Die Perle im Acker

Es war einmal ein alter, tüchtiger Kaufmann der ständig auf der Suche nach kostbaren Perlen war. Er kaufte und verkaufte sie und erfreute sich an den strahlenden Augen der glücklichen, neuen Perlenbesitzer. Und manchmal, wenn er erkannte, dass jemand Perlen ebenso liebte wie er aber nichts hatte um zu bezahlen, schenkte er diese nicht selten dem Perlenliebhaber sogar, so gutherzig und gerecht war er.

Eines Tages erfuhr er, dass in einem ihm bekannten Acker in seiner Nähe eine unglaublich wertvolle Perle verborgen liegen soll. Sogleich machte er sich auf den Weg, verkaufte alles was er hatte, zog in eine einfache Hütte und erwarb diesen Acker.

Damit ihn niemand beobachten und möglichst kein Dieb auf ihn aufmerksam werden konnte, grub er nur ganz früh am Morgen auf seinem neu erworbenen Acker nach der Perle, noch bevor die Sonne mit ihren ersten Strahlen seine verschwitzte Stirn trocknen konnte. So verging Tag für Tag und Woche um Woche, und der suchende Kaufmann begann schon zu zweifeln. Hat ihn sein untrüglicher Instinkt diesmal verlassen? Auch die harte Arbeit machte ihm sehr zu schaffen, da er diese als Kaufmann nicht gewohnt war.

Doch eines Tages, als er besonders tief grub und die aufgehende Sonne soeben den Schweiß auf seiner Stirn zu trocknen begann, ertönte ein heller Klang, der anders war als der der vielen Steine. Und siehe da, die Erde öffnete sich und die schönste Perle lag vor ihm die er je gesehen hatte!

Vorsichtig bedeckte er sie sogleich wieder mit Erde, damit sie nur ja niemand sehen konnte, prägte sich aber die Stelle genau ein und ging voller Freude in seinem Herzen heim.

Dort angekommen überlegte er lange, wie er die Perle in seiner einfachen Hütte so verstecken könnte, dass sie weder Dieb noch Räuber je finden würden. Und welches Versteck er sich auch ausdachte, keines schien im sicher genug zu sein und welches er auch zubereitete, keines war ihm gut genug. So verging Tag für Tag.

Es wurde Herbst und schon kalt in der Hütte als der alte Perlenhändler plötzlich verstarb, noch ehe er die wertvolle Perle hätte bergen können.

Da er weder Kinder noch Verwandte hatte war nun unklar, wer die alte Hütte und das unscheinbare Grundstück erben sollte. So wurde die Angelegenheit an den Stadtrat übergeben.

Doch noch ehe dieser darüber tagen konnte, entstand schon eine große Unruhe in der Stadt.

Denn es hat sich inzwischen weit über die Grenzen des Landes herumgesprochen, dass der allseits bekannte und beliebte Kaufmann verstorben sei. Räuber und Diebe des ganzen Landes machten sich somit heimlich auf dem Weg, in der Hoffnung reiche Beute zu machen. Denn wie die Leute nun mal sind, hat sich nicht nur herumgesprochen, dass der berühmte Kaufmann verstorben sei, sondern auch, dass er der reichste Mann des Landes gewesen sein soll und im Besitz der größten und schönsten Perle war, die die Welt je gesehen hatte.

Manche wurden daraufhin so dreist, dass sie sich fälschlicherweise sogar als Erben ausgaben um so in den Besitz der Hütte zu kommen. Andere wiederum versuchten bei Nacht und Dunkelheit in die verlassene Hütte einzudringen. Alle einte aber Eines: Die Gier nach dieser wertvollen Perle. Aber so viel sie auch suchten, sie fanden sie nicht.

Frustriert und gereizt zogen viele der Diebe und Räuber in die nahegelegene Stadt und setzten dort ihren Raubzug fort. Die Plünderungen nahmen schließlich so überhand, dass sich dort Angst und Schrecken unter den Bürgern ausbreitete. So gelangte die Sache schließlich zu den Ohren des Königs. Dieser aber ließ sofort den Stadtrat einberufen und drängte auf eine Lösung, aber niemand vermochte ihm diese zu geben.

Da beriet sich der König im engsten Kreis seiner Minister und griff schließlich zu einer besonderen List. In der Schatzkiste des Königs befand sich ein wertloses Diadem. Es sah zwar wertvoll aus, war aber gleichwohl nur aus Eisen, welches wie Gold glänzte. An der Stirn hatte es sogar 3 kleine Perlen, mit denen es geschmückt war, aber auch diese waren bis auf die mittlere, nur aus Glas.

Dieses ließ der König nun heimlich in der Hütte verstecken.

Die List ging auf. Schon in der folgenden Nacht fanden mehrere Räuber das Diadem und freuten sich über alle Maßen über den ersehnten Fund.
Aber dennoch waren sich die Räuber auch uneinig, ob das wohl diese besagte, wertvolle Perle war? Und sie gerieten darüber in Streit. Einige meinten, wie soll es die Perle sein wenn sie doch aus drei besteht und nicht aus einer. Wieder andere erkannten: „Es ist die Perle! Denn nur eine davon ist echt“!

Doch noch während sie stritten wurden sie auch schon von den Wachleuten des Königs verhaftet, welcher dieser heimlich unweit der Hütte versteckt platziert hatte. Sofort nahmen diese das Diadem an sich und übergaben es dem König der sogleich verlauten ließ: „In der viel umstrittenen Hütte des Perlenbesitzers wurde eingebrochen und die begehrte Perle entwendet! Sie besteht in Wahrheit aus einem Diadem mit 3 Perlen und nicht nur einer! Aber die wertvolle Perle wurde noch rechtzeitig von den Wachleuten gesichert und in die Obhut des Königs übergeben und als echt anerkannt!“

Diese Kunde ließ der König überall verbreiten und siehe da, es kehrte wieder Ruhe im ganzen Land ein.

Und bis heute hat sich der Glaube erhalten, dass die besagte Perle des berühmten Perlensuchers nur dieses wertlose Diadem wäre wiewohl es nur die beschwichtigende List des Königs war, der so wieder Ruhe in sein Land bringen konnte.

Die Sehnsucht nach der echten Perle blieb indes bei den Wenigen weiterhin bestehen. Ebenso die Sehnsucht nach den ehrbaren Qualitäten eines echten Perlenhändlers, wie unser edler Kaufmann es war, der nicht nur Perlen liebte, sondern alles daransetzte, die schönste und erhabenste unter ihnen auch zu finden. Vielleicht wird dies von manchen erahnt, wenn sie an der Stelle der Hütte stehen wo heute eine schlichte Gedenkstätte steht, die von dieser Geschichte erzählt. Und wenngleich es wenige sind bei denen sich die Wahrheit erhalten hat, dass die Perle immer noch verborgen sei, so gibt es diese doch. Und vielleicht gibt es eines Tages auch wieder echte, ehrbare Perlensucher, die alles daransetzen sie zu finden.

Kommentar zur Geschichte

Die Sehnsucht nach der Wahrheit treibt uns alle mehr oder weniger an und um. Gibt es wirklich so wenige Menschen, die suchend und hinterfragend sind? Oder ist es vielleicht eher so, dass zwar viele hinterfragend sind, aber dies nur soweit bzw. solange keine unbequemen Fragen gestellt werden?

Ich glaube es ist normal, dass wir vor allem in unsicheren Zeiten noch mehr als sonst unseren kleinen Rückzugsort brauchen, unsere kleinen Wahrheiten und Wertmaßstäbe, die uns Halt geben und Sicherheit. Wir haben es uns darin gemütlich eingerichtet und reagieren empfindlich, wenn von außen jemand kommt und daran rüttelt. Das betrifft auch unseren Glauben.

Religionen, Kirchen und Glaubenssysteme geben Halt. Zumindest solange sich jeder an die stillschweigende Übereinkunft hält, deren Wahrheiten nicht in Frage zu stellen. Um Einigkeit zu demonstrieren wird dann nicht selten die Welt da draußen entsprechend dunkler dargestellt.

Wenn wir Jesus lebendig nachfolgen ist das anders. Er ist keine Kirche oder Religion. Er ist der Lebendige und uns immer Wandelbare. ER sagt: Er habe keinen Stein, wo er sein Haupt hinlege, als IHN ein Mann fragt ob er IHM nachfolgend dürfe, aber entsprechend der Antwort, die Jesus gibt, wohl eher nur diese Sicherheiten im Glauben suchte.

Dieses alles-loslassen-können gehört zum lebendigen Christsein wie die Luft zum atmen. Alle Dinge zu haben als hätte man sie nicht, wie es Paulus in 1.Kor. 7,29-31 so gut zum Ausdruck bringt. Jesus kann man dadurch nicht verlieren sondern immer nur in der Tiefe neu gewinnen. Auch wenn es um die Anschauungen über IHN und SEINE Erlösung geht. – Ja, gerade da!

Wer wirklich liebt, der hinterfragt. Es kann ihm ja auch nicht egal sein, wenn es das Wichtigste in seinem Leben ist!

Nur die Wahrheit hat Kraft. Das betrifft schon viel weniger wichtige Dinge als den Glauben. Ob es Freunde, Eltern oder auch nur Arbeitskollegen sind. Wenn ich weiß, was Menschen antreibt so zu handeln wie sie handeln, kann Verständnis und Liebe wachsen. Ja, man kommt diesen Menschen in jedem Fall näher.

Um wie viel mehr betrifft das die Wahrheit über Gott und seine Erlösung? Bin ich bereit unbequeme Fragen zu stellen? Bin ich bereit wirklich zu suchen und anzuklopfen – aus Liebe und Begeisterung für die Wahrheit?

Jesus wartet darauf. Er verheißt es uns mit den Worten: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“. Matth. 7,7 ; Luk. 11.10

Ja! Diese wahren, ehrbaren Perlensucher (Wahrheitsucher) wünscht sich Gott! Menschen denen keine Mühe zu groß und kein Aufwand zu viel ist um in die Tiefe vorzudringen. Die in Geist und WAHRHEIT anbeten! Joh. 4,23-24

Die Lüge kann uns nicht frei machen. Und wenn wir in Bezug auf Gott und Erlösung in Unwahrheit (oder Scheinwahrheit) sind, wie sollte sie uns frei machen?

„So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ sagt Jesus in Joh. 8,31-32.

Die Wahrheit über die Erlösung beginnt mit der Anschauung über Gott. Gibt es wirklich 3 Personen in Gott? Und sandte Gott-Vater wirklich den Sohn als Sühneopfer? Weil der Vater Gerechtigkeit anrechnen musste und nicht barmherzig sein konnte usw.? Wie wurde das im Urchristentum gesehen, als es noch keine Trinitätslehre gab? Die Trinitätslehre entstand erst im Jahre 328 n. Chr.

Ist das das Diadem welches anstelle der Perle gerückt ist? Mit allen weiteren verheerenden Folgen für die Wahrheit, die uns allein frei machen kann und könnte?


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Was ist der Unterschied zwischen dem Urchristentum und dem Christentum heute?

Wenn man sich viele Jahre mit diesem Thema auseinandergesetzt hat weiß man, dass der Unterschied nicht einfach in der Abweichung von ein paar nebensächlichen Auffassungen liegt.

Es ist nicht übertrieben wenn man sagt, dass es sich um ein gänzlich anderes Christentum handelt, welches tatsächlich in den Hauptpunkten diametral dazu gegensätzlich ist. Aber dazu gleich.

Das Urchristentum ist einfacher, klarer und absolut leicht verständlich. Man muss wissen, dass die ersten Jünger und Heidenchristen meist sehr einfache Leute waren die in der Mehrzahl weder lesen noch schreiben konnten.

Eine Trinitätslehre oder Rechtfertigungslehre, worauf heute das gesamte Christentum aufbaut, wäre diesen Menschen kaum vermittelbar gewesen, und wenn hätten sie diese wohl allein intuitiv als unsinnig bzw. scheinheilig erkannt und abgetan.

Die Frohbotschaft der Apostel Jesu bestand nicht darin, einen leichten und bequemen Weg zu Gott aufzuzeigen, sondern überhaupt einen möglichen Weg zu Gott aufzuzeigen.

Jesus von Nazareth ist der verheißene Erlöser, der Messias und das Licht der Welt welches für alle Menschen guten Willens eine Möglichkeit geschaffen hat, echte Erlösung und Errettung zu erlangen. Das war der Kontext der Frohbotschaft!

Was nützt es dir als gläubiger Jude, wenn du dich streng an die Thora hältst aber dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?
Was nützt es dir Anhänger des Baal oder des Jupiter oder der vielen Götter der Hellenen, wenn du dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?

Völlig gegensätzlich zum heutigen Christentum sagten die Apostel damals nicht. „Dein Bemühen der Sünde zu entfliehen war unnötig oder gar falsch“, sondern im Gegenteil – es war nicht genug!

Jesu Botschaft war auch hier klarer und unmissverständlicher:
Deine Liebe zu Gott muss in völliger Hingabe münden! „Wer auch nur den Pflug in die Hand nimmt und zurückschaut, ist nicht geschickt für das Reich Gottes“! Luk. 9,61-62. „Es gibt letztlich keinen Stein worauf der Sohn des Menschen sein Haupt legen kann“. Matth. 8,20. Das Loslassen betrifft uneingeschränkt das ganze Leben. „Ja, wer nicht Vater und Mutter und sogar seine eigene Seele hasst, wird das Leben nicht ererben“! Matth. 10,37 ; 16,25 ; Luk. 14,25-27 ; 17,33. ; Mk. 8,35

Jesus fordert also absolute Hingabe und absolutes Loslassen und absolute Lebensübergabe. Sobald auch nur ein wenig zurückgehalten wird, ein kleines Leben, das man für sich behalten will, kann dieser Weg nicht gelingen.

Zuvor war der Weg zu Gott trotz allem Bemühen nicht mehr möglich. Jetzt ist die Tür einen Spalt geöffnet durch Jesus Christus und es ist daher möglich, aber nur wenn das Bemühen noch verstärkt, die Hingabe grenzenlos, und das Halten der Gebote Jesu ständig erkämpft wird – an SEINER Hand, bis hin zum Sieg über die Sünde, Schritt für Schritt und in schier endlosen Anläufen!

Nochmal: Nicht das war die frohe Botschaft, dass ein leichter Weg zu Gott geschaffen wurde, sondern, dass ÜBERHAUPT ein Weg zu Gott geschaffen wurde!

Seit Johannes (den Täufer) wird dem Himmelreich Gewalt angetan (versuche von der Sünde frei zu werden) und nur die Gewalttätigen werden es ererben! Matth. 11,12

„Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden“. Matth. 7,13-14.

Jesus macht im gesamten Evangelium keinen Hehl daraus, wie entschieden der Kampf aufgenommen werden muss um an SEINER Hand und mit dem GANZEN Bemühen, das uns möglich ist, schließlich auch die Gnade zu erlangen von der Sünde frei zu werden.

Dies setzt also voraus, dass wir ALLES daransetzen was in unserer Macht steht damit Gott alles daransetzt was in SEINER Macht steht.

Jesus ist als erster Adam allem abgestorben (gekreuzigt) durch diese schmale Tür hindurchgegangen damit auch wir nun IHM nachfolgen und gekreuzigt absterbend hindurchgehen!

ER ist der EINZIGE und ERSTE der alles Böse überwunden hat und kann es nun auch in unserer Seele überwinden, wenn wir IHM nachfolgen.

Das ist zusammengefasst in einem Satz das gesamte Christentum!

Jesus nachzufolgen meint ebenso den Weg ans Kreuz zu gehen und nicht wie es heute verkündet wird: Jesus ist stellvertretend schon für uns gestorben, wir müssen es nicht mehr, er hat es getan. Der Kreuzestod bleibt uns erspart, das Absterben der Sünde bleibt uns erspart, das unentwegte Kämpfen bleibt uns erspart, das ständig alles loslassen bleibt uns erspart, die echte Hingabe zu ihm bleibt uns erspart, das Halten seiner Gebote bleibt uns erspart ..

ja, das alles bleibt uns erspart. Aber es bleibt uns auf diese Weise auch die Erlösung erspart, das frei werden von den Sünden und Dämonen und das Eingehen in das Reich Gottes, das bleibt uns damit auch erspart.

Nein, wir können als Christen nicht hergehen und die Gnade in Anspruch nehmen aber unseren Teil, alles zu tun was uns möglich ist, nicht einhalten und nicht tun.

Erst wenn wir gegen die Sünde, Süchte und bösen Geister kämpfen als würden wir ganz aus uns selber kämpfen, aber doch in dem Wissen, dass wir es ganz aus Gott, ja ganz aus Jesus Christus tun, wird sich uns die Gnade immer und immer wieder eröffnen und wir werden Wunder über Wunder erleben.

Jesus gibt uns diesbezüglich das Gleichnis von den zwei Söhnen die im Weinberg arbeiten sollen, wo der eine sagt, er will nicht, aber geht dann doch. Der andere sagt er will, aber geht dann nicht. Jesus stellt dann die einfache Frage: Wer ist es der den Willen des Vaters tut? Matth. 21,28-31.

So viele Christen sind schwer belastet von psychischen Krankheiten, Süchten und Abhängigkeiten und legen doch die Hände in den Schoss weil sie aufgrund des falschen, beschwichtigenden Christentums meinen, sie würden schon alles tun.

Andere suggerieren sich Heilsgewissheit indem sie sich in Euphorie beten oder in Gemeinschaft eine heilige Stimmung schaffen und erbauliche Predigten anhören. Dieser positive Effekt hält eine Weile an und dann ist wieder alles beim Alten.

Einige kommen dann auf die scheinheilige Idee, dass die Sünde gar nicht Sünde ist, wenn sie im Glauben und in Gott getan ist usw. Scheinheiligkeit, Hartherzigkeit und Fanatismus sind dann die am klarsten in Erscheinung tretenden Früchte, die dabei zu sehen sind.

Der einfache, klare und schwere Weg des Urchristentums bleibt verborgen. Aber es ist nur der zunächst schwere Weg der letztlich leichter ist als der leichte Weg durch die Hintertür, der nicht gangbar ist.

Es ist keine Frage, dass es beschwerlich ist mit Jesu Hilfe immer und immer wieder gegen die Sünde anzugehen. Dass man oft müde ist und entmutigt und oft entkräftet und hoffnungslos. Aber nicht der schnelle Sieg, sondern das immer wieder aufstehen und weiterkämpfen führt letztlich zum Sieg über jede Sünde mit Jesus Hilfe!

Das ist gänzlich so wie mit dem trainieren von Muskeln. Am Anfang scheint alles unglaublich beschwerlich bis es leichter wird und am Ende sogar Spaß macht. Unsere „seelischen Muskeln“ wollen genau so trainiert werden und sie werden trainiert mit dem Überwinden in Jesu Namen! Bis es immer leichter wird. 1. Joh. 5,3

So ist der Weg gangbar und voller Wunder und Einweihungen in die Geheimnisse Gottes!

Klarer und schöner wie in dieser urchristlichen Schrift aus dem sehr frühen Christentum kann dieses Wunder kaum ausgedrückt werden:

Ich sprach zu ihm: ‘Herr, groß, gut und herrlich sind diese Gebote und können das Herz des Menschen erfreuen, der sie zu halten vermag. Ich weiß aber nicht, ob diese Gebote von einem Menschen befolgt werden können, denn sie sind sehr hart.’ Er antwortete mir: ‘Wenn du dir vornimmst, dass sie befolgt werden können, so wirst du sie leicht befolgen, und sie werden nicht hart sein. Wenn aber in deinem Herzen der Gedanke Platz greift, dass sie von keinem Menschen befolgt werden können, wirst du sie auch nicht befolgen. Für diesen Fall aber sage ich dir: Wenn du sie nicht befolgst, sondern außer acht lässt, werden weder du noch deine Kinder noch deine Familie Rettung erlangen; denn du hast dir ja selbst schon das Urteil gesprochen, dass diese Gebote von keinem Menschen befolgt werden könnten.’“

Denn wie der Schmied, wenn er sein Werkstück ständig hämmert, schließlich fertig wird mit dem, was er sich vorgenommen, so wird auch die Mahnung zum Rechten, wenn sie täglich laut wird, schließlich mit allem Bösen fertig. Werde nur nicht müde, zu ermahnen deine Kinder; denn ich weiß es: wenn sie von ganzem Herzen Buße tun, werden sie in die Bücher des Lebens zu den Heiligen geschrieben werden.
(Aus: „Hirt des Hermas“ Kap. 46,5-6 und 3,2)

Der Segen unseres HERRN JESUS CHRISTUS allen Menschen guten Willens, lauteren und aufrichtigen Herzens sind, die Wahrheit suchen und ihr Leben IHM übergeben und weiterhin übergeben und SEINE Gebote tun!

lebenslebendig

NoFap

Was ist Männlichkeit?

Alle Märchen und Sagen dieser Welt in denen am Ende ein Mann oder Jüngling die Königstochter oder Jungfrau erobert, sprechen und erzählen davon. Von der wahren Männlichkeit.

Oft ist der Jüngling zunächst aus niederem Stand, während die junge Frau eine Tochter des Königs oder hohem Stand ist.

Das sind alles Entsprechungen zum Geistigen, die einen tiefen Sinn haben und worauf ich noch zu sprechen komme. Vor allem, dass der Jüngling Widerstände zu überwinden hat, Drachen oder gefährliche Tiere töten muss oder schwierige Rätsel lösen und andere Gefahren meistern muss.

Warum?

Übertragen auf das Innere, die geistige Welt, die Seelenebene, sind diese Herausforderungen, die Drachen, die Rätsel und allerlei Gefahren nichts anderes als Bilder und Entsprechungen für alle Arten an Begierden, Süchten, Unwahrheiten und Verdummungen denen wir in dieser Welt ausgeliefert sind.

Der Kern der Botschaft ist einfach: Es geht um Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin und um den Kampf, den eigenen Begierden und Süchten nicht mehr blindlings ausgeliefert zu sein. Das ist, auf einen Nenner zusammengefasst, Männlichkeit. Und nichts anderes.

Ein Mann der sich selbst im Griff hat, der kein Fähnchen im Wind ist, der keine leeren Worte macht, der für das Recht einsteht und Unrecht verabscheut, der ein Fels in der Brandung ist und gleichzeitig seine eigene Gefühlswelt erschlossen hat.

Eben gerade auch aufgrund der Kämpfe, aufgrund der Auseinandersetzung mit seinen eigenen Untiefen, welche dem Archetypus des Kriegers entsprechen, wie er in Märchen und Sagen bildhaft dargestellt wird.

Der Weg da hin ist aber ein völlig anderer als er vielfach dargestellt wird und wurde. Noch immer zählt die zur Schau gestellte Männlichkeit, die sich nach Außen siegreich und stark darstellt und keine Schwäche zeigen darf. Eine Männlichkeit, die schon gesiegt haben will noch bevor sie gekämpft hat, die stark sein will noch bevor sie Schwächen und Niederlagen einstecken musste. Eine Männlichkeit die machtvoll und weise sein will noch ehe sie Demut und Ohnmacht kennengelernt und erfahren hat.

Nein, in den Märchen und Sagen geht es interessanterweise viel weniger um das Siegen, als um den Umgang mit Niederlagen. Viel weniger um die Kunst des Kampfes, als um die Kunst, mit Versagen und Demütigungen auch umgehen zu können.

Daher gibt es darin immer die Achillessehne des Achilleus oder die verwundbare Stelle auf dem Rücken des Siegfried, dem Drachentöter usw.

Es sind immer die unscheinbaren Körperstellen oder auch Ereignisse, die den Krieger unglücklich zu Fall bringen, warum nur ist das so? Was wollen uns die Märchen und Sagen damit nur sagen?

Die Antwort auf dieses Geheimnis kennt allein nur der, der selber gekämpft hat.

Ich will keine Umschweife machen. Der schwierigste Kampf für einen Mann, liegt in der Regel, im Umgang mit seiner eigenen Sexualität.

Dafür braucht es nicht nur Kampfeswillen (der in der Regel schon fehlt), sondern vor allem Weisheit und Erkenntnis.

Schätzungen zufolge, soll das gesamte Internet zu beinahe 80 Prozent aus Pornografie bestehen. Ein riesiger Markt, der Frauen zum Konsumgut degradiert und vermarktet, und je gefühlloser die Menschen werden, desto besser funktioniert er.

Eine Horde heranwachsender Jugendlicher, die Weiblichkeit auf die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale reduzieren und mit „Generation Porno“ umschrieben werden.

Schon 2009 hatten Forscher der Uni Montreal – ausnahmsweise sozusagen – die Effekte von Pornos auf Männer untersuchen wollen. „Wir haben Männer in ihren 20ern gesucht, die noch nie Pornos konsumiert haben“, so Studienautor Simon-Louis Lajeunesse. „Wir konnten keine finden.“

Ist das die viel gepriesene sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung?

Oder vielmehr ein Heer an Jugendlichen, die schon sexsüchtig sind bevor sie volljährig werden?

Nein, es geht sicherlich nicht darum, die sexualfeindliche Welt des Mittelalters und deren sündenfürchtenden Christen wieder heraufzubeschwören, welche Prüderie und Scheinheiligkeit mit dem Beherrschen der Sexualität aufgrund von Verteuflung verwechselt haben.

Aber wenn eine ganze Generation von heranwachsenden jungen Männern gefühlskalt und beziehungsunfähig werden weil sie nur noch sexsüchtig in einer Welt von Pornos gefangen sind, dann ist das sicher das andere Extrem oder der sprichwörtliche Reiter, der gerade auf der anderen Seite vom Pferd fällt.

Angesichts dieser düsteren Zukunft einer ganzen Generation gibt die sogenannte NoFap-Bewegung zumindest etwas Hoffnung.

Begründer dieser Bewegung ist der amerikanische Student Alexander Rhodes, der in einem Interview mit sueddeutsche.de, zugab, dass er „ein ernstes Pornoproblem“ hatte und sagt: „Pornos brachten mich dazu, meine Lust über alles andere zu stellen – über Liebe, Zuneigung, Einfühlungsvermögen. Keine Pornos mehr zu schauen war der Versuch, diese Fähigkeiten zurückzubekommen.“ Wie man glauben darf mit Erfolg, wie nicht nur eine starke Zunahme der Bewegung in Amerika sondern auch in Deutschland inzwischen zeigt. Einige schreiben davon, dass sie Mädchen nicht einmal mehr in die Augen schauen konnten und nun endlich selbstbewusst und einfühlsam mit dem anderen Geschlecht umgehen können. Aber auch jene, die in einer Beziehung sind, dass sich dadurch die Beziehung und der Sex wesentlich intensiviert hat.

Und jetzt komme ich wieder auf die vorgenannten Sagen und Märchen zurück. Die Herausforderung mag erscheinen wie ein Ungeheuer oder eine grausame Bestie, die kein Mensch je besiegen kann. Aber dennoch nimmt der Krieger diesen wahnwitzig erscheinenden Kampf auf sich. Und siehe da, allein das verändert schon die Situation und er findet einen Weg, oder eine List, und merkt, vor allem ein günstiges Schicksal begleitet ihn. Er bekommt Hilfe, von Oben und von wohlgesonnenen Geistern und Menschen. Das ermutigt ihn, – bis er schließlich tatsächlich den Sieg davonträgt.

Mit anderen Worten. Es gibt diesen Sieg nicht ohne dass man sich auch geistig entsprechend weiterentwickelt. Ja, es wird Weisheit und „Kraft von Oben“ benötigt um diesen Weg gehen zu können.

Ansonsten ist es vielmehr schnell so wie der Volksmund sagt: „Mit guten Vorsätzen ist der Weg zur Hölle gepflastert.“ Oder das vermeintlich besiegte Ungeheuer zeigt sich in seiner Zähigkeit doch noch als ein totgeglaubter Feind, welcher in letzter Kraft seinen giftigen Pfeil noch in die Achillessehne seines Gegners schießt.

Ich meine damit keineswegs, dass Kämpfe letztlich nicht zielführend sind. Im Gegenteil. Aber mehr noch als um das bloße Siegen geht es dabei immer wieder um das aufstehen und weiter kämpfen, wie es die NoFap-Bewegung so schön zum Ausdruck bringt. Nicht allein der Sieg, sondern die Ausdauer und das Aufstehen nach einer Niederlage bringt irgendwann den Sieg. Daran geht kein Weg vorbei.

Es geht nicht darum möglichst gar keinen Sex mehr zu haben, selbst nicht mehr mit der geliebten Frau und Partnerin. Und auch nicht darum die Sexualität nur zu beherrschen um sie für höhere Ziele zu transformieren, die außerhalb der Sexualität liegen, wie musisches Talent und allerlei geistige Inspiration.

Es geht letztlich vor allem auch darum diese innerhalb der praktizierten Sexualität zu transformieren um ihr die eigentliche, verbindende Intensität innerhalb einer Partnerschaft wieder zurück zu geben.

Aber auch wenn keine Partnerschaft vorhanden ist, jeder lebt eine Form von Sexualität, und wenn es gegenwärtig nur eine Form von Selbstbefriedigung ist. Diese Form kann aber in einer Art stattfinden, dass sie sich immer mehr „reinigt“ um sich auf eine beständige Partnerschaft vorzubereiten.

Nicht umsonst gibt es im mosaischen Gesetz die Beschneidung, die ein perfektes Bild und Entsprechung für das ist, was in jedem von uns Männern innerlich stattfinden soll. Es wird nur die Vorhaut entfernt und nicht etwa der ganze Penis. Im Gegenteil. Es geht um eine Stärkung der Männlichkeit aufgrund eines reineren Umgangs damit. Maß zu halten und eine gute Mitte zu finden hat mit Kraft und Ausdauer zu tun. Eine kurze und ins extrem gehende Anstrengung ist leichter durchzustehen, führt aber ebenso wenig zum Ziel wie gar keine Anstrengung auf sich zu nehmen. Beides sind dabei im Grunde nur 2 Seiten der selben Medaille, wenn es um das Reinigen der Sexualität geht.

Und Jesus bringt es in einem Gleichnis noch treffender zum Ausdruck: „Wenn ein gewappneter Starker seinen Palast bewacht, so bleibt, was er hat, in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor“ (Lukas 11,21-26).

Eine weitere Variante ist, Sexualität nur auf die Zeugung von Nachkommen zu reduzieren, wie es einige fundamentalistische Christen heute noch tun. Man wird so der gewaltigen Spannweite der sexuellen, spirituellen Dimension und der geistigen, verbindenden Wirkung einfach nicht gerecht.

Es ist ein Unterschied ob sich jemand noch mit Pornos selbstbefriedigt oder schon ohne. Oder ob jemand schon so gut wie ganz ohne Selbstbefriedigung auskommt oder vielleicht sogar eine Form der Stimulation entwickelt hat, in der er ohne Samenerguss auskommt.

Wichtig ist, auch im Rest des Lebens negativen Dingen wie Lügen und allerlei feigen Kompromissen im Leben widerstehen zu können. Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass das eine vom anderen nicht getrennt werden kann. Es gehört zur Männlichkeit, es gehört zum Krieger, wenn er denn ein wirklicher Mann werden will, der in Besonnenheit und Kraft in dieser Welt steht. Es heißt nicht umsonst, „seinen Mann stehen“.

Ein Mann der nicht sexuell total aufgeheizt ist, man könnte etwas plump auch sagen, der nicht vollständig seiner Geilheit ausgeliefert ist, bekommt wieder etwas sehr wichtiges zurück. Einen nüchternen und realistischeren Blick auf die Frauenwelt, um eine richtige Vorauswahl zu treffen. Weiter unten werden wir sehen, warum der Mann nur die Vorauswahl trifft, die Frau aber die Entscheidung.

Ein Aspekt der fast immer übersehen wird, ist die Ernährung. Diese spielt bei der Reinigung der Sexualität eine größere Rolle als viele denken.
Hafer, Fleisch, Eier und andere sehr eiweißhaltige Produkte heizen das „Fleisch“ am meisten an, bieten aber keine Standfestigkeit und Potenz im männlichen Sinne. Diese wenigen Produkte zu lassen ist für jeden einfach und sowieso gesünder. Hafer ist hier die Ausnahme und findet sich aber leider inzwischen fast in jedem Müsli und „heizt“ (meiner Meinung nach) am meisten an und soll nur zu sich genommen werden, wenn man eine große Kraftanstrengung zu bewältigen hat. Dann muss sich die Energie nicht in einer „angeheizten“ Sexualität abbauen.

Was ist Weiblichkeit

Wenn man Märchen nur oberflächlich betrachtet kann man leicht denn Eindruck bekommen, dass diese ein idealistisches Frauenbild umschreiben in der nur die Schönste und Edelste einen tollen Mann abbekommt, da die Prinzessin immer als unglaublich schön und anmutig dargestellt wird. Aber der Eindruck täuscht. Es ist das Wissen darüber verloren gegangen, was Schönheit und was das Königliche bei der Frau eigentlich ist.

Was konkret ist Schönheit?

Sie geht mit dem Königlichen einher und ist eins damit. Die Schönheit und das Königliche, wie es in den Märchen immer wieder vorkommt, lässt sich also nicht voneinander trennen.

Die Burg, das Schloss, der Schlossturm, die starke Hecke, welche Dornröschen umgibt und vieles mehr, bringt immer diesen Schutz zum Ausdruck, welche die Schönheit beschützt und erhält.

Welcher Art ist dieser Schutz und was ist damit gemeint?

Das lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, was damit nicht gemeint ist. Nämlich sich verausgaben, verkaufen, und prostituieren.

Dass die Frau warten und innerlich zur Ruhe kommen kann spielt dabei eine wesentliche Rolle. Wenn das Innere der Frau zur Ruhe kommt wie ein spiegelglatter See, der das Antlitz der Natur perfekt wieder spiegelt, wird ihre Empfindung für den richtigen Mann stärker. Sie durchwühlt ihr Gewässer nicht indem sie ständig Männern hinterherläuft oder diese abwehrt. Sie veräußert und verkauft sich nicht.

Warten hat nichts mit abwarten zu tun. Das Warten der Frau ist Stille und Spiritualität. Indem sie sich nicht verführen lässt gewinnt sie Selbstbewusstsein und richtet sich zur Königin auf. Sie ist nicht bieder sondern lustvoller und schöner als Ihresgleichen, die sich veräußern. Sie beendet ihre suchthafte Suche nach Liebe und Geborgenheit und fängt vielmehr an nach echter Männlichkeit und Weisheit ausschau zu halten.

Die meisten Frauen sind den ganzen Tag nur damit beschäftigt zu Daten oder aufdringlich bedrängende Männer abzuwehren. Ihr „innerer See“ kommt damit nie zur Ruhe. Ihr Gefühl für den Richtigen verschwimmt, ihre Königlichkeit, ihre Würde, ja ihr weibliches Selbstbewusstsein und damit ihre innere Schönheit schwindet. Der Ritter sieht und erkennt sie so nicht und reitet an ihr vorbei.

Sie ist zur richtigen Zeit nicht am richtigen Ort. Immer mit den falschen Männern gebunden oder in Auseinandersetzung mit diesen begriffen. Dazu kommt, dass sie in diesen Phasen immer wieder sexuelle Kontakte hat, die ausreichen, sie beständig in eine falsche „Prägung“ zu versetzen. Anders als beim Mann wirken sexuelle Kontakte bei der Frau wesentlich länger nach. Ihre Öffnung ist intensiver und sie ist es, die etwas „aufnimmt“ die energetisch etwas „zu sich“ nimmt.

Ich meine bewusst „energetisch“ da dies relativ unabhängig davon ist, ob der Mann in ihr „gekommen“ ist oder nicht.

Warum ist es noch so wichtig, dass die Frau diese Intuition für den richtigen bewahrt, ja schärft und sensibilisiert?

Weil sie letztlich die Entscheidung trifft. Früher sagte man, die Frau hat den 6. Sinn, den „Ehe Sinn“. Da ist was Wahres dran. Der Mann geht auf die Frauen zu. Er macht ihnen den „Hof“, wie man so schön sagt. Aber die Frau entscheidet, welchen Hof sie betritt.

Um so mehr sie sensibilisiert ist, ihren „inneren See“ bewahrt hat, um so mehr hat sie auch die „Macht“ auf den richtigen Mann diesen „Ehe Sinn“ zu übertragen.

Ja, sie ist es in Wahrheit, die dem Mann diesen „Sinn“ einhaucht, dass sie die Richtige für ihn ist. Der Mann hat diesen „Ehe Sinn“ nicht, er bekommt ihn erst über die Frau vermittelt.

Das große Geheimnis ist also in Wahrheit die Kunst der Begegnung. Oder die Kunst der geöffneten Augen. Denn vielleicht kennen sich die Beiden ja schon, aber „er-kennen“ sich einfach nicht.

Denn der Ritter kommt immer irgendwann am Schloss an. Aber ist die Prinzessin noch da? Oder hat sie es längst verlassen und ist gewöhnlich geworden. Weil sie nicht warten konnte.

Verstehst Du jetzt, liebe Frau, warum im Hohelied der Liebe so eindringlich gewarnt wird?:

„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder den Hinden des Feldes: stört nicht auf, weckt nicht die Liebe, bis es ihr gefällt!“ (Hoh. 2,7)

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