Benötigt der Glaube gute Taten?

fragen Christen in Diskussionen auf Facebook oder anderswo ernsthaft. Das ist leider kein Witz, die Antwort lautet oft: Nein. Busse und Sünden bekennen reicht und natürlich der Glaube, dass Jesus die Erlösung bereits vollbracht hat. Sind die Sünden dann immer noch da… wieder einfach nur Busse und bekennen… und so weiter…

Ja, und genau so sieht es in der Christenheit auch aus. Scheinheiligkeit so weit das Auge reicht!

Man nennt das den sogenannten Absolutheitsanspruch, welchen die Kirchen vor einigen Jahrhunderten für die Christenheit entwickelt haben. „Nur wer an Christus glaubt, kommt in den Himmel“, verlautet es dort, „alle anderen in die Hölle!“
Unabhängig davon, wie deren Leben war.

Aber, mal ehrlich, das glaubst Du wirklich?
Das ist als Christ wirklich Deine Herzensüberzeugung?

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NoFap

Was ist Männlichkeit?

Alle Märchen und Sagen dieser Welt in denen am Ende ein Mann oder Jüngling die Königstochter oder Jungfrau erobert, sprechen und erzählen davon. Von der wahren Männlichkeit.

Oft ist der Jüngling zunächst aus niederem Stand, während die junge Frau eine Tochter des Königs oder hohem Stand ist.

Das sind alles Entsprechungen zum Geistigen, die einen tiefen Sinn haben und worauf ich noch zu sprechen komme. Vor allem, dass der Jüngling Widerstände zu überwinden hat, Drachen oder gefährliche Tiere töten muss oder schwierige Rätsel lösen und andere Gefahren meistern muss.

Warum?

Übertragen auf das Innere, die geistige Welt, die Seelenebene, sind diese Herausforderungen, die Drachen, die Rätsel und allerlei Gefahren nichts anderes als Bilder und Entsprechungen für alle Arten an Begierden, Süchten, Unwahrheiten und Verdummungen denen wir in dieser Welt ausgeliefert sind.

Der Kern der Botschaft ist einfach: Es geht um Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin und um den Kampf, den eigenen Begierden und Süchten nicht mehr blindlings ausgeliefert zu sein. Das ist, auf einen Nenner zusammengefasst, Männlichkeit. Und nichts anderes.

Ein Mann der sich selbst im Griff hat, der kein Fähnchen im Wind ist, der keine leeren Worte macht, der für das Recht einsteht und Unrecht verabscheut, der ein Fels in der Brandung ist und gleichzeitig seine eigene Gefühlswelt erschlossen hat.

Eben gerade auch aufgrund der Kämpfe, aufgrund der Auseinandersetzung mit seinen eigenen Untiefen, welche dem Archetypus des Kriegers entsprechen, wie er in Märchen und Sagen bildhaft dargestellt wird.

Der Weg da hin ist aber ein völlig anderer als er vielfach dargestellt wird und wurde. Noch immer zählt die zur Schau gestellte Männlichkeit, die sich nach Außen siegreich und stark darstellt und keine Schwäche zeigen darf. Eine Männlichkeit, die schon gesiegt haben will noch bevor sie gekämpft hat, die stark sein will noch bevor sie Schwächen und Niederlagen einstecken musste. Eine Männlichkeit die machtvoll und weise sein will noch ehe sie Demut und Ohnmacht kennengelernt und erfahren hat.

Nein, in den Märchen und Sagen geht es interessanterweise viel weniger um das Siegen, als um den Umgang mit Niederlagen. Viel weniger um die Kunst des Kampfes, als um die Kunst, mit Versagen und Demütigungen auch umgehen zu können.

Daher gibt es darin immer die Achillessehne des Achilleus oder die verwundbare Stelle auf dem Rücken des Siegfried, dem Drachentöter usw.

Es sind immer die unscheinbaren Körperstellen oder auch Ereignisse, die den Krieger unglücklich zu Fall bringen, warum nur ist das so? Was wollen uns die Märchen und Sagen damit nur sagen?

Die Antwort auf dieses Geheimnis kennt allein nur der, der selber gekämpft hat.

Ich will keine Umschweife machen. Der schwierigste Kampf für einen Mann, liegt in der Regel, im Umgang mit seiner eigenen Sexualität.

Dafür braucht es nicht nur Kampfeswillen (der in der Regel schon fehlt), sondern vor allem Weisheit und Erkenntnis.

Schätzungen zufolge, soll das gesamte Internet zu beinahe 80 Prozent aus Pornografie bestehen. Ein riesiger Markt, der Frauen zum Konsumgut degradiert und vermarktet, und je gefühlloser die Menschen werden, desto besser funktioniert er.

Eine Horde heranwachsender Jugendlicher, die Weiblichkeit auf die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale reduzieren und mit „Generation Porno“ umschrieben werden.

Schon 2009 hatten Forscher der Uni Montreal – ausnahmsweise sozusagen – die Effekte von Pornos auf Männer untersuchen wollen. „Wir haben Männer in ihren 20ern gesucht, die noch nie Pornos konsumiert haben“, so Studienautor Simon-Louis Lajeunesse. „Wir konnten keine finden.“

Ist das die viel gepriesene sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung?

Oder vielmehr ein Heer an Jugendlichen, die schon sexsüchtig sind bevor sie volljährig werden?

Nein, es geht sicherlich nicht darum, die sexualfeindliche Welt des Mittelalters und deren sündenfürchtenden Christen wieder heraufzubeschwören, welche Prüderie und Scheinheiligkeit mit dem Beherrschen der Sexualität aufgrund von Verteuflung verwechselt haben.

Aber wenn eine ganze Generation von heranwachsenden jungen Männern gefühlskalt und beziehungsunfähig werden weil sie nur noch sexsüchtig in einer Welt von Pornos gefangen sind, dann ist das sicher das andere Extrem oder der sprichwörtliche Reiter, der gerade auf der anderen Seite vom Pferd fällt.

Angesichts dieser düsteren Zukunft einer ganzen Generation gibt die sogenannte NoFap-Bewegung zumindest etwas Hoffnung.

Begründer dieser Bewegung ist der amerikanische Student Alexander Rhodes, der in einem Interview mit sueddeutsche.de, zugab, dass er „ein ernstes Pornoproblem“ hatte und sagt: „Pornos brachten mich dazu, meine Lust über alles andere zu stellen – über Liebe, Zuneigung, Einfühlungsvermögen. Keine Pornos mehr zu schauen war der Versuch, diese Fähigkeiten zurückzubekommen.“ Wie man glauben darf mit Erfolg, wie nicht nur eine starke Zunahme der Bewegung in Amerika sondern auch in Deutschland inzwischen zeigt. Einige schreiben davon, dass sie Mädchen nicht einmal mehr in die Augen schauen konnten und nun endlich selbstbewusst und einfühlsam mit dem anderen Geschlecht umgehen können. Aber auch jene, die in einer Beziehung sind, dass sich dadurch die Beziehung und der Sex wesentlich intensiviert hat.

Und jetzt komme ich wieder auf die vorgenannten Sagen und Märchen zurück. Die Herausforderung mag erscheinen wie ein Ungeheuer oder eine grausame Bestie, die kein Mensch je besiegen kann. Aber dennoch nimmt der Krieger diesen wahnwitzig erscheinenden Kampf auf sich. Und siehe da, allein das verändert schon die Situation und er findet einen Weg, oder eine List, und merkt, vor allem ein günstiges Schicksal begleitet ihn. Er bekommt Hilfe, von Oben und von wohlgesonnenen Geistern und Menschen. Das ermutigt ihn, – bis er schließlich tatsächlich den Sieg davonträgt.

Mit anderen Worten. Es gibt diesen Sieg nicht ohne dass man sich auch geistig entsprechend weiterentwickelt. Ja, es wird Weisheit und „Kraft von Oben“ benötigt um diesen Weg gehen zu können.

Ansonsten ist es vielmehr schnell so wie der Volksmund sagt: „Mit guten Vorsätzen ist der Weg zur Hölle gepflastert.“ Oder das vermeintlich besiegte Ungeheuer zeigt sich in seiner Zähigkeit doch noch als ein totgeglaubter Feind, welcher in letzter Kraft seinen giftigen Pfeil noch in die Achillessehne seines Gegners schießt.

Ich meine damit keineswegs, dass Kämpfe letztlich nicht zielführend sind. Im Gegenteil. Aber mehr noch als um das bloße Siegen geht es dabei immer wieder um das aufstehen und weiter kämpfen, wie es die NoFap-Bewegung so schön zum Ausdruck bringt. Nicht allein der Sieg, sondern die Ausdauer und das Aufstehen nach einer Niederlage bringt irgendwann den Sieg. Daran geht kein Weg vorbei.

Es geht nicht darum möglichst gar keinen Sex mehr zu haben, selbst nicht mehr mit der geliebten Frau und Partnerin. Und auch nicht darum die Sexualität nur zu beherrschen um sie für höhere Ziele zu transformieren, die außerhalb der Sexualität liegen, wie musisches Talent und allerlei geistige Inspiration.

Es geht letztlich vor allem auch darum diese innerhalb der praktizierten Sexualität zu transformieren um ihr die eigentliche, verbindende Intensität innerhalb einer Partnerschaft wieder zurück zu geben.

Aber auch wenn keine Partnerschaft vorhanden ist, jeder lebt eine Form von Sexualität, und wenn es gegenwärtig nur eine Form von Selbstbefriedigung ist. Diese Form kann aber in einer Art stattfinden, dass sie sich immer mehr „reinigt“ um sich auf eine beständige Partnerschaft vorzubereiten.

Nicht umsonst gibt es im mosaischen Gesetz die Beschneidung, die ein perfektes Bild und Entsprechung für das ist, was in jedem von uns Männern innerlich stattfinden soll. Es wird nur die Vorhaut entfernt und nicht etwa der ganze Penis. Im Gegenteil. Es geht um eine Stärkung der Männlichkeit aufgrund eines reineren Umgangs damit. Maß zu halten und eine gute Mitte zu finden hat mit Kraft und Ausdauer zu tun. Eine kurze und ins extrem gehende Anstrengung ist leichter durchzustehen, führt aber ebenso wenig zum Ziel wie gar keine Anstrengung auf sich zu nehmen. Beides sind dabei im Grunde nur 2 Seiten der selben Medaille, wenn es um das Reinigen der Sexualität geht.

Und Jesus bringt es in einem Gleichnis noch treffender zum Ausdruck: „Wenn ein gewappneter Starker seinen Palast bewacht, so bleibt, was er hat, in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie dort, und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger als zuvor“ (Lukas 11,21-26).

Eine weitere Variante ist, Sexualität nur auf die Zeugung von Nachkommen zu reduzieren, wie es einige fundamentalistische Christen heute noch tun. Man wird so der gewaltigen Spannweite der sexuellen, spirituellen Dimension und der geistigen, verbindenden Wirkung einfach nicht gerecht.

Es ist ein Unterschied ob sich jemand noch mit Pornos selbstbefriedigt oder schon ohne. Oder ob jemand schon so gut wie ganz ohne Selbstbefriedigung auskommt oder vielleicht sogar eine Form der Stimulation entwickelt hat, in der er ohne Samenerguss auskommt.

Wichtig ist, auch im Rest des Lebens negativen Dingen wie Lügen und allerlei feigen Kompromissen im Leben widerstehen zu können. Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass das eine vom anderen nicht getrennt werden kann. Es gehört zur Männlichkeit, es gehört zum Krieger, wenn er denn ein wirklicher Mann werden will, der in Besonnenheit und Kraft in dieser Welt steht. Es heißt nicht umsonst, „seinen Mann stehen“.

Ein Mann der nicht sexuell total aufgeheizt ist, man könnte etwas plump auch sagen, der nicht vollständig seiner Geilheit ausgeliefert ist, bekommt wieder etwas sehr wichtiges zurück. Einen nüchternen und realistischeren Blick auf die Frauenwelt, um eine richtige Vorauswahl zu treffen. Weiter unten werden wir sehen, warum der Mann nur die Vorauswahl trifft, die Frau aber die Entscheidung.

Ein Aspekt der fast immer übersehen wird, ist die Ernährung. Diese spielt bei der Reinigung der Sexualität eine größere Rolle als viele denken.
Hafer, Fleisch, Eier und andere sehr eiweißhaltige Produkte heizen das „Fleisch“ am meisten an, bieten aber keine Standfestigkeit und Potenz im männlichen Sinne. Diese wenigen Produkte zu lassen ist für jeden einfach und sowieso gesünder. Hafer ist hier die Ausnahme und findet sich aber leider inzwischen fast in jedem Müsli und „heizt“ (meiner Meinung nach) am meisten an und soll nur zu sich genommen werden, wenn man eine große Kraftanstrengung zu bewältigen hat. Dann muss sich die Energie nicht in einer „angeheizten“ Sexualität abbauen.

Was ist Weiblichkeit

Wenn man Märchen nur oberflächlich betrachtet kann man leicht denn Eindruck bekommen, dass diese ein idealistisches Frauenbild umschreiben in der nur die Schönste und Edelste einen tollen Mann abbekommt, da die Prinzessin immer als unglaublich schön und anmutig dargestellt wird. Aber der Eindruck täuscht. Es ist das Wissen darüber verloren gegangen, was Schönheit und was das Königliche bei der Frau eigentlich ist.

Was konkret ist Schönheit?

Sie geht mit dem Königlichen einher und ist eins damit. Die Schönheit und das Königliche, wie es in den Märchen immer wieder vorkommt, lässt sich also nicht voneinander trennen.

Die Burg, das Schloss, der Schlossturm, die starke Hecke, welche Dornröschen umgibt und vieles mehr, bringt immer diesen Schutz zum Ausdruck, welche die Schönheit beschützt und erhält.

Welcher Art ist dieser Schutz und was ist damit gemeint?

Das lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, was damit nicht gemeint ist. Nämlich sich verausgaben, verkaufen, und prostituieren.

Dass die Frau warten und innerlich zur Ruhe kommen kann spielt dabei eine wesentliche Rolle. Wenn das Innere der Frau zur Ruhe kommt wie ein spiegelglatter See, der das Antlitz der Natur perfekt wieder spiegelt, wird ihre Empfindung für den richtigen Mann stärker. Sie durchwühlt ihr Gewässer nicht indem sie ständig Männern hinterherläuft oder diese abwehrt. Sie veräußert und verkauft sich nicht.

Warten hat nichts mit abwarten zu tun. Das Warten der Frau ist Stille und Spiritualität. Indem sie sich nicht verführen lässt gewinnt sie Selbstbewusstsein und richtet sich zur Königin auf. Sie ist nicht bieder sondern lustvoller und schöner als Ihresgleichen, die sich veräußern. Sie beendet ihre suchthafte Suche nach Liebe und Geborgenheit und fängt vielmehr an nach echter Männlichkeit und Weisheit ausschau zu halten.

Die meisten Frauen sind den ganzen Tag nur damit beschäftigt zu Daten oder aufdringlich bedrängende Männer abzuwehren. Ihr „innerer See“ kommt damit nie zur Ruhe. Ihr Gefühl für den Richtigen verschwimmt, ihre Königlichkeit, ihre Würde, ja ihr weibliches Selbstbewusstsein und damit ihre innere Schönheit schwindet. Der Ritter sieht und erkennt sie so nicht und reitet an ihr vorbei.

Sie ist zur richtigen Zeit nicht am richtigen Ort. Immer mit den falschen Männern gebunden oder in Auseinandersetzung mit diesen begriffen. Dazu kommt, dass sie in diesen Phasen immer wieder sexuelle Kontakte hat, die ausreichen, sie beständig in eine falsche „Prägung“ zu versetzen. Anders als beim Mann wirken sexuelle Kontakte bei der Frau wesentlich länger nach. Ihre Öffnung ist intensiver und sie ist es, die etwas „aufnimmt“ die energetisch etwas „zu sich“ nimmt.

Ich meine bewusst „energetisch“ da dies relativ unabhängig davon ist, ob der Mann in ihr „gekommen“ ist oder nicht.

Warum ist es noch so wichtig, dass die Frau diese Intuition für den richtigen bewahrt, ja schärft und sensibilisiert?

Weil sie letztlich die Entscheidung trifft. Früher sagte man, die Frau hat den 6. Sinn, den „Ehe Sinn“. Da ist was Wahres dran. Der Mann geht auf die Frauen zu. Er macht ihnen den „Hof“, wie man so schön sagt. Aber die Frau entscheidet, welchen Hof sie betritt.

Um so mehr sie sensibilisiert ist, ihren „inneren See“ bewahrt hat, um so mehr hat sie auch die „Macht“ auf den richtigen Mann diesen „Ehe Sinn“ zu übertragen.

Ja, sie ist es in Wahrheit, die dem Mann diesen „Sinn“ einhaucht, dass sie die Richtige für ihn ist. Der Mann hat diesen „Ehe Sinn“ nicht, er bekommt ihn erst über die Frau vermittelt.

Das große Geheimnis ist also in Wahrheit die Kunst der Begegnung. Oder die Kunst der geöffneten Augen. Denn vielleicht kennen sich die Beiden ja schon, aber „er-kennen“ sich einfach nicht.

Denn der Ritter kommt immer irgendwann am Schloss an. Aber ist die Prinzessin noch da? Oder hat sie es längst verlassen und ist gewöhnlich geworden. Weil sie nicht warten konnte.

Verstehst Du jetzt, liebe Frau, warum im Hohelied der Liebe so eindringlich gewarnt wird?:

„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder den Hinden des Feldes: stört nicht auf, weckt nicht die Liebe, bis es ihr gefällt!“ (Hoh. 2,7)

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Der sich rechtfertigende Beamte

Es war einmal ein Volk in einem fernen Land welches von einem Tyrannen regiert wurde.

Groß war deshalb der Jubel – wenngleich auch manche misstrauisch waren, als der neu gekrönte König sein Amt antrat und die alte Gewaltherrschaft seines Vorgängers beendete.

Aufgrund der vorhergehenden Schreckensherrschaft entstand nämlich viel Unfriede und Missgunst unter dem Volk gegenüber jeder Obrigkeit, und auch eine große Armut und viel Lied war unter dem Volk.

Der neue König aber war ein Mann der Tat und nicht nur der schönen Worte und daher sandte er sogleich seine Beamten und Vertrauten in die Stadt, ausgestattet mit aller Vollmacht um Gutes zu tun wo auch immer sie Not sahen oder Ungerechtigkeit und Streit. Damit sie aber nicht erkannt wurden, verkleideten sie sich als ganz normale Arbeiter oder auch Bettler, wie sie gerade Lust hatten. Hauptsache sie dienten dem Volk in der Liebe und der Weisheit Gottes und linderten die entstandene Not um das Land wieder erblühen zu lassen.

Einer der Beamten aber dachte bei sich: „Ich kann tun oder lassen was ich will, bin ich doch inkognito unter dem Volk und ausgestattet mit aller Vollmacht des Königs. Und außerdem hat mein Herr noch genug Leute ausgesandt, die ohnehin Recht schaffen werden. Der König wird also sein Ziel erreichen – so oder so. Was schadet es da, wenn ich auch ein wenig meinen Vorteil suche?“

So raubte und vergewaltigte er und verübte allerlei Schandtaten, aber setzte wieder eine fromme Miene auf, wenn er an den Hof des Königs zurückkehrte. So ging es Tag für Tag. Und Tag für Tag mehrte sich im Volk das Misstrauen und das Unbehagen gegenüber den Beamten des Königs, denn es wurden immer wieder ungeheuerliche Vorwürfe laut.

Eines Tages bemerkten einige seiner Kollegen seine bösen Taten und stellten ihn zur Rede.

Er aber rechtfertigte sich uns sprach: „Bin ich nicht mit der Vollmacht des Königs ausgestattet, wer kann mich anklagen, wer will mit mir Rechten?“

Nach einem Jahr ließ der König schließlich alle seine Beamten einberufen und sprach zu ihnen: „Ihr wart im Auftrag des Königs nun ein ganzes Jahr lang in meinem Dienst und habt Liebe, Gerechtigkeit und Hoffnung unter das Volk gebracht. Ich will euch heute zu Miterben machen! Dafür will ich das gesamte Volk einberufen und es soll darüber abstimmen, wen ich dafür vorsehen soll!“

In wenigen Tagen war es so weit. Das gesamte Volk war versammelt und ein Beamter nach dem anderen wurde vom Volk feierlich begrüßt und manch einer frenetisch bejubelt. Nur einer nicht, sondern es drangen furchtbare Anschuldigungen, wüste Beschimpfungen und alle Art von Anklagen zu den Ohren des Königs. Da ließ der König diesen Beamten zu sich rufen und fragte ihn: „Stimmt das, was diese über dich sagen?“
Wieder rechtfertigte sich der Beamte mit den selben Worten wie er es auch schon seinen Kollegen gegenüber tat. „Bin ich nicht mit der Vollmacht des Königs ausgestattet, wer will mich anklagen, wer will mit mir Rechten?“

Da wurde der König zornig und sprach: „Du fragst mich, wer über dich rechten will? Hast du dein Gericht nicht soeben selbst vernommen?“ Daraufhin verstummte der Beamte und der König ließ sogleich die ausgestellte Vollmacht von ihm nehmen und übergab ihn der aufgebrachten Menge, welche ihn sofort in Stücke riss und all seine Beute unter sich verteilte.

Da herrschte große Bestürzung unter allen Untergebenen des Königs und sie staunten über das Geschehene!

Das Land aber erblühte von da an und es herrschte Friede im ganzen Land.

Es hat sich aber seither dort dieser Spruch eingebürgert, wenn jemand böses tut, indem man spricht: „Vielleicht ist er ja ein Abgesandter des Königs der eine Vollmacht dafür hat!“ 🙂

Kommentar zur Geschichte:

Genau so wie dieser sich rechtfertigende Beamte sprechen heutzutage viele Christen, ja eigentlich alle!

Es gibt neben der Trinitätslehre wohl keine Lehre, welche das Christentum so sehr zerstört und verwüstet hat wie die Rechtfertigungslehre!


Diese besagt: Jesus ist nicht nur für unsere Sünden gestorben, sondern er ist „stellvertretend“ für unsere Sünden gestorben! Das ist ein entscheidender Zusatz, der in der Urchristenheit völlig unbekannt war. Gemäß dieser Vorstellung überwindet Jesus nicht mehr in mir die Sünde, Schritt für Schritt, sondern ich bin schon erlöst – von Jetzt auf gleich! Sobald ich mich bekehrt habe und Buße getan habe und Jesus als meinen Heiland angenommen habe.

Was für ein großer Betrug an der erlösenden Liebe Gottes!

Wenn nun Sünden hoch kommen oder böse Neigungen, sagen sie sofort in großer Überzeugung: „Ja, der Mensch kann aus sich heraus überhaupt nichts Gutes tun, außer das Erlösungswerk Jesu glaubend annehmen. Außerdem ist die Erlösung bereits vollzogen und wenn man sich liebend zu Gott bekennt und seine Sünden unter sein Kreuz legt, tut er allein es! Ich muss nur im Glauben bleiben“, folgern sie.


Ist das nicht der Gipfel der Scheinheiligkeit? Sie verhalten sich also ganz ähnlich wie dieser sich selbstrechtfertigende Beamte des Königs!

Sie wähnen sich erlöst (siehe die Vollmacht des Königs) und tun das Böse. Wenn sie es dann erkennen, legen sie die Hände in den Schoß und beten und flehen, dass Gott ihnen die Sünden wegzaubert. Passiert das nicht, darf man selber aber nichts tun. Jedes Bemühen ist ja Werkgerechtigkeit und sich anmaßen selber gut sein zu wollen.

Was ist das doch für eine bequeme Lüge und was für ein durchschaubarer Selbstbetrug!

Woher weißt Du denn so genau, dass Gott in Dir nicht auch das Bemühen und die Kraft gegen die Sünde zu kämpfen gibt, wenn Du IHN wirklich ernsthaft bittest? Und: Worin erkennst Du, dass das Bemühen nur ein eigenes Bemühen ist, ohne Gott?

Ist es nicht so, dass Gott alles Gute wirkt? Auch in Dir und wenn Du Gutes tust? Und: Sollte denn nicht Jesus in Dir leben? Oder lebt er ausgerechnet dann nicht in Dir, wenn Du dich mit aller Kraft bemühst Gutes zu tun und die Sünde zu meiden?

Ist das nicht der Gipfel des Irrsinns vor Gott?

Ist es dann nicht vielmehr so, dass Du Dich bewusst selber betrügen willst! Etwa, um ein bequemes Ruhekissen zu haben und weiter sündigen zu können? Ist es nicht so?

Steht nicht für unsere heutige Christenheit das Wort ganz klar in der Bibel. Von den „Herr, Herr, Rufern“ und dass sie große Zeichen in seinem Namen tun und ER aber sagt: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch, ich kenne euch nicht?“ Welche Zeit und welche Christenheit ist Deiner Meinung nach damit gemeint, wenn nicht die heutige?

In der Urchristenheit gab es diesen Selbstbetrug jedenfalls so noch nicht, auch wenn er Paulus heute untergeschoben wird. Damals war diese einfache Erkenntnis noch ganz klar: Wir sollen ALLES tun, wie ganz aus uns selbst (und damit in aller Freiheit) und dabei doch ganz in dem Wissen, dass es allein Gott ist, der es wirkt!
Schließt das Beten um Erlösung nicht automatisch auch das Kämpfen und alles menschenmögliche Tun mit ein, will man die Sünde ernsthaft besiegen?

Wer hat ein Herz, dass Gott liebt und erkennt das nicht?

Wie wundervoll und exemplarisch drückt hingegen den wahren Geist des Christentums u.a. noch diese urchristliche Schrift aus, die noch in der ersten Hälfte des 2. Jhr. entstand und nach Origines angeblich auf den von Paulus erwähnten Hermas in Röm. 16,14 zurückgeht:

Ich sprach zu ihm: ‘Herr, groß, gut und herrlich sind diese Gebote und können das Herz des Menschen erfreuen, der sie zu halten vermag. Ich weiß aber nicht, ob diese Gebote von einem Menschen befolgt werden können, denn sie sind sehr hart.’ Er antwortete mir: ‘Wenn du dir vornimmst, dass sie befolgt werden können, so wirst du sie leicht befolgen, und sie werden nicht hart sein. Wenn aber in deinem Herzen der Gedanke Platz greift, dass sie von keinem Menschen befolgt werden können, wirst du sie auch nicht befolgen. Für diesen Fall aber sage ich dir: Wenn du sie nicht befolgst, sondern außer acht lässt, werden weder du noch deine Kinder noch deine Familie Rettung erlangen; denn du hast dir ja selbst schon das Urteil gesprochen, dass diese Gebote von keinem Menschen befolgt werden könnten.’“

Denn wie der Schmied, wenn er sein Werkstück ständig hämmert, schließlich fertig wird mit dem, was er sich vorgenommen, so wird auch die Mahnung zum Rechten, wenn sie täglich laut wird, schließlich mit allem Bösen fertig. Werde nur nicht müde, zu ermahnen deine Kinder; denn ich weiß es: wenn sie von ganzem Herzen Buße tun, werden sie in die Bücher des Lebens zu den Heiligen geschrieben werden.“

(Aus: „Hirt des Hermas“ Kap. 46,5-6 und 3,2)

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Gottes Sprache..

..ist wahrlich nicht
von dieser Welt
und ihrer lieblosen Art.

Gott zwingt nicht,
Gott straft nicht,
Gott herabwürdigt uns nicht,
und Gott überführt uns auch nicht!
Und zwar in keiner Sache, in der wir nicht selber schon an einem Punkt sind, um loslassen zu können.

Gottes Sprache.. weiterlesen

Was ist Glück?

Was ist Glück? Womit und wodurch wird man im Leben glücklich?

Was ist Zufriedenheit? Und was heißt es inneren Frieden zu haben?

Vielleicht hast Du es selber schon bemerkt. Selbst das Streben nach lauteren Dingen, wie „etwas zu erreichen“, „Ziele zu haben“, „sich weiter zu entwickeln“ beinhaltet noch keineswegs eine Garantie glücklich zu sein oder zu werden. Wir glauben, wenn wir das erreichen, was wir lange angestrebt haben… seien es materielle Dinge oder selbst tiefere Wünsche auf seelischer- und geistiger Ebene wie Familie, Beziehung, Kinder, Freunde und spirituelle Entwicklung – dann müssten wir doch glücklich sein! Oder?
Aber Glück scheint irgendwie etwas zu sein, was relativ unabhängig von all diesen Dingen besteht von denen wir ständig glauben, dass sie uns glücklich machen.

Dem wollen wir mal nachgehen. Es ist ja nichts unerhebliches. Schließlich bringt uns ja alles nichts, wenn wir das Wichtigste nicht haben oder erreichen, nämlich, – glücklich zu sein.

Wir sind in unserer westlichen Kultur regelrecht darauf getrimmt zu glauben, dass man das Glück erstreben, erlaufen und er-hetzen kann, ja muss! Und hinterfragen das noch nicht mal!

Was für ein kolossaler Irrglaube!

Dermaßen auf unsere Wünsche konzentriert und die Erfüllung dieser als Glück annehmend, merken wir gar nicht, dass vielmehr das Wünschen an sich oft unglücklich macht!

Wenn du einen Menschen fragst, ob er glücklich ist oder nicht, dann kannst du es genau daran erkennen. Frage ihn nach seinen Wünschen… frage ihn danach, wie groß das Maß seiner unerfüllten Wünsche ist – und du erkennst – das Maß seines Unglücklichseins!

Und dabei unterscheide ich bewusst nicht, ob das „hohe“ und „ehrbare“ Wünsche sind oder ob das nur sehr materielle Wünsche sind. Freilich zeigt sich auch darin noch ein stärkeres Maß an Unzufriedenheit, wenn es auch noch sehr äußerliche und oberflächliche Wünsche sind.

Aber es ist im Grunde nicht anders wie bei jeder Sucht!

Süchtig nach Glück, könnte man uns Durchschnittsyankees also nennen. Denn das Streben nach Glück scheint die einzige legale Sucht zu sein, die uns wahrscheinlich am allermeisten unglücklich und abhängig macht, aber die wir am allerwenigsten als solche erkennen!

Hat sich unser Wunsch erfüllt, erleben wir den Glücksmoment, haben wir das „High-Erlebnis“ welches mit seiner Erreichung stark abflaut und wir am Ende noch tiefer sinken und noch deprimierter und unglücklicher sind. Warum? Weil wir jetzt merken, dass uns selbst die Erfüllung einen lang gehegten Wunsches nicht glücklicher machen konnte.

Jesus Christus sagt irgendwo im Neuen Testament diesen erstaunlichen Satz dazu. Er sagt: „Eure Art von Frieden lasse ich euch, aber meinen Frieden gebe ich euch“.

Was bedeutet das? Viele legen das so aus, als würde Jesus mit „unserer“ Art von Frieden den Frieden in der Welt meinen… das nicht vorhanden sein von Krieg also.

Andere denken, es sei damit der Friede mit den Mitmenschen, der Familie und dem privaten Umfeld gemeint. Dass man mit niemanden im Streit lebt und so.

Das mag alles zutreffen, aber ich glaube, mit „unserer Art Frieden“, die er uns lässt, meint Jesus genau diese oben genannte Art unserer Glück-Suche!

Er lässt sie uns, weil es wahrscheinlich das einzige ist was uns am Leben erhält und uns Halt gibt, wie ein Ertrinkender, der sich an einem Strohhalm festhält, – wie traurig eigentlich.

Aber was ist dann mit SEINEM Frieden, den ER uns geben will und warum finden wir ihn so oft nicht?

Eventuell, weil es ein regelrechter Gegensatz zu dieser Art von Glücksuche ist?
Kann Zufriedenheit – und dieses Wort beinhaltet das Wort „Frieden“ ja schon, – vielleicht nur derjenige im höchsten Maß bekommen, erhalten… der sein Herz frei gemacht hat, von dem „Wünschen müssen“?

Jesus ruft: „Kommt her zu mir, alle, die ihr Mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“!

Sind wir nicht Mühselig und beladen von den unerträglichen Bürden, die wir uns auflasten um „irgendwann“ glücklich zu sein? Dabei aber ständig nur weitere, unerfüllte Wünsche, erzeugen im hinterherrennen- und hetzen nach Glück?

Der Mensch, der IHN in seinem Herzen hat, erkennt nicht nur, dass ihm alle Dinge zum Besten dienen, er bekommt auch ein ganz neues Herz der Demut, Bescheidenheit und Vernunft.

Und, er ist von IHM in Liebe angenommen und aufgenommen, was ihm allein ermöglicht aus dem alten Mangeldenken auszusteigen und in die wahre Fülle zu kommen!

Vernunft gepaart mit Weisheit erkennt zutiefst, dass ein „Mehr“ nicht unter allen Umständen gut ist. Im Gegenteil. Weniger ist tatsächlich oft mehr.

Aber „weniger“ heißt in diesem Fall keineswegs Mangel zu leiden oder zu entbehren, sondern vielmehr Leichtigkeit zu erfahren.

Niemand kann sich diesen Frieden selber geben oder mit irgendwelchen spirituellen Praktiken oder Weltanschauungen erarbeiten oder sonst wie erwerben. Er ist nur enthalten in der völligen Hingabe und Selbstaufgabe an Jesus Christus. Daher ist es SEIN Friede, den nur ER geben kann.

Wer wirklich nach Weisheit strebt, erlebt eine Bewährungsprobe nach der anderen… und wer wirklich nach wahrer Liebe strebt, weiß, dass das Wesen der Liebe mit tiefsten Schmerzen einhergeht. Ein Sterben und Wiedergeboren werden nach dem anderen… das alles… ist nicht populär für heutige, verweichlichte Glückssucher und esoterischer Selbstverwirklicher!

Aber genau darin und nur darin liegt der wahre Friede des Herzens, der irgendwann so überstrahlend wird, dass selbst das Sterben ein freudiges Sterben wird!

Wer die Wahrheit liebt und die Weisheit zu seinem höchsten Glück erhoben hat, der weiß nicht nur, sondern erlebt, dass er in seine Suche nach Jesus Christus und seinem Wort seine Erfüllung gefunden hat.

Und wenn er die ganze Welt verlöre und alles was im sonst noch wichtig und wertvoll ist – er würde dennoch zufrieden sein – denn was er dazu braucht, hat er nun in seinem Herzen. Und dass kann ihm niemand nehmen!

lebenslebendig

Hat Gott seinen Zorn auf den Sohn gelegt um uns zu erlösen?

Ist nicht allein schon die Vorstellung, dass Gott, die Liebe, Zorn empfindet und verflucht, das größte Unrecht, welches man über Gott denken kann?

Schreckt dieser obige Satz, nicht traurigerweise zurecht, so viele suchende Menschen vom Christentum ab?

Ist das Wort Gottes nicht Geist und ist Leben?

Wenn Sätze von einem angeblichen Zorn Gottes oder anderer sehr menschlicher Attribute im Alten Testament vorkommen, sind sie dann nicht im geistigen und lebendigen Sinn, als Entsprechung zu verstehen? Weil der Mensch in manchen Situationen so von Gott denkt? Gott so nahe bei uns ist? Die Liebe sich so sehr identifiziert mit dem Geliebten?

Ein Mensch, der Gott über alles liebt, nimmt alles aus Seiner Hand. Das Gute wie das Böse. Ihm dient auch alles zum Guten und daher versteht er diese Worte.
Er versteht, dass man der göttlichen Liebe selbst niemals diese niedrigen Eigenschaften unterstellen oder zuschreiben kann und darf, (Jak. 1:17) weil wir allein es sind, die Gott so empfinden, wenn wir vom Bösen versucht werden.

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Die esoterisch- gnostischen Wurzeln der Frauenfeindlichkeit

Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, dass die Abwertung der Sexualität und Weiblichkeit aus dem Christentum stammt und dort seinen Ursprung hat.

Vielmehr ist das genaue Gegenteil der Fall.

Dies kann man aber nicht erkennen, wenn man nicht weiß, dass erst in späterer Zeit viele gnostische Ideen in das Christentum eingedrungen sind, welche dies beinhaltet haben und wenn man im Weiteren nicht weiß, dass die Abwertung der Materie und der Körperlichkeit mit der Abwertung von Sexualität und Weiblichkeit in einem engen Zusammenhang stehen.

Doch dazu später mehr.

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Von der Frohbotschaft zur Drohbotschaft

Ich denke jeder kann aus seiner Kindheit Geschichten erzählen wo er verbotenes tat, Streiche gespielt hat oder trotz guter Absichten geschimpft oder bestraft wurde etc. und oft lachen wir heute noch darüber… oder auch nicht.  😉

Aber jeder wurde wohl – mehr oder weniger mit Liebe – dazu erzogen gehorsam zu sein. Wenn wir dann brav und gehorsam waren wurden wir entweder gelobt oder zumindest nicht geschimpft oder bestraft und wir glaubten so, in Ordnung zu sein.

Aber wenn wir aus dieser Kindheits-Rolle des Gehorsams, sofern sie sehr mit Druck, Manipulation und Lieblosigkeit anerzogen wird, nicht hinauswachsen, glauben wir auch als Erwachsene, wir sind nur dann in Ordnung, wenn uns andere, mit dem was wir tun, in Ordnung finden.
Fortan suchen wir unsere Selbstbestätigung weniger in der eigenen Überzeugung oder Intuition, als vielmehr bei anderen und deren Urteil über uns.

Und nun kommt der Glaube an Gott, an Jesus Christus, und wieder hören wir, dass wir Gehorsam sein müssen. Wieder orientieren wir uns an dem was andere sagen. Wieder wollen wir für richtig und „in Ordnung“ gehalten werden, ja sogar besonders, in der neuen und frommen Gemeinschaft der Christen?

Aber aus der einstmaligen Frohbotschaft der Urchristenheit wurde inzwischen fast durchgängig eine Drohbotschaft gemacht und anstatt von Liebe wird inzwischen allerorts davon gesprochen Gott gehorsam zu sein.. und was Gott will und was er hasst und was ihn freut und was in bekümmert und so weiter… unreife Gottesbilder sind zur Normalität geworden und haben mit der einstigen Weisheit und Erhabenheit lange vergangener Zeiten wirklich sehr wenig zu tun. Um es milde auszudrücken.

Ist unser Gottesbild ein Abbild unserer zerrütteten Familien geworden?
Haben wir verinnerlicht, von Gott zu denken, wie ein Kind seinen Eltern gegenüber denkt? Das Elternbild nur in das Gottesbild hineinprojiziert aber das Idealbild, dass dabei entsteht ist inzwischen: Wenn ich unmündig und gehorsam bin, bin ich vor Gott richtig?

Forschen Christen daher so wenig über Zusammenhänge oder über das Urchristentum nach und beten im Grunde nur die Auslegung der Bibel nach, die ihnen die großen Kirchen über Jahrhunderte schon abgewandelt haben und ihnen vorbeten?

Tatsache ist: Um so mehr man brav und gehorsam sein will und sich an Autoritäten orientiert, um so mehr verliert man auch Intuition und Gefühl für sich selber und die Wahrheit. Und, ist damit leichter zu manipulieren und zu kontrollieren.

Ist die Esoterik mit ihrem Mantra des „selber Gott Seins“ und der absoluten Selbstbestimmtheit, die so weit geht, dass sie jede Hingabe an Gott über Bord wirft, vielleicht deshalb so erfolgreich?

Ist sie vielleicht eine „Ausgleichsbewegung“ zu der allzu sauertöpfischen und engstirnigen und alles verurteilenden Christenheit geworden? Eine Christenheit die zwar unentwegt von Gott spricht, aber die Liebe und die Barmherzigkeit außen vor lässt?

Die erlösende Hingabe an die Liebe, an Gott und SEINEM lebendigen Wort, ist und bleibt aber die Perle! So tief vergraben und verborgen sie unter den Trümmern der Kirchengeschichte auch sein mag. Nur eine lebendige Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus, macht es möglich, dass wir real und lebendig über all das hinauswachsen, was sonst nur Gedanken, Überzeugungen oder Weltanschauungen sind – und bleiben.

Und dann werden wir geprüft, ob wir SEINER lebendigen Liebe vertrauen oder doch lieber wieder Menschen und Autoritäten, die es verstehen uns ein schlechtes Gewissen zu machen um diese sanfte Stimme vielleicht doch wieder mal nicht zu hören.

Aber Gott will doch unseren Gehorsam? Höre ich dann immer wieder.

Meine Antwort darauf ist entschieden: NEIN!

Menschen und Geister, die über andere herrschen wollen, wollen das!

Gottes Herrschaft ist eben nicht von dieser Welt und daher das genaue Gegenteil. Sie baut eben nicht auf Druck, Gehorsamkeit und Angst auf, sondern allein auf Liebe und der Freiheit aus dieser Liebe! Ihre Macht, ist eine Macht des Dienens!

Gott steckt uns nicht vom Gefängnis dieser Welt in sein Gefängnis, sondern er allein befreit uns daraus zur Mündigkeit!

Gott hat keinen Gehorsam nötig. Von keinem Menschen. Wenn du etwas tust, dann tue es aus Liebe und aus eigener Überzeugung aus dieser Liebe – oder lasse es!

Wenn in alten biblischen Übersetzungen öfter von Gehorsam die Rede ist, dann sind das ganz oft falsche Übersetzungen. Da man gerade im Mittelalter und zur Zeit Luthers gerne und oft von Gehorsam gesprochen hat. Richtig wird das heutzutage mit „Vertrauen“ übersetzt.

Wenn Du einen Partner oder Freund liebst, willst Du dann etwa, dass Dir dieser Mensch gehorsam ist? Etwa auch noch aus Angst, Abhängigkeit oder Hörigkeit?

Wenn Du ein Mensch bist, der wirklich lieben kann, willst DU genau das nicht! Du teilst vielleicht die selben Überzeugungen und die selbe geistige Weltsicht, aber niemals aus Gehorsam, sondern aus Liebe zu der selben Sache!

Und das sollte bei Gott anders sein? ER sollte etwa Lakaien und buckelnde Befehlsempfänger haben wollen die aus Angst vor Sündenstrafen und Liebesentzug alles gewillt sind zu tun?

Ausgerechnet Gott, der die Liebe ist!! Kann es einen größeren Wahnsinn geben?

Gott ist Geist und will im Geist und in der Wahrheit angebetet werden. Solche Anbeter will Gott haben, sagt Jesus in Joh. 4.2.
Also mündige Menschen mit dem Anliegen Liebe zu verwirklichen, als ihr EIGENES innerstes Anliegen!

Wer dann zu so jemanden sagt: Das oder das ist Sünde oder nicht der Wille Gottes oder das darfst du nicht… der kann daraufhin als Antwort allenfalls nur noch den Kopf schütteln…

Er gehorcht keiner Direktive und angstmachenden Stimme mehr, weil er die Stimme Gottes kennt und keinen falschen Hirten mehr hinterher läuft.
Immer offen für Korrekturen aber nur auf Gott aufgerichtet, weiß er, dass die Stimme Gottes im eigenen Herzen und nicht in den Herzen anderer für ihn aufbereitet wird.
Und er weiß, alles zwingende, drängende, einängende, verurteilende, zurechweisende und in jeder anderen Form anmaßende, ist ausschließlich und NIE von Gott!

Und weder gehorcht er, noch liefert er sich solchen Geistern aus, die nicht von Gott sind!

Auf all diese Anmaßungen gäbe es im Grunde nur eine Antwort, wenn schweigen nicht die Bessere wäre:
Lieber Freund, wenn Du das für DICH herausgefunden hast, was Du mir da erzählst, dann halte dich doch bitte auch daran!

Denn ich gehorche NIEMANDEN! Keinem Menschen, ja selbst keinem Engel, ja nicht einmal „Gott“! Denn DER, DER mich befreit hat, hat mich in SEINER Liebe befreit. Was willst du mir also erzählen?

Denn Eines ist tatsächlich immer eine Wahrheit:

Jede Sünde die jemand im Außen einem anderen ankreidet, liegt im Inneren auf seinem eigenen Herzen.

Zum Abschluss noch ein paar Worte für diejenigen, die meinen, dass gegenseitige Zurechtweisung unabdingbar ist.
Liebe ist einfühlend, ..“sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles“ (1.Kor.13).
Wohl gemerkt: ALLES.

Wer in dieser Liebe jemandem begegnet, der weist nicht zurecht, der begleitet! Und das ist ein himmelweiter Unterschied – ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Lebenslebendig

Bild: pixabay

 

 

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