und allerlei Gefahren nichts anderes als Bilder und Entsprechungen für alle Arten an Begierden, Süchten, Unwahrheiten und Verdummungen denen wir in dieser Welt ausgeliefert sind.

Der Kern der Botschaft ist einfach: Es geht um Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin und um den Kampf, den eigenen Begierden und Süchten nicht mehr blindlings ausgeliefert zu sein. Das ist, auf einen Nenner zusammengefasst, Männlichkeit. Und nichts anderes.

Ein Mann der sich selbst im Griff hat, der kein Fähnchen im Wind ist, der keine leeren Worte macht, der für das Recht einsteht und Unrecht verabscheut, der ein Fels in der Brandung ist und gleichzeitig seine eigene Gefühlswelt erschlossen hat.

Eben gerade auch aufgrund der Kämpfe, aufgrund der Auseinandersetzung mit seinen eigenen Untiefen, welche dem Archetypus des Kriegers entsprechen, wie er in Märchen und Sagen bildhaft dargestellt wird.

Der Weg da hin ist aber ein völlig anderer als er vielfach dargestellt wird und wurde. Noch immer zählt die zur Schau gestellte Männlichkeit, die sich nach Außen siegreich und stark darstellt und keine Schwäche zeigen darf. Eine Männlichkeit, die schon gesiegt haben will noch bevor sie gekämpft hat, die stark sein will noch bevor sie Schwächen und Niederlagen einstecken musste. Eine Männlichkeit die machtvoll und weise sein will noch ehe sie Demut und Ohnmacht kennengelernt und erfahren hat.

Nein, in den Märchen und Sagen geht es interessanterweise viel weniger um das Siegen, als um den Umgang mit Niederlagen. Viel weniger um die Kunst des Kampfes, als um die Kunst, mit Versagen und Demütigungen auch umgehen zu können.

Daher gibt es darin immer die Achillessehne des Achilleus oder die verwundbare Stelle auf dem Rücken des Siegfried, dem Drachentöter usw.

Es sind immer die unscheinbaren Körperstellen oder auch Ereignisse, die den Krieger unglücklich zu Fall bringen, warum nur ist das so? Was wollen uns die Märchen und Sagen damit nur sagen?

Die Antwort auf dieses Geheimnis kennt allein nur der, der selber gekämpft hat.

Ich will keine Umschweife machen. Der schwierigste Kampf für einen Mann, liegt in der Regel, im Umgang mit seiner eigenen Sexualität.

Dafür braucht es nicht nur Kampfeswillen (der in der Regel schon fehlt), sondern vor allem Weisheit und Erkenntnis.

Schätzungen zufolge, soll das gesamte Internet zu beinahe 80 Prozent aus Pornografie bestehen. Ein riesiger Markt, der Frauen zum Konsumgut degradiert und vermarktet, und je gefühlloser die Menschen werden, desto besser funktioniert er.

Eine Horde heranwachsender Jugendlicher, die Weiblichkeit auf die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale reduzieren und mit „Generation Porno“ umschrieben werden.

Schon 2009 hatten Forscher der Uni Montreal – ausnahmsweise sozusagen – die Effekte von Pornos auf Männer untersuchen wollen. „Wir haben Männer in ihren 20ern gesucht, die noch nie Pornos konsumiert haben“, so Studienautor Simon-Louis Lajeunesse. „Wir konnten keine finden.“

Ist das die viel gepriesene sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung?

Oder vielmehr ein Heer an Jugendlichen, die schon sexsüchtig sind bevor sie volljährig werden?

Nein, es geht sicherlich nicht darum, die sexualfeindliche Welt des Mittelalters und deren sündenfürchtenden Christen wieder heraufzubeschwören, welche Prüderie und Scheinheiligkeit mit dem Beherrschen der Sexualität aufgrund von Verteuflung verwechselt haben.

Aber wenn eine ganze Generation von heranwachsenden jungen Männern gefühlskalt und beziehungsunfähig werden weil sie nur noch sexsüchtig in einer Welt von Pornos gefangen sind, dann ist das sicher das andere Extrem oder der sprichwörtliche Reiter, der gerade auf der anderen Seite vom Pferd fällt.

Angesichts dieser düsteren Zukunft einer ganzen Generation gibt die sogenannte NoFap-Bewegung zumindest etwas Hoffnung.

Begründer dieser Bewegung ist der amerikanische Student Alexander Rhodes, der in einem Interview mit sueddeutsche.de, zugab, dass er „ein ernstes Pornoproblem“ hatte und sagt: „Pornos brachten mich dazu, meine Lust über alles andere zu stellen – über Liebe, Zuneigung, Einfühlungsvermögen. Keine Pornos mehr zu schauen war der Versuch, diese Fähigkeiten zurückzubekommen.“ Wie man glauben darf mit Erfolg, wie nicht nur eine starke Zunahme der Bewegung in Amerika sondern auch in Deutschland inzwischen zeigt. Einige schreiben davon, dass sie Mädchen nicht einmal mehr in die Augen schauen konnten und nun endlich selbstbewusst und einfühlsam mit dem anderen Geschlecht umgehen können. Aber auch jene, die in einer Beziehung sind, dass sich dadurch die Beziehung und der Sex wesentlich intensiviert hat.

Und jetzt komme ich wieder auf die vorgenannten Sagen und Märchen zurück. Die Herausforderung mag erscheinen wie ein Ungeheuer oder eine grausame Bestie, die kein Mensch je besiegen kann. Aber dennoch nimmt der Krieger diesen wahnwitzig erscheinenden Kampf auf sich. Und siehe da, allein das verändert schon die Situation und er findet einen Weg, oder eine List, und merkt, vor allem ein günstiges Schicksal begleitet ihn. Er bekommt Hilfe, von Oben und von wohlgesonnenen Geistern und Menschen. Das ermutigt ihn, – bis er schließlich tatsächlich den Sieg davonträgt.

Mit anderen Worten. Es gibt diesen Sieg nicht ohne dass man sich auch geistig entsprechend weiterentwickelt. Ja, es wird Weisheit und „Kraft von Oben“ benötigt um diesen Weg gehen zu können.

Ansonsten ist es vielmehr schnell so wie der Volksmund sagt: „Mit guten Vorsätzen ist der Weg zur Hölle gepflastert.“ Oder das vermeintlich besiegte Ungeheuer zeigt sich in seiner Zähigkeit doch noch als ein totgeglaubter Feind, welcher in letzter Kraft seinen giftigen Pfeil noch in die Achillessehne seines Gegners schießt.

Ich meine damit keineswegs, dass Kämpfe letztlich nicht zielführend sind. Im Gegenteil. Aber mehr noch als um das bloße Siegen geht es dabei immer wieder um das aufstehen und weiter kämpfen, wie es die NoFap-Bewegung so schön zum Ausdruck bringt. Nicht allein der Sieg, sondern die Ausdauer und das Aufstehen nach einer Niederlage bringt irgendwann den Sieg. Daran geht kein Weg vorbei.

Es geht nicht darum möglichst gar keinen Sex mehr zu haben, selbst nicht mehr mit der geliebten Frau und Partnerin. Und auch nicht darum die Sexualität nur zu beherrschen um sie für höhere Ziele zu transformieren, die außerhalb der Sexualität liegen, wie musisches Talent und allerlei geistige Inspiration.

Es geht letztlich vor allem auch darum diese innerhalb der praktizierten Sexualität zu transformieren um ihr die eigentliche, verbindende Intensität innerhalb einer Partnerschaft wieder zurück zu geben.

Aber auch wenn keine Partnerschaft vorhanden ist, jeder lebt eine Form von Sexualität, und wenn es gegenwärtig nur eine Form von Selbstbefriedigung ist. Diese Form kann aber in einer Art stattfinden, dass sie sich immer mehr „reinigt“ um sich auf eine beständige Partnerschaft vorzubereiten.

Nicht umsonst gibt es im mosaischen Gesetz die Beschneidung, die ein perfektes Bild und Entsprechung für das ist, was in jedem von uns Männern innerlich stattfinden soll. Es wird nur die Vorhaut entfernt und nicht etwa der ganze Penis. Im Gegenteil. Es geht um eine Stärkung der Männlichkeit aufgrund eines reineren Umgangs damit. Maß zu halten und eine gute Mitte zu finden hat mit Kraft und Ausdauer zu tun. Eine kurze und ins extrem gehende Anstrengung ist leichter durchzustehen, führt aber ebenso wenig zum Ziel wie gar keine Anstrengung auf sich zu nehmen. Beides sind dabei im Grunde nur 2 Seiten der selben Medaille, wenn es um das Reinigen der Sexualität geht.

Und Jesus bringt es in einem Gleichnis noch treffender zum Ausdruck: „Wenn ein gewappneter Starker seinen Palast bewacht, so bleibt, was er hat, in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor“ (Lukas 11,21-26).

Eine weitere Variante ist, Sexualität nur auf die Zeugung von Nachkommen zu reduzieren, wie es einige fundamentalistische Christen heute noch tun. Man wird so der gewaltigen Spannweite der sexuellen, spirituellen Dimension und der geistigen, verbindenden Wirkung einfach nicht gerecht.

Es ist ein Unterschied ob sich jemand noch mit Pornos selbstbefriedigt oder schon ohne. Oder ob jemand schon so gut wie ganz ohne Selbstbefriedigung auskommt oder vielleicht sogar eine Form der Stimulation entwickelt hat, in der er ohne Samenerguss auskommt.

Wichtig ist, auch im Rest des Lebens negativen Dingen wie Lügen und allerlei feigen Kompromissen im Leben widerstehen zu können. Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass das eine vom anderen nicht getrennt werden kann. Es gehört zur Männlichkeit, es gehört zum Krieger, wenn er denn ein wirklicher Mann werden will, der in Besonnenheit und Kraft in dieser Welt steht. Es heißt nicht umsonst, „seinen Mann stehen“.

Ein Mann der nicht sexuell total aufgeheizt ist, man könnte etwas plump auch sagen, der nicht vollständig seiner Geilheit ausgeliefert ist, bekommt wieder etwas sehr wichtiges zurück. Einen nüchternen und realistischeren Blick auf die Frauenwelt, um eine richtige Vorauswahl zu treffen. Weiter unten werden wir sehen, warum der Mann nur die Vorauswahl trifft, die Frau aber die Entscheidung.

Ein Aspekt der fast immer übersehen wird, ist die Ernährung. Diese spielt bei der Reinigung der Sexualität eine größere Rolle als viele denken.
Hafer, Fleisch, Eier und andere sehr eiweißhaltige Produkte heizen das „Fleisch“ am meisten an, bieten aber keine Standfestigkeit und Potenz im männlichen Sinne. Diese wenigen Produkte zu lassen ist für jeden einfach und sowieso gesünder. Hafer ist hier die Ausnahme und findet sich aber leider inzwischen fast in jedem Müsli und „heizt“ (meiner Meinung nach) am meisten an und soll nur zu sich genommen werden, wenn man eine große Kraftanstrengung zu bewältigen hat. Dann muss sich die Energie nicht in einer „angeheizten“ Sexualität abbauen.

Was ist Weiblichkeit

Wenn man Märchen nur oberflächlich betrachtet kann man leicht denn Eindruck bekommen, dass diese ein idealistisches Frauenbild umschreiben in der nur die Schönste und Edelste einen tollen Mann abbekommt, da die Prinzessin immer als unglaublich schön und anmutig dargestellt wird. Aber der Eindruck täuscht. Es ist das Wissen darüber verloren gegangen, was Schönheit und was das Königliche bei der Frau eigentlich ist.

Was konkret ist Schönheit?

Sie geht mit dem Königlichen einher und ist eins damit. Die Schönheit und das Königliche, wie es in den Märchen immer wieder vorkommt, lässt sich also nicht voneinander trennen.

Die Burg, das Schloss, der Schlossturm, die starke Hecke, welche Dornröschen umgibt und vieles mehr, bringt immer diesen Schutz zum Ausdruck, welche die Schönheit beschützt und erhält.

Welcher Art ist dieser Schutz und was ist damit gemeint?

Das lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, was damit nicht gemeint ist. Nämlich sich verausgaben, verkaufen, und prostituieren.

Dass die Frau warten und innerlich zur Ruhe kommen kann spielt dabei eine wesentliche Rolle. Wenn das Innere der Frau zur Ruhe kommt wie ein spiegelglatter See, der das Antlitz der Natur perfekt wieder spiegelt, wird ihre Empfindung für den richtigen Mann stärker. Sie durchwühlt ihr Gewässer nicht indem sie ständig Männern hinterherläuft oder diese abwehrt. Sie veräußert und verkauft sich nicht.

Warten hat nichts mit abwarten zu tun. Das Warten der Frau ist Stille und Spiritualität. Indem sie sich nicht verführen lässt gewinnt sie Selbstbewusstsein und richtet sich zur Königin auf. Sie ist nicht bieder sondern lustvoller und schöner als Ihresgleichen, die sich veräußern. Sie beendet ihre suchthafte Suche nach Liebe und Geborgenheit und fängt vielmehr an nach echter Männlichkeit und Weisheit ausschau zu halten.

Die meisten Frauen sind den ganzen Tag nur damit beschäftigt zu Daten oder aufdringlich bedrängende Männer abzuwehren. Ihr „innerer See“ kommt damit nie zur Ruhe. Ihr Gefühl für den Richtigen verschwimmt, ihre Königlichkeit, ihre Würde, ja ihr weibliches Selbstbewusstsein und damit ihre innere Schönheit schwindet. Der Ritter sieht und erkennt sie so nicht und reitet an ihr vorbei.

Sie ist zur richtigen Zeit nicht am richtigen Ort. Immer mit den falschen Männern gebunden oder in Auseinandersetzung mit diesen begriffen. Dazu kommt, dass sie in diesen Phasen immer wieder sexuelle Kontakte hat, die ausreichen, sie beständig in eine falsche „Prägung“ zu versetzen. Anders als beim Mann wirken sexuelle Kontakte bei der Frau wesentlich länger nach. Ihre Öffnung ist intensiver und sie ist es, die etwas „aufnimmt“ die energetisch etwas „zu sich“ nimmt.

Ich meine bewusst „energetisch“ da dies relativ unabhängig davon ist, ob der Mann in ihr „gekommen“ ist oder nicht.

Warum ist es noch so wichtig, dass die Frau diese Intuition für den richtigen bewahrt, ja schärft und sensibilisiert?

Weil sie letztlich die Entscheidung trifft. Früher sagte man, die Frau hat den 6. Sinn, den „Ehe Sinn“. Da ist was Wahres dran. Der Mann geht auf die Frauen zu. Er macht ihnen den „Hof“, wie man so schön sagt. Aber die Frau entscheidet, welchen Hof sie betritt.

Um so mehr sie sensibilisiert ist, ihren „inneren See“ bewahrt hat, um so mehr hat sie auch die „Macht“ auf den richtigen Mann diesen „Ehe Sinn“ zu übertragen.

Ja, sie ist es in Wahrheit, die dem Mann diesen „Sinn“ einhaucht, dass sie die Richtige für ihn ist. Der Mann hat diesen „Ehe Sinn“ nicht, er bekommt ihn erst über die Frau vermittelt.

Das große Geheimnis ist also in Wahrheit die Kunst der Begegnung. Oder die Kunst der geöffneten Augen. Denn vielleicht kennen sich die Beiden ja schon, aber „er-kennen“ sich einfach nicht.

Denn der Ritter kommt immer irgendwann am Schloss an. Aber ist die Prinzessin noch da? Oder hat sie es längst verlassen und ist gewöhnlich geworden. Weil sie nicht warten konnte.

Verstehst Du jetzt, liebe Frau, warum im Hohelied der Liebe so eindringlich gewarnt wird?:

„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder den Hinden des Feldes: stört nicht auf, weckt nicht die Liebe, bis es ihr gefällt!“ (Hoh. 2,7)

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