Was ist der Unterschied zwischen dem Urchristentum und dem Christentum heute?

Wenn man sich viele Jahre mit diesem Thema auseinandergesetzt hat weiß man, dass der Unterschied nicht einfach in der Abweichung von ein paar nebensächlichen Auffassungen liegt.

Es ist nicht übertrieben wenn man sagt, dass es sich um ein gänzlich anderes Christentum handelt, welches tatsächlich in den Hauptpunkten diametral dazu gegensätzlich ist. Aber dazu gleich.

Das Urchristentum ist einfacher, klarer und absolut leicht verständlich. Man muss wissen, dass die ersten Jünger und Heidenchristen meist sehr einfache Leute waren die in der Mehrzahl weder lesen noch schreiben konnten.

Eine Trinitätslehre oder Rechtfertigungslehre, worauf heute das gesamte Christentum aufbaut, wäre diesen Menschen kaum vermittelbar gewesen, und wenn hätten sie diese wohl allein intuitiv als unsinnig bzw. scheinheilig erkannt und abgetan.

Die Frohbotschaft der Apostel Jesu bestand nicht darin, einen leichten und bequemen Weg zu Gott aufzuzeigen, sondern überhaupt einen möglichen Weg zu Gott aufzuzeigen.

Jesus von Nazareth ist der verheißene Erlöser, der Messias und das Licht der Welt welches für alle Menschen guten Willens eine Möglichkeit geschaffen hat, echte Erlösung und Errettung zu erlangen. Das war der Kontext der Frohbotschaft!

Was nützt es dir als gläubiger Jude, wenn du dich streng an die Thora hältst aber dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?
Was nützt es dir Anhänger des Baal oder des Jupiter oder der vielen Götter der Hellenen, wenn du dennoch keine Erlösung von deinen Sünden und Süchten erfährst oder heimgesucht wirst von bösen Geistern und Dämonen?

Völlig gegensätzlich zum heutigen Christentum sagten die Apostel damals nicht. „Dein Bemühen der Sünde zu entfliehen war unnötig oder gar falsch“, sondern im Gegenteil – es war nicht genug!

Jesu Botschaft war auch hier klarer und unmissverständlicher:
Deine Liebe zu Gott muss in völliger Hingabe münden! „Wer auch nur den Pflug in die Hand nimmt und zurückschaut, ist nicht geschickt für das Reich Gottes“! Luk. 9,61-62. „Es gibt letztlich keinen Stein worauf der Sohn des Menschen sein Haupt legen kann“. Matth. 8,20. Das Loslassen betrifft uneingeschränkt das ganze Leben. „Ja, wer nicht Vater und Mutter und sogar seine eigene Seele hasst, wird das Leben nicht ererben“! Matth. 10,37 ; 16,25 ; Luk. 14,25-27 ; 17,33. ; Mk. 8,35

Jesus fordert also absolute Hingabe und absolutes Loslassen und absolute Lebensübergabe. Sobald auch nur ein wenig zurückgehalten wird, ein kleines Leben, das man für sich behalten will, kann dieser Weg nicht gelingen.

Zuvor war der Weg zu Gott trotz allem Bemühen nicht mehr möglich. Jetzt ist die Tür einen Spalt geöffnet durch Jesus Christus und es ist daher möglich, aber nur wenn das Bemühen noch verstärkt, die Hingabe grenzenlos, und das Halten der Gebote Jesu ständig erkämpft wird – an SEINER Hand, bis hin zum Sieg über die Sünde, Schritt für Schritt und in schier endlosen Anläufen!

Nochmal: Nicht das war die frohe Botschaft, dass ein leichter Weg zu Gott geschaffen wurde, sondern, dass ÜBERHAUPT ein Weg zu Gott geschaffen wurde!

Seit Johannes (den Täufer) wird dem Himmelreich Gewalt angetan (versuche von der Sünde frei zu werden) und nur die Gewalttätigen werden es ererben! Matth. 11,12

„Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden“. Matth. 7,13-14.

Jesus macht im gesamten Evangelium keinen Hehl daraus, wie entschieden der Kampf aufgenommen werden muss um an SEINER Hand und mit dem GANZEN Bemühen, das uns möglich ist, schließlich auch die Gnade zu erlangen von der Sünde frei zu werden.

Dies setzt also voraus, dass wir ALLES daransetzen was in unserer Macht steht damit Gott alles daransetzt was in SEINER Macht steht.

Jesus ist als erster Adam allem abgestorben (gekreuzigt) durch diese schmale Tür hindurchgegangen damit auch wir nun IHM nachfolgen und gekreuzigt absterbend hindurchgehen!

ER ist der EINZIGE und ERSTE der alles Böse überwunden hat und kann es nun auch in unserer Seele überwinden, wenn wir IHM nachfolgen.

Das ist zusammengefasst in einem Satz das gesamte Christentum!

Jesus nachzufolgen meint ebenso den Weg ans Kreuz zu gehen und nicht wie es heute verkündet wird: Jesus ist stellvertretend schon für uns gestorben, wir müssen es nicht mehr, er hat es getan. Der Kreuzestod bleibt uns erspart, das Absterben der Sünde bleibt uns erspart, das unentwegte Kämpfen bleibt uns erspart, das ständig alles loslassen bleibt uns erspart, die echte Hingabe zu ihm bleibt uns erspart, das Halten seiner Gebote bleibt uns erspart ..

ja, das alles bleibt uns erspart. Aber es bleibt uns auf diese Weise auch die Erlösung erspart, das frei werden von den Sünden und Dämonen und das Eingehen in das Reich Gottes, das bleibt uns damit auch erspart.

Nein, wir können als Christen nicht hergehen und die Gnade in Anspruch nehmen aber unseren Teil, alles zu tun was uns möglich ist, nicht einhalten und nicht tun.

Erst wenn wir gegen die Sünde, Süchte und bösen Geister kämpfen als würden wir ganz aus uns selber kämpfen, aber doch in dem Wissen, dass wir es ganz aus Gott, ja ganz aus Jesus Christus tun, wird sich uns die Gnade immer und immer wieder eröffnen und wir werden Wunder über Wunder erleben.

Jesus gibt uns diesbezüglich das Gleichnis von den zwei Söhnen die im Weinberg arbeiten sollen, wo der eine sagt, er will nicht, aber geht dann doch. Der andere sagt er will, aber geht dann nicht. Jesus stellt dann die einfache Frage: Wer ist es der den Willen des Vaters tut? Matth. 21,28-31.

So viele Christen sind schwer belastet von psychischen Krankheiten, Süchten und Abhängigkeiten und legen doch die Hände in den Schoss weil sie aufgrund des falschen, beschwichtigenden Christentums meinen, sie würden schon alles tun.

Andere suggerieren sich Heilsgewissheit indem sie sich in Euphorie beten oder in Gemeinschaft eine heilige Stimmung schaffen und erbauliche Predigten anhören. Dieser positive Effekt hält eine Weile an und dann ist wieder alles beim Alten.

Einige kommen dann auf die scheinheilige Idee, dass die Sünde gar nicht Sünde ist, wenn sie im Glauben und in Gott getan ist usw. Scheinheiligkeit, Hartherzigkeit und Fanatismus sind dann die am klarsten in Erscheinung tretenden Früchte, die dabei zu sehen sind.

Der einfache, klare und schwere Weg des Urchristentums bleibt verborgen. Aber es ist nur der zunächst schwere Weg der letztlich leichter ist als der leichte Weg durch die Hintertür, der nicht gangbar ist.

Es ist keine Frage, dass es beschwerlich ist mit Jesu Hilfe immer und immer wieder gegen die Sünde anzugehen. Dass man oft müde ist und entmutigt und oft entkräftet und hoffnungslos. Aber nicht der schnelle Sieg, sondern das immer wieder aufstehen und weiterkämpfen führt letztlich zum Sieg über jede Sünde mit Jesus Hilfe!

Das ist gänzlich so wie mit dem trainieren von Muskeln. Am Anfang scheint alles unglaublich beschwerlich bis es leichter wird und am Ende sogar Spaß macht. Unsere „seelischen Muskeln“ wollen genau so trainiert werden und sie werden trainiert mit dem Überwinden in Jesu Namen! Bis es immer leichter wird. 1. Joh. 5,3

So ist der Weg gangbar und voller Wunder und Einweihungen in die Geheimnisse Gottes!

Klarer und schöner wie in dieser urchristlichen Schrift aus dem sehr frühen Christentum kann dieses Wunder kaum ausgedrückt werden:

Ich sprach zu ihm: ‘Herr, groß, gut und herrlich sind diese Gebote und können das Herz des Menschen erfreuen, der sie zu halten vermag. Ich weiß aber nicht, ob diese Gebote von einem Menschen befolgt werden können, denn sie sind sehr hart.’ Er antwortete mir: ‘Wenn du dir vornimmst, dass sie befolgt werden können, so wirst du sie leicht befolgen, und sie werden nicht hart sein. Wenn aber in deinem Herzen der Gedanke Platz greift, dass sie von keinem Menschen befolgt werden können, wirst du sie auch nicht befolgen. Für diesen Fall aber sage ich dir: Wenn du sie nicht befolgst, sondern außer acht lässt, werden weder du noch deine Kinder noch deine Familie Rettung erlangen; denn du hast dir ja selbst schon das Urteil gesprochen, dass diese Gebote von keinem Menschen befolgt werden könnten.’“

Denn wie der Schmied, wenn er sein Werkstück ständig hämmert, schließlich fertig wird mit dem, was er sich vorgenommen, so wird auch die Mahnung zum Rechten, wenn sie täglich laut wird, schließlich mit allem Bösen fertig. Werde nur nicht müde, zu ermahnen deine Kinder; denn ich weiß es: wenn sie von ganzem Herzen Buße tun, werden sie in die Bücher des Lebens zu den Heiligen geschrieben werden.
(Aus: „Hirt des Hermas“ Kap. 46,5-6 und 3,2)

Der Segen unseres HERRN JESUS CHRISTUS allen Menschen guten Willens, lauteren und aufrichtigen Herzens sind, die Wahrheit suchen und ihr Leben IHM übergeben und weiterhin übergeben und SEINE Gebote tun!

lebenslebendig

Der sich rechtfertigende Beamte

Es war einmal ein Volk in einem fernen Land welches von einem Tyrannen regiert wurde.

Groß war deshalb der Jubel – wenngleich auch manche misstrauisch waren, als der neu gekrönte König sein Amt antrat und die alte Gewaltherrschaft seines Vorgängers beendete.

Aufgrund der vorhergehenden Schreckensherrschaft entstand nämlich viel Unfriede und Missgunst unter dem Volk gegenüber jeder Obrigkeit, und auch eine große Armut und viel Lied war unter dem Volk.

Der neue König aber war ein Mann der Tat und nicht nur der schönen Worte und daher sandte er sogleich seine Beamten und Vertrauten in die Stadt, ausgestattet mit aller Vollmacht um Gutes zu tun wo auch immer sie Not sahen oder Ungerechtigkeit und Streit. Damit sie aber nicht erkannt wurden, verkleideten sie sich als ganz normale Arbeiter oder auch Bettler, wie sie gerade Lust hatten. Hauptsache sie dienten dem Volk in der Liebe und der Weisheit Gottes und linderten die entstandene Not um das Land wieder erblühen zu lassen.

Einer der Beamten aber dachte bei sich: „Ich kann tun oder lassen was ich will, bin ich doch inkognito unter dem Volk und ausgestattet mit aller Vollmacht des Königs. Und außerdem hat mein Herr noch genug Leute ausgesandt, die ohnehin Recht schaffen werden. Der König wird also sein Ziel erreichen – so oder so. Was schadet es da, wenn ich auch ein wenig meinen Vorteil suche?“

So raubte und vergewaltigte er und verübte allerlei Schandtaten, aber setzte wieder eine fromme Miene auf, wenn er an den Hof des Königs zurückkehrte. So ging es Tag für Tag. Und Tag für Tag mehrte sich im Volk das Misstrauen und das Unbehagen gegenüber den Beamten des Königs, denn es wurden immer wieder ungeheuerliche Vorwürfe laut.

Eines Tages bemerkten einige seiner Kollegen seine bösen Taten und stellten ihn zur Rede.

Er aber rechtfertigte sich uns sprach: „Bin ich nicht mit der Vollmacht des Königs ausgestattet, wer kann mich anklagen, wer will mit mir Rechten?“

Nach einem Jahr ließ der König schließlich alle seine Beamten einberufen und sprach zu ihnen: „Ihr wart im Auftrag des Königs nun ein ganzes Jahr lang in meinem Dienst und habt Liebe, Gerechtigkeit und Hoffnung unter das Volk gebracht. Ich will euch heute zu Miterben machen! Dafür will ich das gesamte Volk einberufen und es soll darüber abstimmen, wen ich dafür vorsehen soll!“

In wenigen Tagen war es so weit. Das gesamte Volk war versammelt und ein Beamter nach dem anderen wurde vom Volk feierlich begrüßt und manch einer frenetisch bejubelt. Nur einer nicht, sondern es drangen furchtbare Anschuldigungen, wüste Beschimpfungen und alle Art von Anklagen zu den Ohren des Königs. Da ließ der König diesen Beamten zu sich rufen und fragte ihn: „Stimmt das, was diese über dich sagen?“
Wieder rechtfertigte sich der Beamte mit den selben Worten wie er es auch schon seinen Kollegen gegenüber tat. „Bin ich nicht mit der Vollmacht des Königs ausgestattet, wer will mich anklagen, wer will mit mir Rechten?“

Da wurde der König zornig und sprach: „Du fragst mich, wer über dich rechten will? Hast du dein Gericht nicht soeben selbst vernommen?“ Daraufhin verstummte der Beamte und der König ließ sogleich die ausgestellte Vollmacht von ihm nehmen und übergab ihn der aufgebrachten Menge, welche ihn sofort in Stücke riss und all seine Beute unter sich verteilte.

Da herrschte große Bestürzung unter allen Untergebenen des Königs und sie staunten über das Geschehene!

Das Land aber erblühte von da an und es herrschte Friede im ganzen Land.

Es hat sich aber seither dort dieser Spruch eingebürgert, wenn jemand böses tut, indem man spricht: „Vielleicht ist er ja ein Abgesandter des Königs der eine Vollmacht dafür hat!“ 🙂

Kommentar zur Geschichte:

Genau so wie dieser sich rechtfertigende Beamte sprechen heutzutage viele Christen, ja eigentlich alle!

Es gibt neben der Trinitätslehre wohl keine Lehre, welche das Christentum so sehr zerstört und verwüstet hat wie die Rechtfertigungslehre!


Diese besagt: Jesus ist nicht nur für unsere Sünden gestorben, sondern er ist „stellvertretend“ für unsere Sünden gestorben! Das ist ein entscheidender Zusatz, der in der Urchristenheit völlig unbekannt war. Gemäß dieser Vorstellung überwindet Jesus nicht mehr in mir die Sünde, Schritt für Schritt, sondern ich bin schon erlöst – von Jetzt auf gleich! Sobald ich mich bekehrt habe und Buße getan habe und Jesus als meinen Heiland angenommen habe.

Was für ein großer Betrug an der erlösenden Liebe Gottes!

Wenn nun Sünden hoch kommen oder böse Neigungen, sagen sie sofort in großer Überzeugung: „Ja, der Mensch kann aus sich heraus überhaupt nichts Gutes tun, außer das Erlösungswerk Jesu glaubend annehmen. Außerdem ist die Erlösung bereits vollzogen und wenn man sich liebend zu Gott bekennt und seine Sünden unter sein Kreuz legt, tut er allein es! Ich muss nur im Glauben bleiben“, folgern sie.


Ist das nicht der Gipfel der Scheinheiligkeit? Sie verhalten sich also ganz ähnlich wie dieser sich selbstrechtfertigende Beamte des Königs!

Sie wähnen sich erlöst (siehe die Vollmacht des Königs) und tun das Böse. Wenn sie es dann erkennen, legen sie die Hände in den Schoß und beten und flehen, dass Gott ihnen die Sünden wegzaubert. Passiert das nicht, darf man selber aber nichts tun. Jedes Bemühen ist ja Werkgerechtigkeit und sich anmaßen selber gut sein zu wollen.

Was ist das doch für eine bequeme Lüge und was für ein durchschaubarer Selbstbetrug!

Woher weißt Du denn so genau, dass Gott in Dir nicht auch das Bemühen und die Kraft gegen die Sünde zu kämpfen gibt, wenn Du IHN wirklich ernsthaft bittest? Und: Worin erkennst Du, dass das Bemühen nur ein eigenes Bemühen ist, ohne Gott?

Ist es nicht so, dass Gott alles Gute wirkt? Auch in Dir und wenn Du Gutes tust? Und: Sollte denn nicht Jesus in Dir leben? Oder lebt er ausgerechnet dann nicht in Dir, wenn Du dich mit aller Kraft bemühst Gutes zu tun und die Sünde zu meiden?

Ist das nicht der Gipfel des Irrsinns vor Gott?

Ist es dann nicht vielmehr so, dass Du Dich bewusst selber betrügen willst! Etwa, um ein bequemes Ruhekissen zu haben und weiter sündigen zu können? Ist es nicht so?

Steht nicht für unsere heutige Christenheit das Wort ganz klar in der Bibel. Von den „Herr, Herr, Rufern“ und dass sie große Zeichen in seinem Namen tun und ER aber sagt: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch, ich kenne euch nicht?“ Welche Zeit und welche Christenheit ist Deiner Meinung nach damit gemeint, wenn nicht die heutige?

In der Urchristenheit gab es diesen Selbstbetrug jedenfalls so noch nicht, auch wenn er Paulus heute untergeschoben wird. Damals war diese einfache Erkenntnis noch ganz klar: Wir sollen ALLES tun, wie ganz aus uns selbst (und damit in aller Freiheit) und dabei doch ganz in dem Wissen, dass es allein Gott ist, der es wirkt!
Schließt das Beten um Erlösung nicht automatisch auch das Kämpfen und alles menschenmögliche Tun mit ein, will man die Sünde ernsthaft besiegen?

Wer hat ein Herz, dass Gott liebt und erkennt das nicht?

Wie wundervoll und exemplarisch drückt hingegen den wahren Geist des Christentums u.a. noch diese urchristliche Schrift aus, die noch in der ersten Hälfte des 2. Jhr. entstand und nach Origines angeblich auf den von Paulus erwähnten Hermas in Röm. 16,14 zurückgeht:

Ich sprach zu ihm: ‘Herr, groß, gut und herrlich sind diese Gebote und können das Herz des Menschen erfreuen, der sie zu halten vermag. Ich weiß aber nicht, ob diese Gebote von einem Menschen befolgt werden können, denn sie sind sehr hart.’ Er antwortete mir: ‘Wenn du dir vornimmst, dass sie befolgt werden können, so wirst du sie leicht befolgen, und sie werden nicht hart sein. Wenn aber in deinem Herzen der Gedanke Platz greift, dass sie von keinem Menschen befolgt werden können, wirst du sie auch nicht befolgen. Für diesen Fall aber sage ich dir: Wenn du sie nicht befolgst, sondern außer acht lässt, werden weder du noch deine Kinder noch deine Familie Rettung erlangen; denn du hast dir ja selbst schon das Urteil gesprochen, dass diese Gebote von keinem Menschen befolgt werden könnten.’“

Denn wie der Schmied, wenn er sein Werkstück ständig hämmert, schließlich fertig wird mit dem, was er sich vorgenommen, so wird auch die Mahnung zum Rechten, wenn sie täglich laut wird, schließlich mit allem Bösen fertig. Werde nur nicht müde, zu ermahnen deine Kinder; denn ich weiß es: wenn sie von ganzem Herzen Buße tun, werden sie in die Bücher des Lebens zu den Heiligen geschrieben werden.“

(Aus: „Hirt des Hermas“ Kap. 46,5-6 und 3,2)

http://www.lebenslebendig.de

Hat Gott seinen Zorn auf den Sohn gelegt um uns zu erlösen?

Ist nicht allein schon die Vorstellung, dass Gott, die Liebe, Zorn empfindet und verflucht, das größte Unrecht, welches man über Gott denken kann?

Schreckt dieser obige Satz, nicht traurigerweise zurecht, so viele suchende Menschen vom Christentum ab?

Ist das Wort Gottes nicht Geist und ist Leben?

Wenn Sätze von einem angeblichen Zorn Gottes oder anderer sehr menschlicher Attribute im Alten Testament vorkommen, sind sie dann nicht im geistigen und lebendigen Sinn, als Entsprechung zu verstehen? Weil der Mensch in manchen Situationen so von Gott denkt? Gott so nahe bei uns ist? Die Liebe sich so sehr identifiziert mit dem Geliebten?

Ein Mensch, der Gott über alles liebt, nimmt alles aus Seiner Hand. Das Gute wie das Böse. Ihm dient auch alles zum Guten und daher versteht er diese Worte.
Er versteht, dass man der göttlichen Liebe selbst niemals diese niedrigen Eigenschaften unterstellen oder zuschreiben kann und darf, (Jak. 1:17) weil wir allein es sind, die Gott so empfinden, wenn wir vom Bösen versucht werden.

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Benötigt der Glaube gute Taten?

fragen Christen in Diskussionen auf Facebook oder anderswo ernsthaft. Das ist leider kein Witz, die Antwort lautet oft: Nein. Busse und Sünden bekennen reicht und natürlich der Glaube, dass Jesus die Erlösung bereits vollbracht hat. Sind die Sünden dann immer noch da… wieder einfach nur Busse und bekennen… und so weiter…

Ja, und genau so sieht es in der Christenheit auch aus. Scheinheiligkeit so weit das Auge reicht!

Man nennt das den sogenannten Absolutheitsanspruch, welchen die Kirchen vor einigen Jahrhunderten für die Christenheit entwickelt haben. „Nur wer an Christus glaubt, kommt in den Himmel“, verlautet es dort, „alle anderen in die Hölle!“
Unabhängig davon, wie deren Leben war.

Aber, mal ehrlich, das glaubst Du wirklich?
Das ist als Christ wirklich Deine Herzensüberzeugung?

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